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Fasching

Die Bilanz der Rötzer Fasenacht

Die Polizei meldet einzelne alkoholbedingte Vorfälle. Der Wind erschwerte die Müllbeseitigung.
Von Sandra Adler

Die Polizei meldet einzelne alkoholbedingte Vorfälle von der Althistorischen Rötzer Fasenacht. Foto: Simon Tschannerl
Die Polizei meldet einzelne alkoholbedingte Vorfälle von der Althistorischen Rötzer Fasenacht. Foto: Simon Tschannerl

Rötz.Aus Sicht der Polizeistation Waldmünchen verlief die Althistorische Rötzer Fasenacht „völlig störungsfrei“. Unterstützt von der tschechischen Polizei und der Grenzpolizeigruppe Furth im Wald sind die örtlichen Beamten am Faschingsdienstag beim Umzug und während der anschließenden Feiern im Einsatz gewesen.

Dennoch ist es zu einzelnen Vorfällen gekommen, „die meist einem übermäßigen Alkoholgenuss zuzuschreiben waren“, wie die Polizei in einer Pressemitteilung schreibt. Die Beamten mussten bei zwei Körperverletzungen einschreiten. Ein 19-Jähriger pöbelte eine Gruppe an und wurde zurückgestoßen. Beim Sturz verletzte er sich am Kopf und wurde in ein Krankenhaus gebracht.

Alkohol führte zu Handgreiflichkeiten

Am Abend wurde ein Faschingsbesucher von einem Fußgänger angerempelt wurde, der ihm entgegenkam. Er war alkoholisiert, reagierte über und stieß sein ebenfalls alkoholisiertes Gegenüber zu Boden. Der Gestoßene klagte laut Polizei anschließend über Kopfschmerzen.

Die Fasenacht 2020

  • Zuschauer:

    Die Polizei schätzt, dass 25000 Besucher am Faschingsdienstag nach Rötz gekommen sind, um sich den Umzug anzusehen.

  • Teilnehmer:

    1300 Maskiert, verteilt auf 70 Wägen oder Fußgruppen, zogen durch die Straßen von Rötz.

Einen jungen Mann mussten die Beamten in Schutzgewahrsam nehmen, da er erheblich alkoholisiert und völlig orientierungslos gewesen sei. Eine Angehörige wurde verständigt und brachte ihn nach Hause.

Selbst fahren wollte ein 21-Jähriger. Bei einer Verkehrskontrolle wurde bei ihm allerdings ein Alkoholwert im Ordnungswidrigkeitsbereich festgestellt. Er musste sein Fahrzeug stehen lassen. Ihn erwartet eine Bußgeldanzeige und ein Monat Fahrverbot.

Parken machte keine Probleme

Ein junger Mann im gleichen Alter wurde von der Polizei dabei beobachtet, wie er eine Glasflasche gegen die Stadtpfarrkirche warf. Auch er war alkoholisiert. Die Polizei sprach einen Platzverweis gegen ihn aus. An der Kirche entstand kein Schaden.

Trotz der geschätzten 25 000 Zuschauer beim Faschingszug, von denen viele mit dem Auto anreisten, hatte die Polizei keine Beanstandung, was deren Parkmoral oder -verhalten anging. Lediglich eine Verkehrsunfallflucht habe die Polizei aufgenommen, nachdem ein parkendes Auto beschädigt worden war.

Darüber hinaus verzeichnete die Polizei laut Mitteilung mehrere alkoholbedingte Stürze, bei denen die Gestürzten sich teilweise Schnittverletzungen durch herumliegende Glasscherben zuzogen.

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Alles ist wieder aufgeräumt

Viele Zuschauer hatten ihre eigenen Getränke mit zum Umzug gebracht, um sich in Stimmung zu bringen. Auch von den Wägen wurde Alkohol an die Menge verteilt, in kleinen Klopfer-Flaschen oder Plastikbechern. So hatte sich direkt nach dem Umzug eine Schicht aus Konfetti und zertretenen Plastikbechern auf die Straßen vor und nach dem Marktplatz gelegt. Außerdem standen viele leere oder halbleere Glasflaschen vor Hauswänden oder auf Mauervorsprüngen.

„Die Buden sind abgebaut, alles ist aufgeräumt“, berichtet Stadtbauhofleiter Rudolf Christoph am Mittwochnachmittag. Mit der Müllbeseitigung sei direkt nach dem Umzug begonnen worden. Vier Männer des Stadtbauhofs seien mit Kehrmaschine bis etwa halb neun Uhr abends unterwegs gewesen. „Der Müll war fast weniger als letztes Mal“, sagt Christoph. Wegen des Windes sei es aber quasi doppelt so viel Arbeit gewesen.

Mitglieder der Faschingsgesellschaft hätten mitgeholfen. Am Mittwochvormittag sei noch der Marktplatz aufgeräumt und sauber gemacht worden. Dort ist am Dienstagabend noch gefeiert worden.

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