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Musik

Der Wetterfelder Singkreis legt los

Im Rodinger Ortsteil ist ein Chor aus der Taufe gehoben worden. Ziel ist es, künftig besondere Gottesdienste zu gestalten.
Von Thomas Mühlbauer

Musik im Feuerwehrhaus: In Wetterfeld wurde kürzlich ein Singkreis gegründet, der schon fleißig probt. Foto: Thomas Mühlbauer
Musik im Feuerwehrhaus: In Wetterfeld wurde kürzlich ein Singkreis gegründet, der schon fleißig probt. Foto: Thomas Mühlbauer

Roding.Wer am Montagabend am Feuerwehrhaus in Wetterfeld vorbeikommt und dort „Dü–Dü–Dü“ singen hört, der wird mitunter neugierig und schaut, was hier los ist. Wer dann einen Blick durchs Fenster wirft, sieht, das in den vier Wänden etwas Großes entsteht. Dort wird nämlich fleißig geprobt: Die Wetterfelder haben es gewagt und einen Singkreis gegründet, der künftig Gottesdienste umrahmen soll.

Einige Frauen und Männer treffen sich seit kurzem einmal in der Woche, um zu singen. Leiterin ist Verena Ziereis, die viele Jahre Dirigentin der Jugendblaskapelle der Feuerwehr Neukirchen-Balbini gewesen ist. Sie begleitet den Singkreis am Keyboard und übernimmt die Koordination, damit die Stimmen in die richtige Tonlage kommen. Die Männer wünschen sich wohl lieber ein kühles Helles zum Start – die Leiterin hat aber eine ganz eigene Idee. Denn auch in der Musik gibt es perfekte Übungen zum Warmmachen – nämlich für das Zwerchfell.

Einatmen und ausatmen

Ist das Zwerchfell einmal auf Touren gebracht, geht es weiter mit Atemübungen: Einatmen und durch den Mund wieder ausatmen. So ist dabei schon zu hören, wie die Stimme wärmer wird. Doch eine Übung hat Verena Ziereis am Montagabend dann für die Mitglieder des Wetterfelder Singkreises noch im Petto: Die Tonleiter wird einmal rauf und runter gesungen – und mit einem Dü–Dü–Dü endet auch die letzte Übung, bevor es richtig losgeht. Den Fokus hat man bei den Liedern auf die Kirchenmusik gelegt. Ziel sei es – sofern die Proben Früchte tragen –, Gottesdienste zu umrahmen. Gesungen wird auch zweistimmig, wenn sie Männer- und Frauenstimmen teilen.

Leiterin Verena Ziereis gibt den Takt vor.Foto:Thomas Mühlbauer
Leiterin Verena Ziereis gibt den Takt vor.Foto:Thomas Mühlbauer

Doch aller Anfang ist schwer, gerade bei noch unbekannten Stücken. Allerdings hat Verena Ziereis ein Gespür dafür, lobende Worte an der richtigen Stelle zu verteilen. „Wird schon besser“, ermuntert sie die Chorteilnehmer nach guten Liedpassagen. Denn das Schwierigste am Anfang sei es, mehrere Stimmen zusammenzuführen. „Ich habe in der Schule schon gerne gesungen. Ich war auch Mitglied im Schulchor, aber das liegt jetzt auch schon wieder etliche Jahre zurück“, lässt die Leiterin des Wetterfelder Singkreises im Gespräch mit dem Bayerwald-Echo wissen.

Es sei keine schnelle Entscheidung gewesen, den Wetterfelder Singkreis aus der Taufe zu heben. „Wir sind um Weihnachten im vergangenen Jahr beim Kameradschaftsabend der Feuerwehr zusammengesessen und haben dann darüber geredet“, berichtet sie. Nach dem die Idee lange gereift ist, hat man sich Anfang Oktober dazu entschlossen, Nägel mit Köpfen zu machen und sich zu den wöchentlichen Chorabenden zu treffen. Die Resonanz ist positiv, denn der Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses ist jeden Montag gut gefüllt. 15 bis 16 Männer und Frauen kommen jeweils zu den Proben.

Der neue Singkreis:

  • Mitglieder:

    Aktuell zählt der Wetterfelder Singkreis zwischen 15 und 16 Mitglieder, die sich jeden Montag ab 19 Uhr im Feuerwehrgerätehaus zu den Proben treffen. Diese dauern meistens 90 Minuten, in denen auch der gesellige Teil und der Ratsch, nicht zu kurz kommen sollen. Jederzeit sind neue Sänger/innen eingeladen, mitzumachen. Auch Männer dürfen sich melden.

  • Ablauf:

    Die Chorproben laufen oft nach einem bestimmten Schema ab. Bevor man in die Liedtexte einsteigt, muss die Stimmen „warm gemacht“ werden. Dies gelingt am besten mit Übungen für das Zwerchfell und die Atmung. Gesungen werden vor allem kirchliche Lieder. Ziel des neuen Singkreises ist es, schon an Weihnachten das erste Mal öffentlich im Rodinger Ortsteil aufzutreten. (rtn)

Gesungen werden hauptsächlich Kirchenlieder, auch ältere Stücke, die nicht mehr so bekannt sind. Und erste Fortschritte sind bereits „hörbar“, auch wenn klar ist, dass aller Anfang schwer ist und bis zu einem möglichen ersten Auftritt vor großem Publikum sicherlich noch ein weiter Weg vor den Mitgliedern des neuen Singkreises liegt. „Ich habe natürlich auch keine großen Chorerfahrungen. Deshalb braucht es natürlich Zeit, bis wir uns aufeinander eingespielt haben“, so Ziereis.

Männerstimmen sind gefragt beim Singkreis

Zunächst einmal gilt es, herauszufinden, was man alles singen kann. Dabei zählt für jeden Chor, dass man viele unterschiedliche Stimmen braucht, so auch beim Wetterfelder Singkreis. „Jeder, der gerne mitsingen möchte, ist eingeladen, vorbeizukommen“, sagt Ziereis. Auch Männer, denn männliche Stimmen könne man in einem Chor nie genug haben.

Wo man den Wetterfelder Singkreis überall zu hören bekommen wird, darüber hat man sich bislang noch keine Gedanken gemacht, tritt Verena Ziereis etwas auf die Euphoriebremse: „Am Anfang werden wir uns auf besondere Gottesdienste in Wetterfeld beschränken, später kann es aber durchaus auch mal aus dem Ort hinausgehen.

Und wer nun neugierig geworden ist, der ist zu einer der nächsten Chorproben eingeladen, die immer am Montag ab 19 Uhr im Gerätehaus stattfinden. „Mit dem Wetterfelder Singkreis möchten wir etwas aufbauen. Das soll schon eine längere Angelegenheit werden“ macht Verena Ziereis deutlich.

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