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Die Barrieren am Rodinger Wertstoffhof

Gerade für ältere Bürger ist die Leiter zu den Containern ein Hindernis. Die Kreiswerke sind für eine Verbesserung offen.

So kennt man den Wertstoffhof am Richterholz in Roding. Einige Bürger bemängeln die Treppen-Aufgänge zu den Containern.  Foto: Thomas Mühlbauer
So kennt man den Wertstoffhof am Richterholz in Roding. Einige Bürger bemängeln die Treppen-Aufgänge zu den Containern. Foto: Thomas Mühlbauer

Roding.Einige Bürger wünschen sich, dass der Wertstoffhof in Roding barrierefrei wird. Kartons und Plastiksäcke müssen bislang nämlich noch auf eine Leiter geschleppt werden, um diese dann in den Container werfen zu können. Ein Unding, findet Rainer Gleixner. Deshalb hat der CSU-Bürgermeisterkandidat das Thema in sein Wahlprogramm aufgenommen. Auch die anderen Kandidaten haben sich Gedanken dazu gemacht.

„Macht es älteren Bürger Spaß, Pappkartons oder Plastiksäcke über eine Leiter nach oben zu befördern, um sie dann in den Container zu werfen?“, fragt Gleixner. Seiner Meinung nach sollte ein Konzept erarbeitet werden, um dieses Problem zu beheben. Egal, ob als Bürgermeister oder als Stadtrat, er werde dieses Thema auf jeden Fall anpacken.“ Ideen für eine Veränderungen hat Gleixner schon – er kennt aber auch die Schwierigkeit im Hof am Richterholz: „Klar, wir finden dort beengte Verhältnisse vor.“

Barrierefreiheit als Ziel für Roding

Wie die Kreiswerke Cham auf Anfrage unseres Medienhauses mitteilen, sei mit diesem Anliegen noch niemand an das Unternehmen herangetreten. Den Verantwortlichen sei aber natürlich bewusst, so heißt es weiter, dass die Nutzung der Einrichtungen auf den Wertstoffhöfen so einfach wie möglich sein müsse. Das werde in Zusammenarbeit mit den Kommunen und dem Personal vor Ort auch ständig verbessert und optimiert – wie zum Beispiel die Änderung der Bauform der Bauschuttcontainer auf eine niedrigere Einwurfhöhe. Ziel sei es, an den Wertstoffhöfen weitestgehende Barrierefreiheit zu schaffen. „Wir beziehen das in unsere Überlegungen ein. Die Umsetzung mit Investitionen kann aber nur Zug um Zug erfolgen, da die Kosten dafür letztlich aus dem Gebührenaufkommen finanziert werden müssen“, erklären die Kreiswerke.

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Den Punkt mit den hohen Kosten bringt auch Alfred Stuiber, Bürgermeisterkandidat der FDP, ins Spiel: „Da bist du ganz schnell eine halbe Million Euro los.“ An Stuiber selbst wurde das Problem bislang noch nicht herangetragen, wobei er wichtigere Punkte sieht: „Wir sollten lieber schauen, dass wir die Stadt barrierefrei bekommen, so dass man mit dem Rollator auch die Fußwege besser befahren kann.“

Zu den beengten Platzverhältnissen teilen die Kreiswerke mit: „Der Standort Roding ist auf Grund der stetig gestiegenen Anzahl an Wertstofffraktionen mit entsprechenden Containern sehr beengt. Eine komplett barrierefreie Gestaltung wird deshalb nicht möglich sein.“ Dennoch werde überlegt, wie die Barrierefreiheit soweit als möglich verbessert werden kann, heißt es. Es könnten zum Beispiel Container tiefergelegt werden, damit ein ebenerdiger Zugang erreicht wird. Damit sei jedoch ein nicht unerheblicher finanzieller Aufwand verbunden.

Lob für hilfsbereite Mitarbeiter

Wenn das von den Bürger gewünscht und gefordert wird, müsse man sich mit diesem Thema befassen, sagt Alexandra Riedl, Bürgermeisterkandidatin der Freien Wähler. Und weiter: „Doch wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass der Raum beengt ist. Da muss man erst entsprechende Lösungen herausarbeiten.“

Ein Vorschlag

  • Lösung:

    Barrierefreiheit lässt sich laut den Chamer Kreiswerken am besten über eine Stufenlösung mit getrenntem Anliefer- (oben) und Abholbereich (unten) und damit ebenerdigen Zugang zu den Containern erreichen.

  • Umsetzung:

    Optimal dafür sei ein Hanggrundstück geeignet. Im Landkreis Cham sei dies bisher an den Wertstoffhöfen in Traitsching und Zandt umgesetzt.

Laut SPD-Bürgermeisterkandidatin Renate Hecht sind die Mitarbeiter vor Ort sehr hilfsbereit, wenn jemand Probleme hat. Ein barrierefreier Zugang sei nicht schlecht – an diesem Platz aber wohl schwer umsetzbar. Eine Veränderung sei mit großen Investitionen verbunden, glaubt Hecht. Doch zunächst sollte man sich die Planungen und Kosten genauer ansehen. Als wichtiger erachtet sie momentan behindertengerechte Gehwege. (rtn)

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