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Verkehr

Der Rufbus fährt

Am Dienstag wurde das Konzept des Rufbusses bei den Rodinger Verkehrsbetrieben vorgestellt. Der Bus fährt auf Zuruf.
von Thomas Mühlbauer

Harald Ederer, Manfred Janker, Thomas Ederer und Franz Reichold stellten das System vor. Foto: Mühlbauer
Harald Ederer, Manfred Janker, Thomas Ederer und Franz Reichold stellten das System vor. Foto: Mühlbauer

Roding.Längere Zeit wurde das Konzept des Rufbusses für den Bereich Roding erprobt. Nun wurde die Möglichkeit der Fortbewegung auch der breiten Öffentlichkeit am Dienstag vorgestellt. Hierzu erläuterte Thomas Ederer, Sachbearbeiter ÖPNV im Landratsamt Cham, zusammen mit dem Geschäftsführer der Städtischen Betriebe Roding, Manfred Janker, Bürgermeister Franz Reichold und Harald Ederer, einem der Fahrer des Rufbusses, das Konzept.

Thomas Ederer betonte: „Der Bus fährt nur, wenn der Kunde ihn braucht.“ Nicht verwechselt werden darf das Angebot mit dem Taxi-Sharing. So fährt der Bus nur zu gewissen Zeiten und feste Haltestellen an. Wenn kein Gast den Bus bestellt hat, dies muss mindestens eine Stunde im Vorfeld feststehen, fährt der Bus nicht.

Buchungen sind ganz einfach möglich: entweder per Telefon von 6.30 bis 21 Uhr oder über das Internet. Die Buchung kann für eine Fahrt erfolgen, aber auch regelmäßige Buchungen für Fahrten sind möglich. Manfred Janker zeigte sich überzeugt von dem neuen System: „Man sieht es ganz deutlich, es ist ein gutes Ergänzungsangebot zu den bereits bestehenden Verbindungen, vor allem am Wochenende. Auf den bekannten Strecken funktioniert es zudem bereits sehr gut.“

Thomas Ederer, vom Landratsamt machte auch bei der Vorstellung am Dienstag deutlich, dass viele Buchungen bislang telefonisch erfolgten, denn am anderen Ende des Hörers sitzen stets freundliche Menschen. Gleichzeitig dankte er den Rodinger Verkehrsbetrieben dafür, dass sie bereit waren, in das neue System mit einzusteigen.

Bürgermeister Franz Reichold zeigte sich ebenfalls überzeugt von dem Konzept, betonte aber: „Ohne unsere engagierten Mitarbeiter wäre das aber nicht machbar.“ Der Start bislang klappte geräuschlos. Sowohl Manfred Janker und Thomas Ederer als auch Bürgermeister Franz Reichold machten deutlich: „Wir bieten das System des Rufbusses für die Bürger an, so muss es auch von ihnen angenommen werden.“

Aus den bislang ersten Zahlen lasse sich herauslesen, so Thomas Ederer, dass Linien mit überregionaler Anbindung stärker nachgefragt werden. Vermutlich sind für die kürzeren Wege Alternativbeförderungen im Einsatz. Priorisiert nachgefragt wird der Bahnhofsanschluss; so erfolgen zahlreiche Buchungen mit einem Bahnhofsziel.

Ebenfalls komplett neu geplant wurde der Discobus – jetzt unter der Bezeichnung „Nachtschwärmer-Linie“, wie Ederer mitteilte – ein ganzheitliches Betriebssystem über alle Verkehrsträger, mit Rückgrat der Bahn, ergänzt durch Buslinien und abgerundet mit dem Rufbus.

So leistet sich der Landkreis Cham als einer der ganz wenigen Landkreise den Samstag-Nachtverkehr immer noch mit der Priorisierung, jungen Leuten eine sichere Fahrt ins Freizeitvergnügen zu ermöglichen.

Der Rufbus

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