MyMz
Anzeige

Partnerschaft

Deutscher Kultur verbunden

Ungarische Delegation weilte zu Besuch in Roding. Eine Ausstellung im Rathaus gibt Aufschluss über den Austausch.
Josef Kneitinger

  • Die Sängerinnen des Chores Liederschatz sind dem deutschen Kulturgut sehr verbunden und gaben eine Kostprobe. Fotos: Kneitinger
  • Auch ungarische Trachten konnte man bewundern.

Roding.Seit über zehn Jahren besteht mit dem XVIII. Bezirk der ungarischen Hauptstadt Budapest Pestzentlörinc-Pestzentimre eine Städtepartnerschaft. Was ist seitdem geschehen in all den Jahren, welche Begegnungen und Höhepunkte gab es? Darüber gibt eine Ausstellung im Rodinger Rathaus Aufschluss, die im Obergeschoß aufgebaut ist und in der nächsten Zeit zu sehen sein wird. Bürgermeister Franz Reichold begrüßte jetzt auch eine 34-köpfige ungarische Delegation im Rathaus und freute sich, dass im Rahmen der Feierlichkeiten 1175 Jahre Stadt Roding die Beziehungen mit dem XVIII. Bezirk mit einer Ausstellung unterstrichen werden.

Von den Anfängen bis in die Gegenwart werden Fotos, Zeitungsberichte an Stellwänden präsentiert, die diese Zeit mit all ihren Höhepunkten präsentiert. Ob Roding International, Volksfest, Neufahrsempfang in Roding, ob Nationalfeiertag oder andere Feste in Ungarn, von all dem kann der Betrachter einen guten Eindruck gewinnen. Außerdem stellen die deutsche Minderheit, der deutschstämmige Bürgerverein und die Nationalitäten-Selbstverwaltung der Ungarndeutschen ihre Projekte mit Stiftungen vor.

Der Verein deutschstämmiger Bürger in Pest Sankt Laurenz – Pest Sankt Emmerich wurde im Jahr 1997 in der roten Schule mit dem Ziel gegründet, Familien und Einzelpersonen mit deutscher Abstammung im Stadtbezirk zu verbinden und ihre Identität zu stärken und er steht in enger Zusammenarbeit mit Grundschulen und Kindergärten, bei denen die Deutsche Sprache gefördert wird.

Hier werden auch besonders deutsche Sitten und Traditionen gefördert, die von Deutschland mitgebracht wurden, wie z.B. Ostereier suchen, oder Lesenächte für die 1. bis 4. Klassen, bei denen vor allem deutsche Bücher vorgestellt und aus ihnen vorgelesen wird, ebenso ein Martinszug. Reichold bedankte sich auch im Namen des Stadtrates, dass die Delegation mit ihren Trachten gekommen ist und auch einige davon mit ausgestellt sind. Weiter sagte der Bürgermeister, an der Dauerausstellung, könne man auch ablesen, dass es auch schon früher Wirtschaftsflüchtlinge gegeben hat. Deutsche seien früher nach Ungarn gegangen, weil damals die Rahmenbedingungen gepasst hätten.

Der Chor Liederschatz gab anschließend aus seinem Repertoire von insgesamt 250 Liedern mit seinen neun angereisten Sängerinnen fünf Lieder zum Besten, angefangen von einem ungarisch-deutschen Lied über ein Morgenlied und zwei Liebeslieder bis zu einem Heimatlied.

„Heute früh war es ein wenig bewölkt, aber als sie gekommen sind, ist die Sonne aufgegangen“, so Reichold und er bedankte sich gleichzeitig beim Chor für den schönen Gesang und die Auswahl der Lieder.

Mitglieder der Delegation: Dirk Sunkel (Dolmetscher und Vorsitzender der Deutschen Minderheit im XVIII. Bezirk); Dr. Zsoltan Sagi ( Stiftungsvorsitzender der Roten Schule „Piros Iskola“ und 2. Vorsitzender des deutschen Bürgervereines NPE); Andreas Nagy (1. Vorsitzender des Deutschen Bürgervereins NPE); Dr. Szabo Zsuzsanna Nagyne, Leiterin des Chores „Liederschatz“; Edith Kesz (Mitglied des Chores und Dolmetscherin) (rjk)

Partnerschaft

  • Chor: Der Chor Liederschatz mit seinen 19 Mitgliedern, die sich durch Herkunft, Beruf oder Privatleben mit der deutschen Kultur verbunden fühlen. Er wurde 2006 von Musikfreunden mit dem Ziel der Traditionspflege gegründet.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht