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Bitte

Der Schirmherr ließ sich bitten

Die Aumbacher Freiwillige Feuerwehr suchte einen Schirrmherrn für ihr Gründungsfest im nächsten Jahr. Sie wurde fündig.
Von Anton Feigl

Der Festausschuss der FFW Aumbach mit Schirmherrn Josef Prem und Ehefrau Evi, Festmutter Nadine Kulzer, Festbraut Claudia Weinzierl und Bürgermeister Alois Hamperl.  Foto: Anton Feigl
Der Festausschuss der FFW Aumbach mit Schirmherrn Josef Prem und Ehefrau Evi, Festmutter Nadine Kulzer, Festbraut Claudia Weinzierl und Bürgermeister Alois Hamperl. Foto: Anton Feigl

Rettenbach.Vom 24. bis 27. Juli 2020 feiert die Freiwillige Feuerwehr Aumbach ihr 125-jähriges Gründungsfest. Doch dafür braucht es natürlich einen würdigen Schirmherrn. So machte sich der Festausschuss samt Festbraut und Festmutter, angeführt von den Aumbacher Musikanten Mia san de Andern vom Gerätehaus aus auf den Weg zu Josef Prem, wo sie bereits von Familie Prem, Bürgermeister Alois Hamperl, ehemaligen Weggefährten von Josef Prem und dessen Geschwistern erwartet wurden.

Dort angekommen trug Vorsitzender und Festleiter Michael Bauer dann das Anliegen der Wehr vor, „denn a wichtiger Mo, der geht no o“: „So wias de Sitt‘ is und da Brauch, g’hert zu so am Fest a Schirmherr auch. Oana der an guadn Draht zum Petrus hat und eam überstimmt, dass‘ vier Dog lang schee bleibt und koa Tropfa Reg’n ins Bier einerrinnt. Fia den Post’n ham mir glei denkt dro, ja fralle, der Sepp, des waar unser Mo. Mit Leib und Seel‘ hod er sich unserm Dorf und der Feierwehr verschrie’m, als Vorstand, Baustellenleiter und Dorfplatzmäher sich scho vul Zeit vertriem.

Festleiter Michael Bauer und Organisationsleiter Andreas Kerscher trugen ihre Bitte vor. Foto: Anton Feigl
Festleiter Michael Bauer und Organisationsleiter Andreas Kerscher trugen ihre Bitte vor. Foto: Anton Feigl

Drum kemma hejt zum Schirmherrnbitten. Sepp, mogst Schirmherr sa in unsrer Mitt’n? An Schirm hätt mir dir aa glei mitgnumma, doch soll der höchstens als Sonnenschirm zum Einsatz kumma. Fia d’Evi ham ma an Bleamlstrauß im Gepäck, als kloane Entschädigung fia des, dass da Mo is allweil weg. Ejtz gib da an Ruck, Sepp, und sog ‚ja‘, dann wird unser Festl 2020 ganz g’wiss wunderbar.“

„Wunderbar wird des Fest auf alle Fäll‘, aber ‚ja‘ sog i ned glei“, meinte Josef Prem und testete zunächst, wie gut der Festausschuss eigentlich über die Wehr Bescheid wusste. Er wollte wissen, wann das alte und das jetzige Feuerwehrhaus gebaut wurden, wie lang und wie breit dieses ist, wie hoch der Turm ist, wie das Auto heißt, welche Pumpe die Wehr hat, wie viele B- und C-Schläuche im Auto sind und wie viele Mitglieder die Wehr hat. N

achdem alle Fragen beantwortet waren, hatten die auserwählten Gruppen kein Problem, über ein Strahlrohr zwei Ballons mit Hilfe von Strohhalmen aufzublasen. Auch für Festmutter Nadine Kulzer und Festbraut Claudia Weinzierl hatte sich Familie Prem etwas einfallen lassen. Sie mussten aus Streichhölzern „Schirmherrnbitten FFW Aumbach 2019“ legen.

Bei der nächsten Prüfung war dann ebenfalls Teamwork angesagt. Hier sollten mit einem D-Schlauch drei Tennisbälle von Pylonen gespritzt werden. Normalerweise ist das ja kein Problem, doch die Wasserförderung hatte es dabei in sich. Ohne große Hilfsmittel musste das Wasser dafür über einen C-Schlauch bergauf zur Kübelspritze gefördert werden. Doch auch hier bewies die Aumbacher Wehr großen Zusammenhalt und konnte die Aufgabe mit Bravour erfüllen.

Schließlich betonte dann Josef Prem: „I sog auf jeden Fall ‚ja‘, des is eine große Ehre für mi, euer Schirmherr zu sein.“ Dann überreichte ihm Vorsitzender Bauer den Schirm – das Utensil der Macht – und ein Erinnerungsgeschenk. An Prems Ehefrau Evi überreichte er einen Blumenstrauß.

Nachdem dann gemeinsam auf ein schönes Fest angestoßen worden war, machte man sich auf den Weg ins Gerätehaus, wo bei gutem Essen und Getränken bis spät in die Nacht die Übernahme des ehrenvollen Amtes gefeiert wurde.

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