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Kommunalwahl

Die CSU nominiert Sandro Bauer

Der Further Bürgermeister will die Stadt in den kommenden sechs Jahren weiter voranbringen.
Von Evi Paleczek

Diese Kandidaten gehen bei der Stadtratswahl für die CSU ins Rennen. Eine gute Mischung aus erfahrenen Leuten und jungen Furthern, freute sich Sandro Bauer. Foto: Paleczek
Diese Kandidaten gehen bei der Stadtratswahl für die CSU ins Rennen. Eine gute Mischung aus erfahrenen Leuten und jungen Furthern, freute sich Sandro Bauer. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Mit 55 Ja- und einer Nein-Stimme haben die CSU-Ortsverbände Furth, Ränkam und Sengenbühl am Donnerstagabend im Gasthof „Am Steinbruchsee“ den amtierenden Bürgermeister Sandro Bauer als ihren neuerlichen Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 15. März nominiert. Der Ortsverband Furth stellte seine Liste für die Stadtratswahl vor.

3. Bürgermeister Franz Former schlug Bauer als gemeinsamen Kandidaten vor - weil er ein Macher und ein Schuldenabbauer sei und auch einer, der wieder für Harmonie gesorgt habe im Stadtrat. Der 50-Jährige habe sich bewiesen, als es darum ging, größere Projekte durchzusetzen. Er habe den Schuldenstand der Stadt gewaltig reduziert; Zuweisungen setzten auch immer voraus, dass die Stadt ihre Hausaufgaben gemacht habe. Zudem habe Bauer wieder für eine gute Zusammenarbeit im Stadtrat gesorgt, das honorierten ihm sogar andere Fraktionen.

Es ist viel passiert

Er ist der Meinung, dass er ein Bürgermeister ist, der sein Ohr am Bürger hat, meinte Bauer. Deshalb sei ihm auch bewusst, dass es Kritik gebe. Zum Teil sei die sicher berechtigt, es sei aber nicht wahr, dass nichts vorwärts gehe in der Stadt. In den acht Jahren seiner Amtszeit habe er zusammen mit dem Stadtrat viel bewegt. Der 50 Jährige sprach verschiedene Projekte an wie Kindergartenneubau, Generalsanierung von Grund- und Mittelschule, Ansiedlung des MVZ Grenzland, Generalsanierung der Kläranlage, Neubau der Freibadbrücke, Sanierung des Stadtturms, Instandsetzung der städtischen Gebäude nach dem Hagelsturm, Sanierung des Leichenhauses, Generalsanierung der Knabenschule mit Ansiedlung von Fachakademie und Berufsfachschule für Kinderpflege, Neubau des Rettungszentrums, Ansiedlung eines Netto in der Innenstadt, Betreiberwechsel im Pflegeheim Sankt Georg, Sanierung der städtischen Wasserversorgung, Generalsanierung der Bayernwarte, Weiterentwicklung des Naherholungsgebiets Drachensee mit Veranstaltungen und Beachvolleyballfeld, Entwicklung der grenzüberschreitenden Natur-Aktiv-Region, Weiterentwicklung im Outdoor-Sport-Bereich (etwa Trans Bayerwald) sowie Einführung von Veranstaltungen wie „Kino am See“, „Weiße Nacht“ und „gemma furth“. Daneben wurden Proßl- und Hofer-Areal angekauft sowie auch Flächen für das Baugebiet Aufelder.

Christian Scheuer (links) gratulierte Bürgermeister Sandro Bauer zur Nominierung. Foto: Paleczek
Christian Scheuer (links) gratulierte Bürgermeister Sandro Bauer zur Nominierung. Foto: Paleczek

Diesbezüglich betonte Bauer, er habe 2017 dafür plädiert, das Baugebiet von einem Interessenten umsetzen zu lassen. Mit einem Vertrag mit offener Kalkulation, damit die Stadt in vielen Bereichen Mitspracherecht behalte. Andere Fraktionen hätten aber viele Bedenken geäußert und sich dafür ausgesprochen, die Planung selbst zu machen, was für die Stadt sehr aufwendig sei. Bereits damals sei klar gewesen, dass die Umsetzung des Projekts dann viel länger dauern und auch wesentlich mehr kosten würde. Es habe ihn damals sehr mutlos gemacht, zitierte Bauer aus dem Protokoll einer nichtöffentlichen Sitzung, die Diskussion nach zwei Stunden ergebnislos abbrechen zu müssen. Er hätte die Entwicklung des Baugebiets gern schneller vorangebracht.

Flächen bereitstellen

Bauer betonte zudem, in den vergangenen Jahren hätten viele Unternehmen im Stadtgebiet umgesiedelt oder erweitert. Dass ein größerer Betrieb in Arnschwang neu gebaut hat, habe an dem dort wesentlich günstigeren Quadratmeterpreis und der günstigen dort vorhandenen Wärmeversorgung gelegen. Da habe die Stadt leider nicht mithalten können, das sei nicht möglich gewesen. In der Vergangenheit sei es aufgrund fehlender Finanzen zudem schwer gewesen, Flächenvorratspolitik zu betreiben. Bauer rief in diesem Zusammenhang dazu auf, sich bei der Stadt zu melden, wenn es Flächen zu kaufen gebe.

Die Liste

  • Plätze 1 bis 10:

    Sandro Bauer (50, Bürgermeister), Karl Macharowsky (45, Geschäftsführer Müller Präzision), Andreas Roder (47, Marktbereichsdirektor Sparkasse), Max Schmatz (66, Rentner), Christian Rewitzer (64, Apotheker), Andrea Pohmer (32, Apothekerin), Andreas Klier (32, Bundespolizist), Michael Weiß (29, Lehramtsanwärter), Heinz Winklmüller (62, Postbeamter), Anja Karl (30, Hebamme)

  • Plätze 11 bis 20:

    Klaus Buschek (64, Polizist im Ruhestand), Andreas Scheuer (26, Ingenieur für Medizintechnik), Mario Kiefl (22, Qualitätsbeauftrager), Alexander Pongratz (25, Projektmanager), Theresa Schönberger (25, Inhaberin Café Sankt Georg`s), Philipp Decker (24, Projektleiter), Christian Scheuer (59, Fachhändler für Medizintechnik), Conny Decker (56, Elektromeisterin), Franz Fischer (73, Unternehmer) und Christoph Haimerl (44, stellvertretender Bauhof-Leiter)

  • Ersatzleute:

    Ludwig Kreitl und Regina Hickel

In den vergangenen Jahren seien zudem einige Leerstände beseitigt worden, sagte Bauer, die alte Feuerwache etwa. Der Drachenstich sei immaterialles Kulturerbe im bundesweiten Verzeichnis geworden. Außerdem sei der Schuldenstand der Stadt auf unter drei Millionen Euro gesenkt worden, zugleich habe man aber gewaltig investiert.

Erfolg Gartenschau

Ein riesiger Erfolg, den Furth keiner zugetraut habe, sei die erfolgreiche Bewerbung um die Landesgartenschau gewesen. Michael Mühlbauer habe das forciert, mitgearbeitet hätten aber viele. Man höre oft, das werde Furth nicht stemmen, sagte Bauer. Er verspreche aber, die Stadt werde ein hervorragender Ausrichter sein. Man werde die geplanten Maßnahmen im geforderten Zeitraum umsetzen. Einbinden müssten sich aber auch - dafür werde es ein Förderprogramm geben - die Bürger im Privaten, dann werde man das Projekt gemeinsam zum Erfolg führen.

Das ISEK sei zudem sehr wohl am Laufen, betonte Bauer. Das Konzept beinhalte 77 Maßnahmen, erläuterte er. 17 davon seien bereits umgesetzt, 22 steckten im Gartenschau-Konzept, 18 befänden sich in Planung. Nur 18 Projekte habe die Stadt noch nicht angegangen.

Die Menschen begeistern

In den kommenden Jahren gelte es vor allem, die Menschen in Furth zu begeistern, damit sie dabei sind auf dem Weg in Richtung Gartenschau und Stadtbildverschönerung, betonte Bauer. Das Stadtmarketing müsse Furth als Marke weiter etablieren, die Gründung des Vereins sei ein erster Schritt in diese Richtung gewesen. Furth müsse seine Stärken noch mehr in den Vordergrund rücken.

Wichtig werde künftig auch sein, weiter bedarfsgerechte Kinderbetreuung anzubieten. Zudem würden bis zur Gartenschau viele Straßen im Stadtgebiet saniert. Die diesbezügliche Prioritätenliste sei dem Stadtrat bereits vorgestellt worden. Mehr als zehn Millionen Euro wird die Stadt in den kommenden Jahren in ihre Straßen investieren.

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