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Naturwissenschaft

Der Nachwuchsforscher aus Bad Kötzting

Gymnasiast Markus Ostermayer erhält eine Auszeichnung bei dem landesweiten Schülerwettbewerb „Experimente antworten“.
Von Roman Hiendlmaier

Den Superpreis verlieh Ministerialdirigent Adolf Präbst an Markus Ostermayer am Freitag im Deutschen Museum in München.  Foto: Andreas Gebert
Den Superpreis verlieh Ministerialdirigent Adolf Präbst an Markus Ostermayer am Freitag im Deutschen Museum in München. Foto: Andreas Gebert

Bad Kötzting.Dass Markus Ostermayer super im Experimentieren ist, hat er seit Freitag schriftlich: Der Sechstklässler am BSG hat einen Superpreis beim bayerischen Landeswettbewerb „Experimente antworten“ gewonnen.

Im Deutschen Museum nahmen 54 Schülerinnen und Schüler stolz ihren Superpreis entgegen. Bei der Preisverleihung gratulierte Ministerialdirigent Adolf Präbst in Vertretung von Kultusminister Michael Piazolo den glücklichen Gewinnern: „Unsere jungen Forscherinnen und Forscher haben spannende Experimente rund um die Themen Farbe, Kristallisation und Licht durchgeführt. Ihre Begeisterungsfähigkeit und ihre Experimentierfreude verdienen höchste Anerkennung.“ Von Präbst bekam der Zwölfjährige aus Hohenwarth eine Urkunde überreicht.

Erfolgreich wie der Bruder

„Experimente sind nicht nur die Grundlage von Forschertätigkeiten im naturwissenschaftlichen Bereich, sie sind auch Ausdruck von Neugierde und vom Spaß am Entdecken. Das Anliegen des Wettbewerbs ‚Experimente antworten‘ ist daher, die Freude am Experimentieren und an den Naturwissenschaften zu wecken und Nachwuchs für andere Wettbewerbe wie naturwissenschaftlichen Olympiaden zu gewinnen“.

Das Anliegen des Wettbewerbs kann Jasmin Kellermeier sofort unterschreiben. Die am BSG für den Wettbewerb zuständige Lehrerin freut der Erfolg von Markus Ostermayer. Wobei: So überraschend war der gar nicht, sagt sie: „Der Markus folgt da einfach seinem Bruder Michael, der auch schon einen Superpreis gewonnen hat.“

Multitalent: Markus Ostermayer schaffte es im Tischtennis bis zur Teilnahme an den bayerischen Schülermeisterschaften. Foto: ksm
Multitalent: Markus Ostermayer schaffte es im Tischtennis bis zur Teilnahme an den bayerischen Schülermeisterschaften. Foto: ksm

Für Julia Kellermeier sind die Auszeichnungen – von denen die Schule nahezu jedes Jahr einen oder sogar mehrere erhält – Belege, dass man viele Kinder und angehende Teenager für die naturwissenschaftliche Thematik begeistern kann, wenn man es schafft, die Materie ohne Zwang rein auf Interesse-Basis an sie heranzubringen.

Jährlich machen nach den Worten der Lehrerin rund 20 bis 30 Fünftklässler erstmals bei dem Wettbewerb mit, was in späteren Jahrgangsstufen bis zu dreimal wiederholt werden kann. Julia Kellermeier: „Bei den Ostermayer-Brüdern wie auch bei vielen anderen unserer Schüler ist es einfach schön zu sehen, dass sie Spaß an der Sache haben und daraus auch Sachen lernen wollen wie Dokumentation oder Protokolle, die vielleicht nicht so spannend, aber für solche Preise natürlich wichtig sind.“ Nicht zuletzt macht sich das Engagement, das die Schüler meist in ihrer Freizeit und meist zu Hause zeigen, auch in entsprechend guten Einträgen in der Schule bemerkbar.

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Mit von der Partie in München waren die Eltern Maria und Hans Ostermayer, die stolz auf ihre begabten Söhne sind: „Ich habe mich in Mathe und Physik auch immer leicht getan, so erfolgreich aber war ich nicht,“ erzählte die Mutter von Markus und Michael von einer gewissen erblichen „Vorbelastung“ der Brüder. Ob und was aus dem Talent der beiden werde, werde sich zeigen. Beide sind übrigens auch leidenschaftliche Tischtennis-Spieler beim TTC Hohenwarth – ein Talent, das offensichtlich Vater Hans Ostermayer vererbt hat.

Der Wettbewerb „Experimente antworten“ richtet sich seit 16 Jahren an naturwissenschaftlich und technisch interessierte Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen fünf bis zehn an den Gymnasien. Mithilfe von Alltagschemikalien und -geräten aus Apotheke, Drogerie und Baumarkt führten die jungen MINTTalente selbstständig Experimente in drei Runden zu den folgenden Themen durch:

  • „Ins Blaue hinein! – Versuche mit Zaubermalstiften und Zaubertinten“
  • „Eine glänzende Erscheinung – Herstellung von Salzkristallen“
  • „Ins rechte Licht gerückt! – Bau eines Polarimeters und Experimente mit polarisiertem Licht“.

Laborgeräte als Preis

Dreimal pro Schuljahr wird Schülern eine Experimentieraufgabe zu einem naturwissenschaftlichen Phänomen gestellt, die die Schüler selbstständig zu Hause bewältigen können.

Experimente antworten

  • Wettbewerb

    Der bayerische Landeswettbewerb „Experimente antworten“ besteht seit dem Jahr 2003 und richtet sich in erster Linie an die Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 10 der rund 400 Gymnasien in Bayern. Ältere Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 und 10 können ebenfalls teilnehmen. Sie müssen dann neben den Experimenten Zusatzaufgaben bewältigen.

  • Arbeit

    Die Einsendungen müssen eine selbstständige Gestaltung erkennen lassen, die Bearbeitung darf maximal von einem Dreierteam erfolgen.

  • Jury

    Die Jury besteht aus 11 Gymnasiallehrerinnen und -lehrern der Fachbereiche Chemie und Physik, welche dreimal im Jahr aus ganz Bayern anreisen, die Leitung hat OStRin Linda Schmauß.

Besonders gute Ausarbeitungen werden mit Sachpreisen gewürdigt. Diejenigen, die sich bei allen drei Runden im Schuljahr außergewöhnlich erfolgreich beteiligt haben, werden zu einer Preisverleihung nach München ins Deutsche Museum eingeladen und erhalten den sogenannten Superpreis.

Die 54 Superpreisträgerinnen und -preisträger erhalten auch in diesem Jahr Laborgeräte, gestiftet von der Firma Hedinger. Diese fördert neben den Bayerischen Chemieverbänden, dem Verband der Chemischen Industrie und dem Deutschen Museum München den Wettbewerb seit vielen Jahren.

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