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Die Chamer haben Lust auf Verruchtes

Der Hype um den Erotik-Film „50 Shades of Grey“ ist gewaltig. In Cham ist die Premiere samt Modenschau schon ausverkauft.
Von Andrea Rieder

Dessous und erotische Accessoires: ein Hauch von „Shades of Grey“ im Schaufenster des Modehauses Frey
Dessous und erotische Accessoires: ein Hauch von „Shades of Grey“ im Schaufenster des Modehauses Frey Foto: Rieder

Cham.Die Lady im Fenster trägt eine schwarze, durchsichtige Korsage, die von ihrer perfekten Alabasterhaut mehr zeigt, als sie verdeckt. Um ihren schlanken Hals ist ein Halsband geschwungen. Ihre Augen sind mit einem schwarzen Spitzentuch verbunden. Der leere Blick dahinter bleibt den Passanten verborgen. Die Dame ist aus Plastik.

Sie steht im Schaufenster des Modehauses Frey – Anastasia Steele, das Mädchen aus „50 Shades of Grey“. Was sucht sie hier in der Fuhrmannstraße, mitten in der Chamer Einkaufsmeile?

In dieser Woche feiert der Film Premiere. Das Modehaus und das Cine-World-Kino laden am Donnerstag ab 18 Uhr zum „Mode-Kino-Event“ ein. Deshalb steht die Erotiklady hier bei Frey im Schaufenster. Sie macht Werbung für den prickelnden Premierenabend.

Erotischer Einstieg in den Weiberfasching

Die 200 Karten waren innerhalb von zwei Wochen ausverkauft. Die Lust auf die Sado-Maso-Abenteuer von Christian Grey und Anastasia Steel ist auch in Cham gewaltig. Hauptsächlich Frauen haben sich ein Premierenticket gesichert, sagt Stefanie Otrin, Leiterin der Dessous-Abteilung bei Frey. Frauen, die mit dem erotischen Abend in den Weiberfasching starten wollen. Der ein oder andere Mann kaufte auch eine Karte, meist auf der Suche nach einem Valentinstagsgeschenk für die Liebste.

Die verführerischen Dessous sowie die pikanten Accessoires und „Spielsachen“ finden schon seit Weihnachten reißenden Absatz. Es gibt Halsbänder, Handschellen, Massageöle. „Ich musste schon nachbestellen. Wir hatten akuten Notstand“, sagt Otrin.

Einige der Dessous und Accessoires werden am Donnerstag von professionellen Models auf dem Laufsteg präsentiert. Eine Dessous-Modenschau ist nichts Neues für Frey. „Nur diesmal wird’s halt ein bisschen heißer“, verspricht Kaufhausleiter Lothar Rödel. Er ist sich sicher, den Nerv seiner Kunden mit dem „Shades of Grey“-Abend getroffen zu haben. Auf den Film ist er wie alle anderen gespannt – mit einem Unterschied: Rödel wird einer der wenigen im Kinosaal sein, die das Buch noch nicht gelesen haben.

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"50 Shades": Schund oder fesselnde Unterhaltung?

Millionen verkaufte Bücher und der Riesenhype um die Filmpremiere lassen sich nicht leugnen. Dennoch polarisiert die Sado-Maso-Trilogie "50 Shades of Grey". Was halten Sie von der erotischen Geschichte um Christian Grey und Anastasia Steele?

Der Erfolg von „Fifty Shades“

  • Von der Fanfiction zum Roman

    Ursprünglich schrieb E. L. James „Fifty Shades of Grey“ als Fan-Fiction zur Twilight-Saga mit den Figuren Edward Cullen und Isabella Swan. Nach der Kritik an den detailiert geschilderten BDSM-Praktiken schrieb James die Fortsetzungsgeschichten mit den Hauptcharakteren Christian Grey und Anastasia (kurz: Ana) Steele.

  • Millionen Exemplare verkauft

    Die Bücher verkauften sich allein in Deutschland über fünf Millionen mal. Weltweit knackte die Trilogie schon 2014 die 100-Millionen-Marke

  • Lang erwartete Premiere

    Die Verfilmung mit Dakota Johnson und Jamie Dornan wurde von den Fans sehnlichst erwartet. Am 12. Februar kommt der Streifen in die Kinos. In Cham sind die Karten für das „Mode-Kino-Event“ schon ausverkauft.

  • Auf Rekordjagd

    Viele Rekorde bricht der Film noch vor seiner Premiere. „Shades of Grey“ hat den meistgeklickten Trailer aller Zeiten. Insgesamt gibt es 20 Minuten lang Sex zu sehen – das gab es zehn Jahre schon nicht mehr in einem Mainstreem-Film.

  • Verbot in Malaysia

    Nicht gezeigt wird der Film in Malaysia. Die Begründung: „Shades of Grey! enthalte Szenen, die nicht von „natürlichem sexuellen Inhalt“ seien.

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