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Arnschwang/Nösswartling

Der Wald und seine Bewohner waren Thema

Vor allem über verschiedene Spechtarten wie Buntspechte, Schwarzspechte, Grauspechte und Wendelhalsspechte aber auch über diverse andere Tiere des Waldes referierte am Freitagabend Naturfotograf Ralph Sturm vom LBV Straubing im LBV-Zentrum, nachdem die zahlreich erschienenen Besucher von Kreisvorsitzendem Karl-Heinz Schindlatz begrüßt worden waren.
Julia Stoiber

Während des Vortrags wurden viele Bilder gezeigt.  Foto: Julia Stoiber
Während des Vortrags wurden viele Bilder gezeigt. Foto: Julia Stoiber

Arnschwang.Das Motto lautete „Nicht schlecht, Herr Specht“. „Diese Tiere müssen für etwas gut sein, wenn man sie so würdigt“, so Sturm.

Sobald Baumteile absterben, wachsen Pilze an diesen, wodurch das Holz weich wird und sich der Schwarzspecht eine tiefe Höhle bauen kann, indem er das Holz abmeißelt und dieses nach draußen befördert. Das Weibchen entscheidet schließlich, ob die Höhle bebrütet wird oder nicht.

Der Buntspecht dagegen restauriert alte Höhlen und brütet danach. Es dauert etwa 14 Tage, bis die Jungtiere voll befiedert sind. „Während diese beiden Spechte ihre Nahrung holen, in dem sie ins Holz klopfen, gehören der Grauspecht, der Grünspecht und der Wendehalsspecht zu den Erdspechten, die ihre bevorzugte Nahrung auf Wiesen oder Feldern finden“, erläuterte Sturm. Der Wendehalsspecht, der sehr laut sein kann, ist schwer zu finden, da er den Bäumen sehr ähnlich ist.

Nachfolger in den Spechthöhlen sind beispielsweise Haselmäuse, die zu den Bilchen gehören und vielen Feinden ausgesetzt sind. Aber auch viele Meisen wie Sumpfmeise oder Kohlmeise brüten in den gebauten Höhlen, da sie selbst nicht fähig sind, einen Bau zu zimmern. Der Kleiber, ein fleißiger und akrobatischer Singvogel, bewohnt gerne eine Schwarzspechthöhle. Des Weiteren erzählte Sturm von Riesenholzwespen, die Hornissen nachahmen, und von Girlitzen, die Wildsamen an ihre Jungtiere füttern. Während die Ameisen die Reiniger der Wälder sind, gestalten und verändern auch die Borkenkäfer die Wälder. Außerdem sind sie eine leichte Beute für Spechte.

Des Weiteren referierte Sturm über Ameisenspringspinnen und Wintergoldhähnchen. Diese Vogelart wird beispielsweise sehr wild und frech, wenn Konkurrenten kommen, um diese vertreiben zu können. Im obersten Bereich der Buchen überwintern verschiedene Arten von Faltern wie der Schillerfalter, der Edelfalter und der Trauerfalter.

Sturm erzählte außerdem von Sperbern und Habichten. Waldkäuze sind die Meister der Tarnung, tagsüber sehr gemütlich und nachts äußerst geschickte Jäger. Im Vortrag ging es auch um verschiedene Arten von Eulen, wie zum Beispiel um die Waldohreulen, die ihre Ohren spitzen, wenn sie gestresst sind, oder um die größte einheimische Eule, den Uhu, der wie auch die anderen geräuschlos fliegen kann und daher für seine Beute nicht wahrnehmbar sind. (fsj)

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