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Sonntag, 19. August 2018 29° 1

Michelsneukirchen

„Die Arbeit mit dem Zufall“

In der Grundschule Michelsneukirchen hat dieser Tage ein Künstlerprojekt in Zusammenarbeit mit dem

Zum Abschluss präsentierten die Mädchen und Buben ihre angefertigten Kunstwerke. Foto: rjk
Zum Abschluss präsentierten die Mädchen und Buben ihre angefertigten Kunstwerke. Foto: rjk

Michelsneukirchen.Bundesverband Bildender Künstler (BBK) stattgefunden. Dieser wird finanziert von der Regierung der Oberpfalz und wurde durchgeführt von Elsa Lindner, Malerin und Bildhauerin aus Wald.

Der Projekttitel lautete: „Die Arbeit mit dem Zufall“. Arbeit mit dem Zufall ist auch so zu umschreiben: „Der Dialog vom Bewussten mit dem Unbewussten“. Durch diese Arbeitsweise leuchte der Mensch im Menschen auf. Es entstehen Bilder, die gemalten Berührungen gleichen, ohne auf jedweden Vergleich oder Wertung einzugehen.

Nach einer kurzen Einführung durch Elsa Lindner in den Arbeitsablauf machten sich die Buben und Mädchen sogleich an die Arbeit. Die Motivation: Ängste, Wertung, Druck von außen wie innen, das sind Faktoren, denen wir alle ausgesetzt sind. „Mit meiner Art und Weise mit den Menschen zu arbeiten, versuche ich oben genannte Faktoren auszuschließen und somit den Raum für Menschen in den Menschen zu geben“, sagte sie. Mensch zu sein und zu werden, das höre sich im ersten Moment einfach an, sei es jedoch nicht, so Lindner. Mensch zu sein bedeute auch ein „nach innen gehen“ und seinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.

Dieser Workshop bietet jedem Menschen, jeglicher Altersgruppe, seine Kreativität, die in jedem Menschen verankert ist, auf eine einfache und spielerische Art und Weise nachzuspüren. Diesen „inneren“ Menschen zu fördern ist eine Vision von Elsa Lindner, wie auch ein gesundes Selbstbewusstsein anzusteuern oder Vertrauen zu sich selbst schöpfen.

Bei den Grundschülern entstanden einzigartige Bilder, die mehr aus dem „Bauch“ heraus gearbeitet sind, als vom Kopf her gesteuert. Schnell bekamen die Schüler und Schülerinnen eine Ahnung davon, welches Potenzial hier in ihnen steckt. Mit Hilfe einer einfachen Drucktechnik entstanden Bilder und diese werden zu Karten und zu großen Bildern weiterverarbeitet, wobei sich ein weiterer Raum öffnet, in dem Collagen genauso ihren Platz finden, wie die Ergänzung durch Wachskreiden oder dergleichen, das bleibt jedem Kind freigestellt.

„Leider wird der Kunstunterricht in den Schulen nicht mehr so gefördert“, bedauerte Elsa Lindner. Umso mehr freute sie sich, dass die Grundschule dem künstlerischen Workshop so aufgeschlossen gegenüberstand. (rjk)

Kunstprojekt

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