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Rückschau

Der Markt Lam baut stetig an der Zukunft

Bürgermeister Roßberger zog bei der Bürgerversammlung Bilanz. Die Tourist-Info stellt sich neu auf. 2020 stehen viele Projekte an.
von Maria Frisch

Paul Roßberger: „Wir haben 2019 einiges erreicht.“ Foto: Maria Frisch
Paul Roßberger: „Wir haben 2019 einiges erreicht.“ Foto: Maria Frisch

Lam.Bürgermeister Paul Roßberger hielt bei der Bürgerversammlung im Lamer Rathaus Rück- und Vorausschau. 2019 sei viel erledigt worden, aber es stünden auch noch „größere Brocken“ an, die sich zum Teil schon im Planungsstadium befinden, beispielsweise die Sanierung der Grund- und Mittelschule. Der Neubau des Feuerwehrhauses in Engelshütt schlug mit 314 000 Euro zu Buche und wurde mit 57 750 Euro gefördert. Die hohe Eigenleistung spiegelt sich darin wider, dass die ursprüngliche Kostenberechnung von 376 000 Euro deutlich unterschritten wurde. Die Helfer der Wehr schulterten auch die Außenrenovierung des Altbaus. Die Einweihung feierten die Bürger am ersten Augustwochenende mit einem Fest.

Zur Feuersicherheit trug der Neubau eines Mönchs am Sandbach bei, ein zweiter wird noch erstellt. Außerdem beabsichtige der Markt die Anmietung einer stillgelegten Güllegrube zur Löschwasserbereithaltung in Engelshütt und Frahels. Der Markt genehmigte einen Führerscheinzuschuss von 2 000 Euro pro Jahr und Feuerwehr und schaffte 2019 für 30 000 Euro Einsatzkleidung an.

Neues digitales Service-Portal

Marktmitarbeiter Peter Rohrbacher wird zum Jahresende den Ruhestand antreten. Seine Nachfolgerin wird Christine Vogl, die „durch die harte Schule ihres Vorgängers“ ging und aufgrund ihrer Qualifikationen prädestiniert für die Leitung der Tourist-Info (TI) sei. Neue Mitarbeiter sind in der TI Caroline Schörghuber, im Bauhof Johannes Schmatz und Alexander Kollmer, bei der EVU Tanja Sperl und in der Verwaltung Michaela Lohberger. Als neue Familienbeauftragte und Ansprechpartnerin für Eltern mit Neugeborenen fungiere Daniela Lemberger.

Das neue Standesamt Lamer Winkel bewähre sich durch weniger Gesamtkosten. Das Osserschutzhaus wird ab 2020 neuer Trauort. Nach der Kündigung der Betreiber der Fürstenzeche kümmere man sich um eine Nachfolgelösung. Bezüglich der Marktplatzsanierung mit Mitteln aus der Dorferneuerung oder Städtebauförderung wurde mit der Erstellung eines Konzeptes begonnen. Der ehemalige Gasthof Lamer Winkel wird in absehbarer Zeit versteigert. Um die Insektenvielfalt zu stützen, wurden dieses Jahr einige Flächen stehengelassen. 2020 weite man die Blühflächen aus und lege neue Magerblumenwiesen an, so Roßberger. Die Homepage des Marktes sei neu gestaltet worden. Neu sei auch WLAN im Rathaus, das Rathaus-Service-Portal, mit dem viele Dinge online erledigt werden können, sowie der Bürgermeisternewsletter.

Roßberger gab eine Übersicht über Baumaßnahmen 2019. Die Forststraße Hopfenwald wurde für 7600 Euro instandgesetzt, die Klingseisen-Treppe für 9100 Euro saniert und die Funarena für 2000 Euro zurückgebaut. An der Sanierung der Friedhofsmauer (30 000 bis 40 000 Euro) werde gearbeitet. Die Sanierung von Hochrain und Buchetbühler Straße wurde auf 2020 verlegt. Zusätzlich ließ die Kommune für 43 800 Euro Schadstellen ausbessern.

Die Instandsetzung des Holzweges schlage mit 35000 Euro zu Buche und werde mit 50 Prozent aus Naturparkmitteln gefördert. Beschlossene Sache sei die Sanierung des Parkplatzes Alter Schulhof für 14 600 Euro. Die Brücke in Frahelsbruck wurde für 310 000 Euro neu gebaut, Fördermitteln von 60 Prozent seien zugesagt. In die energetische Sanierung der Doppelturnhalle wurden knapp 60 000 Euro gesteckt (40 Prozent Förderung). Der Markt rüste auch die über 600 Straßenlampen auf LED um. Geplante Baumaßnahmen sind der DSL-Restausbau (90 Prozent Förderhöhe).

Strompreis wird steigen

Tanja Sperl informierte, dass beim Osserbad 2016 und 2017 jeweils Verluste um 526 000 Euro geschrieben worden seien. Die Wirtschaftsingenieurin schilderte auch die Zusammensetzung des Strompreises. Der größte Teil seien Steuern, Abgaben und Umlagen. „75 Prozent des Strompreises können wir überhaupt nicht beeinflussen“, sagte Sperl. Die Gemeindewerke böten attraktive Preise, von Vorteil seien die Ansprechpartner vor Ort. Der Strompreis werde 2020 ansteigen.

Christine Vogl stellte sich als künftige Leiterin der Tourist-Info vor. „In Lam muss das Rad im Tourismus ja nicht neu erfunden werden. Wir dürfen nur nicht stehenbleiben“, so ihre Einschätzung. Die TI Lam möchte sich noch mehr als die Wanderregion im Bayerischen Wald positionieren. Vogl erklärte, bei der Tourist-Info in Zukunft noch mehr auf Online-Marketing und neue Medien zu setzen. Mittelfristig müsse der Spagat zwischen den neuen, digitalen Gästen und dem bisherigen, analogen Kundenkreis geschafft werden. Im Lamer Winkel seien derzeit 70 Unterkünfte online buchbar, im Luftkurort Lam 36.

Zahlen aus Lam

  • Schulden:

    1 250 000 Euro betrug der Stand zum 31. Dezember 2018. Dies entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 478 Euro.

  • Photovoltaik:

    Die Anlage auf dem Rathausdach hat bisher 56 538  kWh Strom erzeugt, von denen 33 334 kWh eingespeist wurden. Oft sei das Rathaus autark.

  • Tourismus:

    Bis Oktober wurden 230 748 Übernachtungen gezählt (plus 4,12 Prozent zum Vorjahr), die Aufenthaltsdauer betrug 3,62 Tage.

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