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Der Wald-Verein soll leben

Beim Stammtischtreffen in Furth im Wald ging es um den fehlenden Nachwuchs und Aktionen, um junge Leute zu gewinnen.

Der vierte Stammtisch des Wald-Vereins fand im Hotel Postgarten in Furth im Wald statt, wobei es allerdings an jungen Mitgliedern fehlte. Foto: kik
Der vierte Stammtisch des Wald-Vereins fand im Hotel Postgarten in Furth im Wald statt, wobei es allerdings an jungen Mitgliedern fehlte. Foto: kik

Furth im Wald.Nachwuchsmangel stand im Mittelpunkt des vierten Stammtisches, zu dem der Bayerische Wald-Verein ins Hotel Postgarten eingeladen hatte. Jugendwart und Vorsitzender in St. Englmar, Guido Haimerl, wollte den „Jugendmangel in Furth im Wald“ besprechen. Das Problem sei, dass Walter Spieß, Vorsitzender der Sektion Furth, keinen Nachfolger finde. Dass Jugendliche den „Woid-Verein“ bereichern würden, stehe außer Frage, denn nur durch nachfolgende Generationen werde der Verein verjüngt und bleibe dadurch erhalten.

Haimerl sagte, er setze auf „Präsenz außerhalb des Vereins“ und beteilige sich beispielsweise bei Dorffesten oder veranstalte jährlich einen Seniorenausflug. Für die jungen Mitglieder bietet er Aktionen wie etwa Kanufahren oder Schneeschuhwandern an. „Junge Leute sind unsere Zukunft und sie sollen unsere Dorfgemeinschaft mitbeleben“, meinte Haimerl. Deshalb werde am 28. Oktober in Glashütt erneut ein Kulturwettbewerb organisiert, der für alle Altersgruppen gedacht sei und in die Kategorien Fotografie, Malerei und Lyrik/Prosa eingeteilt werde.

Haymo Richter, der im Kultur- und Presseausschuss des Vereins ist, bezeichnete die Situation als „gesellschaftliches Problem“, denn die Jugendlichen hätten oft keine Zeit und studierten oder machten eine Ausbildung nicht in unmittelbarer Nähe.

Auch der 2. Vorsitzende des Hauptvereins und Vorsitzende der Sektion Blaibach, Markus Kerner, sieht das Problem in Furth ähnlich. Er setze sich beispielsweise für ein neues Schutzhaus in Falkenstein ein, das vor allem für die nächsten Generationen gebaut werde, so Kerner. Und er sehe es als Aufgabe, die derzeit 59 Sektionen zu pflegen und durch seine Anwesenheit zu demonstrieren, dass er präsent sei und jederzeit zur Hilfe bereitstehe. Das Motto „Der Waldverein lebt“ solle mehr publik gemacht werden und die Angst, Mitglied oder Vorsitzender zu werden, müsse Interessierten genommen werden. Zudem könne man mehrere Sektionen zusammenschließen anstatt sie aufzulösen oder Modernes mit Bewährtem verbinden.

Eine Idee des Jugendwarts Guido Haimerl ist es, Aktionen wie Geocaching zu veranstalten, um neuartiges GPS mit konservativem Rausgehen zu verknüpfen. Furth hätte grundsätzlich optimale Bedingungen mit den Felsengängen, dem Flederwisch oder dem Wildgarten, wo zahlreiche Aktivitäten für Jugendliche möglich wären.

Der Further Vorsitzende Walter Spieß zeigte sich enttäuscht, weil zum Stammtisch keine jungen Interessierten gekommen waren. Doch genau dies zeige, dass etwas getan werden müsse, damit der Wald-Verein weiter- besteht. Denn laut den Vorsitzenden sei es dieser auf jeden Fall wert. (kik)

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