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Jubiläum

Diamantene Hochzeit der Eheleute Geiling

Maria und Jürgen Geiling sind seit 60 Jahren verheiratet. Das feierten sie im großen Gratulanten-Kreis.
von Monika Kammermeier

Maria und Jürgen Geiling (Mitte) mit Familie, Bürgermeisterin und Stadtpfarrer  Foto: Monika Kammermeier
Maria und Jürgen Geiling (Mitte) mit Familie, Bürgermeisterin und Stadtpfarrer Foto: Monika Kammermeier

CHAM.Am Samstag kamen Verwandte und Freunde zum Teil von weit her, um mit Maria und Jürgen Geiling den 81. Geburtstag der Jubilarin und den 60. Hochzeitstag des Paares zu feiern. Bürgermeisterin Karin Bucher gab sich ebenfalls die Ehre. Pfarrer Dieter Zinecker segnete das Paar in einer Andacht und gab die Krankenkommunion für Maria Geiling.

„Bei uns ist es Tradition, an seinem Geburtstag zu heiraten“, sagte die jüngste Tochter Elisabeth Geiling-Plötz. Bisher hätten all die so geschlossenen Ehen gehalten. Bei ihren Eltern sei es Liebe auf den ersten Blick gewesen, denn nach einem halben Jahr waren sie sich einander sicher und heirateten in der Jakobskirche bei Pfarrer Benedikt Rucker. Die Jubilarin ist in Cham aufgewachsen. Ihren Mann, geboren in München, aufgewachsen in Passau, lernte sie in Amberg auf einem Faschingsball kennen. Er arbeitete zu der Zeit dort.

Ihr Haus bauten sie sich in der jetzigen Pfarrer-Lukas-Straße. Damals gab es diese Straße noch nicht. Sie arbeiteten Seite an Seite in ihrer Kanzlei in der Goethestraße. Er als Steuerberater, sie führte das Sekretariat. Inzwischen gehören die Kanzleien in Viechtach, Oberviechtach und Kelheim dazu.

Die Eheleute haben zusammen drei Kinder – Christian, Jürgen und Elisabeth, sieben Enkelkinder, einen Urenkel, und ein Urenkelchen ist unterwegs. Zu ihren gemeinsamen Hobbys gehörte das Reisen. Zu Hause wurde „voll Stoff“ gearbeitet, damit sie in ihrer freien Zeit Kultur tanken konnten. Zudem sahen sie sich gerne Ausstellungen an und waren große Opernfreunde. So waren sie in der Mailänder Scala, in Petersburg, am Nordcap, fuhren mit der transsibirischen Eisenbahn, oder mit dem Zug durch Polen, um nur weniges zu nennen. Die Eltern wollten etwas sehen und erleben. Daneben interessiere sich der 83-jährige sehr für Geschichte und sei ein wandelndes Lexikon, so die Tochter.

In jungen Jahren lebte Jürgen Geiling mit seiner Familie und den drei Brüdern in Bad Tölz. 1936 geboren, waren sie Kriegskinder und sahen an klaren Tagen München nach den Luftangriffen brennen. Pfarrer Dieter Zinecker informierte, dass man bei Stadtarchivar Timo Bullemer nachblättern könne, wie es in Cham 1959 war. Eine ganz andere Zeit eben. Die Eheleute könnten auf wichtige Ereignisse zurückblicken, hätten Frohes und Schweres zusammen durchgestanden und sich immer wieder neu gefunden. Sie hätten immer auch mit der Kirche gelebt, sagte Zinecker. Er segnete den Bund der beiden, indem er ihre Hände ineinander legte und seine Stola darüberdeckte. Vertraut streichelte Geiling dabei die Hand seiner Frau. Sie erhielt die Krankenkommunion. Seit etwa drei Jahren ist sie wegen der Parkinsonschen Krankheit an Rollstuhl und Bett gefesselt. Ihr Mann Jürgen pflegt sie und kümmert sich zusammen mit der Tochter und dem Pflegedienst liebevoll.

Das Jubelpaar

  • Beruf:

    Das Paar hatte die Steuerkanzlei in der Goethestraße aufgebaut. Mit den Kanzleien in Viechtach, Oberviechtach und Kelheim beschäftigten sie bis zu 60 Personen. Inzwischen haben Sohn Christian und Enkel Stefan übernommen.

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