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„Des Jahr hot wirklich guad passt!“

Lediglich die Schnelligkeit, mit der die Zeit vergeht, stört den Bäff. Er will sie für alle, die ihm begegnen, „a bissl lustiger“ gestalten.
Von Josef Piendl

Der Bäff wünscht sich mehr Menschlichkeit und öfter mal ein Lächeln.

Trasching. Alljährlich zum Jahresende setze ich mich mit meiner Frau Veronika und den Söhnen Michael und Stefan zusammen, und wir lassen das abgelaufene Jahr Revue passieren. Vorausschauend auf das kommende Jahr können wir seit Jahren sagen: „Es braucht net besser wern, und wenn’s a so bleibt, nachat passt’s!“ Genau das kann ich auch wieder für das Jahr 2013 sagen. Hot wirklich guad passt! Gesundheitlich, familiär, beruflich und von großen Rückschlägen und Prüfungen verschont.

Päpstlicher als der Papst

Aber eines stört mich immer mehr, das ist die Schnelligkeit, wie die Jahre vergehen. Kaum denkt man an Silvester, wir haben wieder ein langes Jahr vor uns, ist es auch schon wieder vorbei. Natürlich ging’s mir 2013 auch wieder so, und eigentlich kommt’s mir von Jahr zu Jahr schneller vor.

Sicherlich liegt es an der Hektik unserer Zeit und an den vielen Terminen. Man hangelt sich doch das ganze Jahr von einem Termin zum anderen. Sei es privat, im Beruf oder im Ehrenamt. Und wenn ich mir meinen Terminplan für das kommende Jahr anschaue, kann ich mir schon vorstellen, wie es 2014 ungefähr läuft. Geplant und verplant ist da schon viel, aber ob es auch so kommen wird, schau ma a mal! Denn zum Beispiel nur eine Unaufmerksamkeit im Straßenverkehr oder eine negative Arztdiagnose und schon läuft das Jahr ganz anders.

Was mich aber 2013 auch wieder geärgert hat: Dass wir in Deutschland immer päpstlicher sind als der Papst. Egal welche Verordnung, egal welcher Verstoß oder auch nur ein Fehler: Manchmal wünsche ich mir, dass der „Obere“ einfach mal ein Auge zudrückt, nicht gleich mit einer Strafe oder einem Gericht droht und ein bisschen mehr Menschlichkeit einkehrt. Eine Belehrung, ein Lächeln und ein „Beim nächsten Mal, do hot’s de owa!“ täte sicherlich auch manchmal reichen.

Weltweit finde ich es schon verwunderlich, dass auch die diesjährige Weltklimakonferenz wieder wenig gebracht hat. Schon komisch, seit 1979 gibt es diese Zusammenkunft zum Abbau des CO2-Ausstoßes und genau in diesen Jahren hat sich der CO2-Ausstoß mehr als verdoppelt. Und wenn man die weltweiten Naturkatastrophen anschaut, dann dürfte da mal Bewegung rein.

Aber jetzt doch zu meinem Jahr 2013. Gesundheitlich schaut’s noch recht gut aus. Bei meinen wenigen Arztbesuchen gab’s keine Auffälligkeiten, und ich durfte im September zum 100. Mal Blutspenden. Also bin ich noch einigermaßen gut beinander. Beruflich lief es auch sehr gut. Ich habe bayernweit wieder bei interessanten Auftritten die Leute unterhalten dürfen und zum Lachen gebracht. Es ist einfach ein wunderbares Gefühl, wenn man merkt, der Zuhörer kann abschalten, die Alltagssorgen vergessen und einfach einmal die Seele baumeln lassen.

Wobei ich aber nicht nur abendfüllende Konzerte oder „Bayerisch pur“ mit den Tanngrindler Musikanten gebe, sondern auf vielen Festen und Feierlichkeiten als Humorist und Gstanzlsänger auftrete. So war ich heuer unter anderem am Gäubodenvolksfest, am Karpfhamer Volksfest, am Barthlmarkt Oberstimm und auf der Landesgartenschau Tirschenreuth genauso wie im Hofbräuhaus, beim Tourismus Award und auf einem Schiff am Tegernsee. Da ist eine schöne Abwechslung angesagt, und jeder Auftritt verläuft anders, weil ich mit viel Spontaneität arbeiten muss.

Mit Veronika unterwegs

Stärken tut mich bei meinen Auftritten meine Frau Veronika. Sie ist praktisch immer dabei und unterstützt mich, wo es nur geht. Sie hält sich zwar immer im Hintergrund, ist aber da, wenn ich Unterstützung brauche. Nach einem Auftritt sagte heuer einer zu uns: „Ihr kemmt’s ma vor wia Christian Neureuther und Rosi Mittermeier. Weil de sehgt ma a allweil mitanand und kon ses einzeln gor net vorstell’n.“ Das hat uns gefreut, denn genau so is’, und soll’s auch bleiben. Auch die Fernsehpräsenz war heuer sehr groß. Es fing an mit meinem Auftritt beim Hirzinger. Mein Lied „Wos is denn des? Des is ja gor nix!“ wurde zu einem Ohrwurm und ist jetzt überall bekannt.

Die Vorstadthochzeit vom Hofbräuhaus und der Krimi Soko 5113 wurden wiederholt, und der BR und TVA drehten ein Portrait. Und die Jacob-Weißbier-Werbung läuft auch ganzjährig. Auch Bayern 3 spielte bei den Frühaufdrehern mehrere meiner Lieder als Ohrwurm des Tages.

Gut fand ich, dass ich auch 2013 meinen Hobbys einigermaßen nachgekommen bin. Holz hab’ ich genug gemacht, mein 19er Fendt-Geräteträger fuhr es heim, und die Holzschupfa ist voll.

Das Radlfahren mache ich natürlich mit großer Freude, hilft zwar kaum gegen mein Gewicht, ist dafür aber gut für mein kreuzbandgeschädigtes Knie und den Bluthochdruck. Obwohl, den haut’s bei meiner Lieblingsfußballmannschaft sowieso wieder durcheinander. Ich bin ja schon ein Freund aller bayerischen Mannschaften, aber der SSV Jahn Regensburg ist mir seit der Kindheit besonders ans Herz gewachsen.

Und wer sich da a bissl auskennt, der weiß, dass heuer die Rückrunde in der 2. Bundesliga schon hart war, und wir abgestiegen sind. Aber wenn’s beruflich und familiär gut läuft, dann hält man sportliche Niederschläge schon aus. Wer in letzter Zeit vielleicht mal im Jahnstadion war, der hat gehört, dass da seit September mein „Jahn-Lied“ läuft! Für mich eine große Ehre, und es scheint auch Glück zu bringen, denn die Mannschaft ist sehr heimstark geworden.

Gute Wünsche für 2014

So, liebe Leser, zum Schluss möchte ich allen ein gesundes, erfolgreiches gesegnetes und gutes Jahr 2014 wünschen. Vielleicht sieht man sich ja bei einem meiner Auftritte. Und ich verspreche Ihnen, ich werde wieder versuchen, das kommende Jahr für alle, die mir begegnen, a bissl lustiger und humorvoller zu gestalten!

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