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Jubiläum

Der Minister lobt die Spielbank zum 20.

Albert Füracker sieht alle Herausforderungen gemeistert und versichert einmal mehr: Bayern stehe zu allen neun Häusern.
Von Stefan Weber

Minister Albert Füracker (4.v.l.) beglückwünschte die Spielbank zum 20-jährigen Bestehen. Das freute auch Bürgermeister Markus Hofmann, Ex-Landrat Theo Zellner, Landrat Franz Löffler, Lotto-Bayern-Präsidentin Friederike Sturm und Direktorin Andrea Fritz (v.l.).
Minister Albert Füracker (4.v.l.) beglückwünschte die Spielbank zum 20-jährigen Bestehen. Das freute auch Bürgermeister Markus Hofmann, Ex-Landrat Theo Zellner, Landrat Franz Löffler, Lotto-Bayern-Präsidentin Friederike Sturm und Direktorin Andrea Fritz (v.l.).

Bad Kötzting.Wer die Bürger von Bad Kötzting fragt, was er von der Bayerischen Spielbank an der Unteren Au hält, der bekommt wahrscheinlich sehr unterschiedliche Antworten: Von „rechnet sich nicht“ über „viel Kultur“ bis hin zu „war ich noch nie“ oder auch „tolle Gastronomie“ und viele mehr - und von allem ist die Spielbank auch ein wenig oder war es in den vergangenen 20 Jahren. Von der von vielen bei der Eröffnung im Februar 2000 erwarteten „Lizenz zum Geld drucken“ zum „Schlusslicht in ganz Bayern“ und seit kurzem wieder im Soll, und das seit Jahresbeginn auch offiziell mit neuer Chefin.

Eine Woche gefeiert

Die Bayerische Spielbank feiert in dieser Woche Jubiläum mit den Gästen, dem Personal - und am Freitag auch mit der politischen Prominenz. Da kam sogar Bayerns Finanzminister Albert Füracker extra nach Bad Kötzting gereist, um das Jubiläum der zweitjüngsten Spielbank Bayerns (in Bad Steben wurde später eröffnet) zu feiern. Auf den Besuch des Ministers freuten sich neben den beiden Hausherren Bürgermeister Markus Hofmann und Direktorin Andrea Fritz auch Landrat Franz Löffler ganz besonders. Schließlich hatte der Minister schon in seiner Zeit als Staatssekretär und in für die Spielbanken besonders schwierigen Zeiten immer wieder betont, dass der Freistaat nicht am Konzept der neun Häuser rütteln würde.

Jubiläum

Kötztings Spielbank wird 20 Jahre alt

Die Spielbank in der Unteren Au hat Höhen und Tiefen erlebt – wir klären nach zwei Jahrzehnten die wichtigsten Fragen.

Eine Versicherung, die er auch an diesem Abend, an dem er als Minister nach Bad Kötzting gereist ist, gerne wiederholt: „In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Spielbank alle Herausforderungen gemeistert. Ich bin zuversichtlich, dass die Spielbank Bad Kötzting auch künftig Anlass zur Freude geben wird. Der Freistaat wird keine Zweifel an dieser Zukunft aufkommen lassen.“

Zahlen zum Haus

  • 2000:

    In diesem Jahr wurde die Spielbank eröffnet.

  • 27 Millionen:

    So viel (in D-Mark) hatte der Bau der Spielbank die Stadt gekostet.

  • Acht Millionen:

    In etwa so viel (in Euro) hat die Stadt noch heute Schulden durch den Kredit, der für den Bau aufgenommen worden war. 8,4 Millionen Euro gingen in 20 Jahren als Abgabe an die Stadt, so Minister Füracker.

  • 600 000 Euro:

    So viel Geld bekommt die Stadt in etwa als Anteil am Brutto-Spielertrag für das vergangene Jahr.

  • 260 000 Euro:

    So hoch sind die Mieteinnahmen, die die Stadt jedes Jahr vom Freistaat Bayern erhält. (wf)

Dass die Zeiten für den „Blauen Edelstein“ an der Unteren Au nicht immer ganz einfach waren, vergisst der Minister dabei nicht zu erwähnen. Er erinnere sich noch genau an seine erste Zeit als Staatssekretär, als ihm signalisiert worden sei, „dass es da gerade nicht so gut läuft“. Allerdings habe sich das Haus immer wieder auch mit veränderten Raumkonzepten wie der Dachterrasse oder der Zusammenlegung von Großem (Spieltische) und Kleinem Spiel (Automaten) immer wieder an die Wünsche der Gäste angepasst; So seien immerhin über 800 000 Besucher bislang seit der Eröffnung Gast in der Spielbank gewesen und hätten „ihr Glück versucht“.

Im kulturellen fest verankert

Zu den Anpassungen haben in den vergangenen 20 Jahren auch gehört, dass sich das Haus unter seinem ersten Direktor Klaus Schleicher immer mehr in der Region vernetzt habe. Heute sei die Spielbank ein fester Bestandteil im Kulturkalender der Stadt und pflege zahlreiche Kooperationen mit Vereinen wie dem 1. FC Bad Kötzting oder auch dem Konzerthaus in Blaibach.

Mit Blick auf die kommenden Jahre zeigt sich der Minister davon überzeugt, dass die Bayerische Spielbank Bad Kötzting ein herausragendes „Alleinstellungsmerkmal des jüngsten Kneippheilbades Bayerns“ bleiben werde.

Erklärung

„Wir rütteln nicht an der Spielbank“

Staatssekretär Füracker versichert am Freitag in Bad Kötzting nach neuerlichen Diskussionen, dass die Staatsregierung an allen Spielbanken festhält.

Neun Bewerbungen hatte es damals gegeben - neun Spielbanken gebe es heute überhaupt in ganz Bayern, und das bei über 2000 Gemeinden im gesamten Freistaat. Das sei eine Quote, die als Alleinstellungsmerkmal gelten könne, so der Minister. Die Präsidentin von Lotto Bayern, Friederieke Sturm, Danke in ihrer Begrüßung allen, die die Spielbank in 20 Jahren zu einem „großartigen Standort“ gemacht hätten.

Friederike Sturm, Präsidentin von Lotto Bayern, begrüßte die Ehrengäste.
Friederike Sturm, Präsidentin von Lotto Bayern, begrüßte die Ehrengäste.

Bürgermeister Markus Hofmann freut sich über die Verbundenheit, die der Minister mit seinem Besuch zeige. Die Spielbank sei wichtiger Arbeitgeber, Wirtschaftsfaktor und auch auf dem Gebiet der Kultur in der Stadt nicht mehr wegzudenken - auch und vor allem, weil die Entscheidung damals nicht unumstritten gewesen sei. Finanziell einfach sei es für die Stadt nicht gewesen, doch hätten Stadt und Landkreis dennoch einen hohen Mehrwert dadurch erhalten. Seine eigenen Wünsche an den Minister lauten an diesen Tag: „Wiederholen Sie den Eintrag ihres Vorgängers im Amt, Markus Söder: Spielbank bleibt, Stabilisierungshilfe bleibt, und für die Kurorte müssen wir noch mehr tun.“

Auch für den Landkreis ein Anliegen

Die Spielbank sei auch für den Landkreis ein Anliegen, versichert Landrat Franz Löffler. Auch in Waldmünchen, woher er stamme, sei überlegt worden, sich für die Spielbank zu bewerben - doch in Bad Kötzting sei sie - damals auf dem Weg zum „Bad“ - richtig gesetzt.

Mit Blick auf die Zukunft meinte der Minister zum Schluss: „Mit 20 kann man sich einem sicher sein: Die besten Jahre kommen noch – das wünsche ich ihnen allen.“

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Glückspiel

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