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Kommune

Der Trend geht zu Kurzurlaub

Die Blaibacher ließen sich bei der Bürgerversammlung über Zahlen und Fakten der Gemeinde informieren und stellten Fragen.
Von Alexander Ziereis

Gäste bleiben durchschnittlich 3,2 Tage in Blaibach. Foto: Sven Hoppe/dpa
Gäste bleiben durchschnittlich 3,2 Tage in Blaibach. Foto: Sven Hoppe/dpa

Blaibach.Rund 45 Bürger fanden sich im Gasthaus Kiefl ein, um sich bei der Bürgerversammlung über aktuelle Themen in der Gemeinde zu informieren. Vizebürgermeister Josef Speckner begrüßte eingangs die erschienen Gemeindebürger und betonte, die Anwesenheit bei dieser Versammlung zeuge von dem Interesse am Geschehen in der Gemeinde Blaibach.

Beim ersten Punkt, Touristik und dem Fremdenverkehr, konnte Josef Speckner zwar von mehr Gästeankünften im Vergleich der Jahre 2017 (6629) zu 2018 (7533) berichten, jedoch sei die Anzahl der Übernachtungen von 2017 (24301) zu 2018 (24030) um 1,1 Prozent leicht zurückgegangen. Auch die Dauer des Aufenthalts der Gäste habe sich von durchschnittlich 3,7 Tage auf 3,2 Tage reduziert. Leider seien aber auch die Anzahl der Gästebetten vom Vorjahr auf 2019 von 229 (169 Betten im gewerblichen und 60 Betten im privaten Bereich) auf 223 (172 gewerblich, 51 privat) zurückgegangen, ließ der Vizebürgermeister wissen. Auch die Anzahl der Vermieter habe sich von 20 auf 18 reduziert. Stabil geblieben seien die 40 Stellplätze am Campingplatz in Kreuzbach.

Anerkannter Erholungsort

Deutlich sei zu spüren, dass der Trend hin zu Kurzübernachtungen gehe, hier sei sicherlich auch das Konzerthaus mit ein Auslöser, so der Redner. Leider musste mangels Zimmerkapazitäten der eine oder andere Gast auf Nachbargemeinden der Werbegemeinschaft verwiesen werden. Diese Werbegemeinschaft bestehe aus sieben Orten, die gemeinsam Werbeprospekte erstellen. Auch sei hier ein Gastgeberverzeichnis, ein Pauschalenkatalog oder eine Gästezeitung vorhanden. Mit weiteren Dingen wie Werbeflyer, Internetauftritten und weiteren Möglichkeiten werde aktiv um Urlaubsgäste geworben. Auch auf Messen sei die Werbegemeinschaft vertreten, so im kommenden Jahr auch auf der „Free 2020“. Grundsätzlich werde die heuer neu erstellte Internetseite der Gemeinde Blaibach sehr gut angenommen, ebenso die Prospektbox am Radweg in Kreuzbach, ließ der Vizebürgermeister wissen. Auch die beiden neuen E-Bikes, die über die Tourist-Info ausgeliehen werden können, seien eine nötige Investition gewesen. Speckner ging auch kurz auf die Prädikatisierung der Gemeinde im Herbst 2018 ein. Seither gelte der gesamte Gemeindebereich als „staatlich anerkannter Erholungsort“. Hierzu merkte der Redner an, dass ab 1. Januar 2020 eine neue Satzung in Kraft trete, wonach Kinder bis zum 15. Lebensjahr sowie Schwerbehinderte ab 70 Prozent und deren notwendige Begleitperson kurbeitragsfrei seien.

Fragen der Bürger

  • Bauplätze:

    Zum angesprochenen Thema fehlender Bauplätze betonte Bürgermeister Speckner, dass die Gemeinde hier in regem Kontakt mit möglichen Grundstückseigentümern sei. Jedoch sei derzeit noch kein konkretes Angebot für Kaufinteressenten vorhanden. Es gebe rund 60 Baugrundstücke in privater Hand, für die sofortiges Baurecht bestünde, jedoch habe die Gemeinde keinen Zugriff auf diese Grundstücke.

  • Gartenabfälle:

    Zur Zufahrt zum Lagerplatz für Holzige Gartenabfälle war bereits bei der letzten Bürgerversammlung der Wunsch nach der Verbesserung des Weges geäußert worden. Hier will die Gemeinde nochmals prüfen, in wieweit man nachhelfen könne.

Beim nächsten Punkt, dem Konzerthaus, blickte Josef Speckner kurz auf den Festakt zum 5-jährigen Bestehen zurück. Auch legte er nochmals die Aufteilung der Nutzung des Gebäudes dar. So habe sich Thomas E. Bauer verpflichtet, 50 Veranstaltung pro Jahr im Konzerthaus abzuhalten, die Gemeinde Blaibach bis 25 pro Jahr. Die laufenden Kosten liegen beim Betreiber Thomas E. Bauer. Die Gemeinde unterstützte den Kulturwald 2019 mit einem Kulturzuschuss von 10 000 Euro. Für gemeindliche Konzerte fallen keine weiteren Betriebskosten an, so Speckner. Das Interesse am Konzerthaus sei weiter sehr groß, wovon die bis zu drei Führungen pro Tag zeugen.

Bald noch mehr Konzerte?

Aus den Reihen der anwesenden Bürger kam jedoch die Anmerkung, dass die Parksituation bei Konzerten – vor allem in der Dorfmitte parkende Busse – noch verbesserungsbedürftig sei. Hier versprach Speckner nachzubessern. Er informierte auch auf Nachfrage, dass zwischen Thomas E. Bauer und der Gemeinde Blaibach ein auf 25 Jahre festgeschriebener Vertrag existiere, der jedoch nach einer Laufzeit von zehn Jahren die Änderung und Anpassung gewisser Rahmenbedingungen ermögliche. Derzeit sei aber die Nachfrage nach noch mehr – bis zu 90 – Konzertterminen pro Jahr durch Bariton Thomas E. Bauer vorhanden.

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