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Die Chefin bleibt im Amt

Renate Aschenbrenner steht weiter an der Spitze der Heimat- und Kulturbühne Stamsried, die in diesem Jahr ihr Zehnjähriges feiert.
Von Jakob Moro

  • Die neu gewählte Vorstandschaft der Heimat- und Kulturbühne – im Bild mit Bürgermeister Herbert Bauer (l.) – ist fast die alte. Fotos: Jakob Moro
  • Sie wurden für Ihr Engagement und langjährige Mitgliedschaft geehrt. Mit auf dem Foto sind die beiden Vorsitzenden Renate Aschenbrenner und Daniel Wondraczek.

Stamsried.Die bisherige und auch künftige Vorsitzende des Vereins Heimat- und Kulturbühne Stamsried, Renate Aschenbrenner, hieß im Zedernhof eine große Anzahl von Theaterbegeisterten willkommen. In ihren Rückblick auf das arbeits- und erlebnisreiche Vereinsjahr erinnerte sie an die Verabschiedung des langjährigen Regisseurs Luk Schwarzfischer.

Sie blickte zurück auf Besprechungen zwecks Sanierung der maroden Fenster und der 30 Jahre alten Sanitäranlagen im Vereinsheim. Am Feuerwehrfest nahmen zahlreiche Mitglieder nicht nur teil, sondern übernahmen auch den Barbetrieb. Die Vorsitzende erwähnte ferner Theaterbesuche, wie in Neuhaus, Michelsneukirchen, Trasching, Kulz und Pemfling. Die Laienspieler des Stücks „Krach um die Lederhos’n“ trafen sich zum Abschlussessen. Am Ferienprogramm der Gemeinde beteiligte sich der Verein mit der bayerischen Kinderolympiade im Schlosspark.

Mehr als 1100 Zuschauer

Nach 33 Proben im Vereinsheim feierte die Laienspielgruppe im Oktober Premiere bei ihrem Stück „Die drei Eisbären“ von Maximilian Vitus. Mehr als 1100 Zuschauer besuchten die fünf Theaterabende in der Turnhalle. Aschenbrenner ging nochmals auf die Besetzung ein. Mit Daniela Bruckmüller sei ein Glücksgriff gelungen, die Rolle des Anthuber Girgl war mit Michael Bruckmüller besetzt, Claudia Multerer, ein Stamsrieder Original, spielte die Veronika, Laura Aschenbrenner die Maralen, Tobias Janker den Juliander, Reinhold Janker den Haledenegger. Hans Hecht alias Pauli Haldenegger begeisterte in der Hauptrolle mit 374 Einsätzen und bescherte „unvergessliche Theatermomente“, so Aschenbrenner. Ein besonderes Lob hatte sie für Anja Schönberger als Souffleuse parat. Zuständig für die Maske war Melanie Ederer, für Frisuren und Bärte waren dies Sonja Bauer und Martina Dirnberger, für Bühnentechnik Sebastian Weiß und Markus Schwarzfischer, für die Kulisse Daniel Wondrazek sowie Oliver Weiß mit seinen Söhnen Sebastian und Jonas. Moderiert hat Ernst Vögel.

Die Heimat- und Kulturbühne hat sich mit dem Stück „Die drei Eisbären“ beim Verband Bayerischer Amateurtheater beworben. Die Preisträger erhalten die Bronzefigur des „Larifari“ und einen Geldbetrag. Aschenbrenner: „Wir warten gespannt, was dabei rauskommt.“ Sie dankte allen, die den Verein in irgendeiner Weise unterstützen, allen Helferinnen und Helfern sowie der Nachbargemeinde Pösing für das Ausleihen der Bühne mit Bestuhlung sowie der Schule für die Überlassung der Turnhalle.

Carmen Schoierer hatte über die Entwicklung der Finanzen nur Positives zu berichten. Bürgermeister Herbert Bauer sagte in seinem Grußwort unter anderem: „Bei diesen Zahlen freuen sich alle. Man spürt, dass Ihr mit Leidenschaft dabei seid. Man kann Euch nur gratulieren. Ihr seid eine enorme Bereicherung des Stamsrieder Vereinslebens.“

Faschingszug 2021

Der nächste Faschingszug, der vierte, den die Heimat- und Kulturbühne ausrichtet, findet am 7. Februar 2021 statt, teilte Renate Aschenbrenner unter Beifall mit. Maria Schönberger wird diesen in bewährter Weise organisieren. Eine eigene Homepage ist ebenso in Planung wie eine neue Vereinskleidung. Das erste Treffen zur Vorbereitung des Spektakels 2021 ist für November 2020 geplant. Die Heimat- und Kulturbühne besteht heuer zehn Jahre, dazu wird eine Chronik erstellt, die bei den Theateraufführungen im Herbst erworben werden kann. Auch dieses Jahr wird wieder Theater gespielt. Es wird wieder ein Stück in drei Akten ausgewählt.

Nach der Entlastung der Vorstandschaft konnte Bürgermeister Herbert Bauer die Neuwahlen schnell abwickeln, weil sie gut vorbereitet waren und jeder Posten besetzt werden konnte. Tina Lebegern (zwei Jahre in der Vorstandschaft) und die Gründungsmitglieder Anja Schönberger, Matthias Niklas und Ludwig Schwarzfischer wurden für ihr Engagement mit Präsenten bedacht.

Am Rande: Viele Jahrzehnte gehörte in Stamsried „das Theaterspielen“ dazu. Historische Fotoaufnahmen reichen bis ins Jahr 1929 zurück. Auch entsprechende Zeitungsberichte aus der damaligen Zeit liegen vor. War es anfangs der Katholische Burschenverein (1929 bis 1933), der mit dem Theaterspielen begann, war es später die Kolpingsfamilie, die die Kultur des Theaterspielens aufrechterhielt. Ältere Stamsrieder verknüpfen noch heute viele schöne Erinnerung daran. Heute pflegt die Heimat- und Kulturbühne das Laienspiel.

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