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Beerdigung

Der schwere Abschied von Marlies Vogl

Die Totenglocke läutete für die 84-Jährige aus Haibühl, die am 11. August friedlich entschlafen ist.
Regina Pfeffer

Marlies Vogl (+).  Foto: Regina Pfeffer
Marlies Vogl (+). Foto: Regina Pfeffer

Arrach.Zum Requiem für die Verstorbene hatte sich eine stattliche Trauergemeinde in der Pfarrkirche St. Wolfgang versammelt und sang zum Beginn der Messfeier gemeinsam das bekannte Lied „Wir sind nur Gast auf Erden“. Die weitere musikalische Umrahmung der Eucharistiefeier mit Liedern aus der Waldlermesse hatte ein Dreigesang mit Ewald Pirtzl, Ernst Neumaier und Evi Gierstl inne. „Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“, lauteten die Worte von Pfarrer Johann Wutz in Anlehnung an die Lesung, die von Thomas Haselsteiner vorgetragen wurde. Trauer und Schmerz über den Tod der Mutter, Großmutter, Angehörigen und guten Bekannten sei auf die Hinterbliebenen hereingebrochen, auch, wenn der Tod für die Heimgegangene eine Erlösung war vom Schmerz und Leid der letzten Lebensmonate.

Geboren wurde sie in Arrach am 25. November 1934 als Maria Elisabeth Held. In Arrach verbrachte sie auch ihre Kindheit. Am 13. Februar 1960 heiratete sie Franz Xaver Vogl aus Haibühl. Drei Söhne (Franz, Hans und Christian) wurden den Eheleuten geschenkt. „Marlies Vogl war ihnen eine gute Mutter und eine fleißige Frau“, so der Geistliche in seiner Trauerrede. Über 17 Jahre lang war sie als zuverlässige und verantwortungsbewusste Reinigungskraft bei der Gemeinde Arrach beschäftigt. Der Glaube hatte für Marlies Vogl einen hohen Stellenwert und die Gottesdienstteilnahme war ihr sehr wichtig. Vor fünf Jahren (August 2015) musste sie am Grab ihres Ehemannes Franz stehen. In der letzten Zeit fiel ihr der Kirchgang immer schwerer und so hat sie während der letzten Monate auch öfter die Krankenkommunion empfangen. Der Tod als Erlöser kam am Sonntag vor einer Woche, als sie im Krankenhaus Bad Kötzting für immer die Augen schloss. „So wollen wir in dieser Stunde Gott Danke sagen für all das, was anderen durch die Verstorbene geschenkt wurde“, sagte Pfarrer Wutz. Bei der Urnenbeisetzung auf dem Haibühler Friedhof erinnerte Trachtler-Vorsitzender Thomas Brandl an Marlies Vogl, die seit 1955 ein gern gesehenes Mitglied bei den „Riedlstoanan“ war. Dann legte er eine Blumenschale nieder, während sich die Fahne zum letzten Gruß senkte und die Blaskapelle einen Choral spielte. Zugegen war auch eine größere Abordnung des Frauenbundes Haibühl-Ottenzell, die ihrem verdienten Mitglied die letzte Ehre erwies. Bewegende Worte sprach Vorsitzende Maria Reiner am offenen Grab. Seit 1980 gehörte die Verstorbene dem Zweigverein an. Sie war sehr beliebt und mit ihrer stets fröhlichen Art erheiterte sie so manche Zusammenkunft. (krp)

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