MyMz
Anzeige

Feier

„Die Althütte ist unser ganzer Stolz“

Gemeinschaft St.Georg feierte 50-jähriges Bestehen der Jugendfreizeitstätte, die aus einem Austragsbauernhaus hervorging.
Von Maria Frisch

Diözesankurat Bernhard Reber freute sich, das Jubiläum mit einem Gottesdienst zu begehen. Foto:kfl
Diözesankurat Bernhard Reber freute sich, das Jubiläum mit einem Gottesdienst zu begehen. Foto:kfl

Lohberg.„Die Althütte ist unser ganzer Stolz. Das beweist auch die große Investitionsbereitschaft“, betonte der Vorsitzende der Betreiber, Alois Auer, in seinen Begrüßungsworten zur Jubiläumsfeier am Sonntag im Festzelt.

„Wichtig ist, dass die Einrichtung noch genau so gefragt ist, wie vor 20, 30 oder 40 Jahren – egal unter welcher Führung, welchem Hüttenverwalter sie stand“, so die Führungskraft der Gemeinschaft „St. Georg“. Alois Auer dankte den vielen Gästen, die kamen, um den Tag mit alten Weggefährten, Freunden und Bekannten zu verbringen.

Der Vorsitzende der Betreiber, Alois Auer, zapfte an.Foto:kfl
Der Vorsitzende der Betreiber, Alois Auer, zapfte an.Foto:kfl

Der Vorsitzende zitierte das alte Sprichwort „Das Zusammenleben ist kein Fertighaus, sondern ein Gebäude an dem ständig konstruiert und repariert werden muss. Er dankte Franz und Mathilde Huber sowie der Nachfolgegeneration Klaus und Kerstin Huber für die Überlassung der Althütte. „Ich versichere Ihnen, dass wir unter dieser Vorstandschaft das gute Verhältnis weiterpflegen und auch eine Nachfolgeregelung zu aller Zufriedenheit einleiten“, so Auer.

Der Redner bedankte sich ebenso bei Erna und Matthias Liebl, die seit vielen Jahren die Schlüssel zum Haus bewahren sowie beim Lohberger Frauenbund für die Kuchenspenden. In den Dank eingeschlossen wurde die Raumpflegerin Luise Schmid sowie die FFW Lohberg mit Vorsitzendem Andreas Hupf. Man müsse schon über den Tellerrand hinausschauen, um Jahrzehnte einen Verein zu führen, Begeisterung auszustrahlen, Mitglieder zu gewinnen.

Immer wieder renoviert

In den letzten Jahren haben die Verantwortlichen kräftig renoviert. Alle Schlafräume im Erdgeschoß und im ersten Stock sowie die Küche und die komplette Elektroinstallation wurden ersetzt. Was bringt die Zukunft? „Pläne im Kopf sind vorhanden. Natürlich muss auch das nötige Geld für die Erneuerung der Toilettenanlagen, des Bodenbelags im Eingangsbereich und der Fenster vorhanden sein“, berichtete Alois Auer.

Ein Ständchen zum Geburtstag machte der Chor Sing-Sang. Foto:kfl
Ein Ständchen zum Geburtstag machte der Chor Sing-Sang. Foto:kfl

Diözesankurat Bernhard Reber freute sich über die Entscheidung, das Jubiläum mit einem Gottesdienst zu begehen, den der Chor Sing-Sang umrahmte. Reber erinnerte sich an das wunderbare Wort von Priester Adolf Kolping: Anfangen ist oft das Schwerste, aber treu bleiben das Beste. Wie recht er damit hatte, zeige das Jubiläum. Der Diözesankurat war vor 50 Jahren nicht auf der Welt, als Idealisten angefangen haben, die Immobilie mit unzähligen Arbeitsstunden, großen und kleinen Spenden, vielen Ideen und enormen Engagement zu sanieren und mit Leben zu erfüllen. „Hier nehmen die Gäste viele Erfahrungen für ihr Leben mit. Finanziell kann man das nicht aufwiegen“, so der Priester. Die pfadfinderische Arbeit sei eine sehr gute Grundlage für ein sicheres Fundament im Leben. In der Jugendfreizeitstätte in einer herrlichen Gegend können sich junge Menschen entwickeln und reifen. Der Belegungskalender bestätige, wie gut dieses Haus frequentiert werde. Er wünschte sich, dass das Herz am Jubiläumstag voll Dankbarkeit darüber sei.

Günther Fischer, dienstältestes Mitglied der Vorstandschaft der Gemeinschaft „St. Georg“, hatte die Ehre und das Vergnügen die Festrede zu halten. Er wollte die Zuhörer nicht mit Zahlen langweilen, aber eine Zahl stehe am Anfang der Althüttengeschichte, nämlich der stolze Betrag von 36,70 Mark. „Damit haben Emil Galli, Ludwig Brandl und Karl Hübner am 23. März 1964 im Beisein der Eheleute Klingseisen den Grundstock für die Pacht und den Aufbau der Althütte gelegt“, blickte Fischer zurück. Das Ehepaar Klingseisen war der damalige Eigentümer des schon etwas in die Jahre gekommenen Austragsbauernhauses. Sie sind die Großeltern von Klaus Huber, dem jetzigen Eigentümer der Althütte. Diesem historischen Termin vorausgegangen war die jahrelange Suche von Emil Galli und der Landesleitung der DPSG nach einem entsprechenden Quartier für Freizeit und Zeltlager.

Ein Werk von Ehrenamtlern

Die Althütte wurde 1969 von Domkapitular August Kufner eingeweiht. Zwischen 1964 und der Einweihung war harte Knochenarbeit angesagt. Bilder wurden als Dia-Show im Aufenthaltsraum gezeigt. 50 Jahre Althütte sei gleichzusetzen mit zigtausenden Arbeitsstunden vieler freiwilliger Helfer aus den Ortsgruppen der Gemeinschaft. Unzählige Geschichten gibt es aus dieser Zeit, von denen Günther Fischer zur Belustigung aller einige erzählte. Die Hüttenwarte könnten über ihre Erlebnisse Bücher schreiben. Mit der Einweihung 1969 war es nicht getan. Die bauliche Substanz musste erhalten und gepflegt werden. Dazu kamen behördliche Auflagen und gesetzliche Bestimmungen. Veränderungen, die von außen angestoßen wurden und von denen sich die Gründerväter nicht haben träumen lassen.

Investitionen

  • Entsorgung: Das Zweikammersystem für Abwasser und Fäkalien wurde 2010 durch eine Pflanzkläranlage ersetzt.

  • Ertrag: Der Gewinn aus dem Verkauf von Getränken füllt die Kasse und macht eine Erhöhung des Übernachtungspreises überflüssig.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht