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Stadtrat

Deuringer baut Produktion in Furth aus

Das Unternehmen wird eine Lagerverkaufsfläche künftig als Produktionshalle nutzen und weitere Mitarbeiter einstellen.
Von Evi Paleczek

Es freut ihn, dass ein Further Betrieb seine Produktion vor Ort ausbaut und weitere Arbeitsplätze schafft, betonte Bürgermeister Sandro Bauer. Foto: Paleczek
Es freut ihn, dass ein Further Betrieb seine Produktion vor Ort ausbaut und weitere Arbeitsplätze schafft, betonte Bürgermeister Sandro Bauer. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Der Stadtrat hat in seiner Sitzung am Mittwochabend im Rathaus unter anderem dem Antrag der Firma Deuringer auf Nutzungsänderung einer Lagerfläche zu einer Produktionshalle und Errichtung einer Werbeanlage sein Einvernehmen erteilt. Es freue ihn, dass es gelungen sei, für einen Further Betrieb vor Ort eine Erweiterungsmöglichkeit zu finden, sagte Bürgermeister Sandro Bauer.

Zu behandeln hatte der Stadtrat einen weiteren Bauantrag von Wolfgang Deuringer. Der Unternehmer möchte an der Fassade des Büro- und Geschäftshauses mit Wohnungen in der Tradtstraße bis über das zweite Obergeschoss reichende neue Werbeflächen errichten. Laut Stadtbildgestaltungssatzung seien Werbeanlagen dort auf das Erdgeschoss zu beschränken, informierte die Verwaltung, plädierte aber dafür, das Einvernehmen zu erteilen. Eine Werbeanlage sei für die beteiligten Firmen zur Erhöhung der Wirtschaftlichkeit sinnvoll und notwendig, zumal das Gebäude bereits zuvor eine entsprechende Anlage aufgewiesen hatte. Die geplante Werbung sei im Verhältnis zum Haus nicht überdimensioniert und passe von der Farbgebung. Das Gebäude stelle keine städtebauliche oder ortsgeschichtliche Besonderheit dar, die besonders schützenswert wäre.

Satzung wird geändert

Oskar Mühlbauer plädierte dennoch dafür, mit Deuringer zu sprechen, ob nicht eine weniger große Anlage genüge, auch im Hinblick auf eine Bezugsfallwirkung. Die Stadtbildgestaltungssatzung habe ja einen Sinn. Es sei begrüßenswert, dass das Gebäude aus den 70er Jahren hergerichtet werde, meinte der Bürgermeister. Wegen der Bezugsfallwirkung wies er darauf hin, dass die Stadtbildgestaltungssatzung demnächst geändert werde. Andreas Roder gab zu bedenken, dass in noch größerer Nähe zur Innenstadt ein Netto mit entsprechenden Werbeflächen entstehe. Warum sollte ein Further Unternehmer an dem Standort dann nicht großflächig werben dürfen. Es werde schließlich etwas geschaffen.

Einvernehmen für Bauanträge

  • Florian Baumann:

    Antrag auf Vorbescheid für den Neubau eines Geräteschuppens in Klöpflesberg; eine Gegenstimme von Oskar Mühlbauer

  • Josef Dirscherl:

    Antrag auf Neubau einer Hackschnitzelanlage mit Garage und Getreidelager in Kühberg

  • Schrödl Immobilien GmbH:

    Antrag auf Neubau eines Dachstuhls in der Kreuzkirchstraße

  • Dimpfl Bräu:

    Die Verwaltung informierte, man habe einen Antrag auf Errichtung einer Biergartenüberdachung vor der Festhalle genehmigt.

Im Hinblick auf die Bezugsfallwirkung betonte er aber, die Stadt müsse in sämtlichen Fällen ihre Entscheidungsfreiheit behalten. In die gleiche Kerbe stieß Andrea Pohmer. Wenn ein Further Unternehmer vor Ort investiere, solle man dies unterstützen soweit möglich. Der Antrag von Deuringer erhielt mit einer Gegenstimme von Oskar Mühlbauer das Einvernehmen.

Das Gremium erteilte zudem dem Vorbescheidsantrag von Ludwig Römisch auf Neubau eines Wohnhauses mit Doppelgarage im Eschenweg sein Einvernehmen – mit einer Bedingung. Oskar Mühlbauer hatte angeregt, die Zustimmung an die Schaffung eines Wendehammers zu knüpfen.

Der Stadtrat bestätigte in seiner Sitzung auch die neuen Mitglieder des Jugendbeirats. Foto: Julia Altmann
Der Stadtrat bestätigte in seiner Sitzung auch die neuen Mitglieder des Jugendbeirats. Foto: Julia Altmann

Der Stadtrat berief im Zuge der Sitzung auch die neuen Mitglieder des Jugend- sowie des Seniorenbeirats. Aus diesem scheiden Christiane Macharowsky und Roland Kies aus, neue Mitglieder sind Hannelore Spieß und Karl Heinz Hausladen.

Blaues Haus hat gelbe Läden

Im Hinblick auf das Bürgerfest am 15. September erließ das Gremium eine entsprechende Verordnung bezüglich eines verkaufsoffenen Sonntags von 11 bis 16 Uhr. Der Bürgermeister informierte zudem über die überörtliche Prüfung der Jahresrechnungen 2009 bis 2014 im Hinblick auf Bauausgaben durch den Bayerischen Kommunalen Prüfungsverband. Die stichprobenartige Prüfung hatte sich auf das Prüfungsfeld Wasserwirtschaft sowie die Generalsanierung und den Teil-Neubau der Grund- und Mittelschule und den Umbau der Kläranlage konzentriert. Es habe keine Feststellungen von grundsätzlicher Bedeutung oder mit finanziellen Auswirkungen gegeben, lediglich Hinweise und Empfehlungen, die künftig zu beachten seien.

Unter dem Tagesordnungspunkt „Anfragen“ sprach Oskar Mühlbauer das blaue Haus in der Bahnhofstraße an, das nun gelbe Fensterläden bekommen habe. Er wollte wissen, was die Stadt diesbezüglich unternehmen wolle. Man habe umgehend Rückfrage beim Landratsamt gehalten, teilte Bauamtsleiter Josef Beer mit, aber noch keine Antwort erhalten.

Den Brechhäuserweg richten

Mühlbauer kritisierte zudem, dass die Fahrt zur Gartenschau nach Wassertrüdingen an einem Montag und nicht am Wochenende stattfinde. Das wäre besser für Berufstätige, außerdem hätten Familien mit Kindern mitfahren können. Im Hinblick auf den Drachenstich und die Zeit davor habe sich kein passender Wochenend-Tag mehr gefunden, sagte Bauer. Und die Gartenschau ende bereits Anfang September.

Man könne es bei so einer Fahrt nicht jedem recht machen. Zudem wies er darauf hin, dass es sich um eine wichtige Informationsfahrt und nicht um etwas wie einen Vereinsausflug zum Spaß handle. Auch würden dort die Geschäftsführer durch das Gelände führen, die an keinem Wochenend-Tag mehr Zeit gehabt hätten, fügte Beer hinzu. Günter Stelzer erkundigte sich nach der Erweiterung des Industriegebiets an der Dr.-Georg-Schäfer-Straße. Es werde wohl einen Änderungsbeschluss geben, kündigte Bauer an. Man habe eine zunächst nicht zum Verkauf stehende Fläche aus dem Bebauungsplan herausnehmen wollen, der Eigentümer sei nun vielleicht aber doch bereit, das Grundstück herzugeben.

Marie-Luise Schneider sprach den schlechten Zustand des Brechhäuserwegs in Ränkam an. Auf einer Länge von 200 bis 300 Metern sei dieser löchrig und total kaputt. Man werde das auf die To-do-Liste setzen, sagte Bauer.

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