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Computer

Die Augen auf beim Onlinekauf

Fake-Shops bringen immer wieder Online-Kunden um ihr hartverdientes Geld. Unsere Expertin erklärt die Tricks der Betrüger.
Von Birgit Zwicknagel

Online-Käufe können mit bösen Überraschungen enden. Unsere Expertin erklärt, mit welchen Tricks Betrüger hier operieren. Foto: Christoph Dernbach/dpa
Online-Käufe können mit bösen Überraschungen enden. Unsere Expertin erklärt, mit welchen Tricks Betrüger hier operieren. Foto: Christoph Dernbach/dpa

Cham.Dieses Mal habe ich mir ein Thema für die „Großen“ rausgesucht, denn oft höre ich von Erwachsenen „ich kaufe nichts online, ist mir viel zu gefährlich“. Auch viele Einkaufs-Apps werden vielfach nicht genutzt aus Angst, dass die Daten dann weg sind oder man betrogen wird. So ganz unberechtigt ist diese Angst vielleicht gar nicht, vor allem dann, wenn man leichtfertig und blauäugig an das Thema herangeht.

Man sollte sich vor dem Einkauf immer vergewissern, ob der besuchte Shop im Netz echt ist. Sogenannte Fake-Shops erkennt man tatsächlich nicht immer auf Anhieb. Auffallend günstige Preise könnten ein Indiz sein, doch der Rest sieht meist erschreckend echt aus.

Vorsicht auch als Verkäufer

Birgit Zwicknagel vom Verein „Die Computermäuse“ Foto: ik
Birgit Zwicknagel vom Verein „Die Computermäuse“ Foto: ik

Auch, ob es sich um eine SSL-verschlüsselte Seite handelt (erkennbar am https am Anfang), zeigt eine seriöse Seite an. Watchlist Internet bietet eine Liste der bekannten Fakeshops, aber natürlich sind dort nicht alle gelistet. Hilfreich kann es auch sein, im Netz nach Erfahrungsberichten oder Bewertungen anderer Käufer zu suchen oder auf der Website des Originalherstellers zu prüfen, ob dieser vor dem Shop warnt. Generelle Vorsicht ist bei Kleinanzeigen-Käufen geboten. Hier kann es durchaus vorkommen, dass die Ware bezahlt wird, aber nie ankommt. Daher nicht im Voraus bezahlen oder noch besser: Übergabe der Ware mit Barzahlung. Auch als Verkäufer ist Vorsicht geboten. Ich selbst habe letzte Woche in einem Kleinanzeigenportal ein teures Objektiv angeboten und habe innerhalb zehn Minuten fünf Angebote auf englisch erhalten, immer mit der Bitte die Ware nach UK zu senden und immer die Zusicherung „Ich zahle voraus und übernehme die Frachtkosten“. Aus der Erfahrung heraus habe ich abgelehnt und prompt einen Tag später vom Portal selbst die Warnung erhalten, dass alle fünf Betrüger seien, welche bereits gesperrt wurden.

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Beweisfotos können täuschen

Solche Betrüger senden in der Regel Beweisfotos, dass sie über Bezahldienste wie Paypal bezahlt haben, um den Verkäufer dazu zu verleiten, die Ware zu versenden. Ist die Ware weg, wundert man sich höchstens, warum das Geld dann doch nicht auf dem Konto ist. Hier hat man nur wenig Chancen. Geld und Ware sind futsch. In jedem Fall sollten Sie als Betrugsopfer eine Anzeige erstatten. Auch wenn das Ganze nicht sinnvoll erscheint – am Ende hilft es, dass Löschungen von Fake-Shops vorangetrieben werden… und wer weiß: den einen oder anderen Täter erwischt man vielleicht doch!

Ich selbst (ver-)kaufe auch online und ich nutze auch Online-Banking – aber immer mit einem sehr wachsamen Auge. Daher: Augen auf beim Onlinekauf, damit Ihnen böse Überraschungen erspart bleiben.

Eure „Computermaus“ Birgit

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