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Kommunalwahl

Die CWG nominiert ihre Kandidaten

Die Stadträte Franz Former und Michael Engl führen die Liste der Further Umland-Wählergemeinschaft an.
Von Evi Paleczek

Diese Kandidaten stehen auf der Stadtratsliste der CWG für die Kommunalwahl am 15. März. Foto: Paleczek
Diese Kandidaten stehen auf der Stadtratsliste der CWG für die Kommunalwahl am 15. März. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Mit den Stimmen aller 42 Anwesenden hat die Christliche Wählergemeinschaft (CWG) am Mittwochabend im Gasthaus „Zum Fächtn“ einstimmig ihre Kandidaten für die Stadtratswahl am 15. März nominiert. Angeführt wird die Liste von 3. Bürgermeister und Listensprecher Franz Former und Michael Engl, Vorsitzender der Umlandfraktion im Stadtrat.

Als Stadtrat habe man es nicht mehr so leicht, meinte Engl. Man könne es nicht jedem recht machen und werde oft angefeindet. Zum Teil habe das Wort „Stadtrat“ schon einen faden Beigeschmack. Dabei sei es doch ein Ehrenamt, dessen Inhaber nur das Beste wolle für Stadt und Bevölkerung. Stadträte würden viel Zeit in ihre Aufgabe investieren und bräuchten Geduld, ein starkes Kreuz und starke Nerven. Die Stadträte der CWG würden sich aber gern einsetzen für die Leute, die Gruppierung hoffe für die kommende Wahl auf ein drittes Mandat, sagte Engl.

Junge Leute halten

Das Umland werde in den kommenden Jahren wieder mit Geschlossenheit versuchen, Mehrheiten zu bekommen, wenn es um Beschlüsse in Bezug auf das Bauen außerhalb von Ortsabrundungen geht, versicherte Engl. Man wolle die jungen Leute in der Gegend halten und werde sich dafür einsetzen, dass sie - wenn irgendwie vertretbar - in der Nähe der Elternhäuser bauen könnten. Leider klappe das nicht immer.

Die Kandidaten

  • Plätze 1 bis 10:

    Franz Former (67, Kriminalbeamter a. D.), Michael Engl (58, Speditionskaufmann), Martin Schneider (44, Beamter und Landwirt), Elisabeth Weber (53, Einzelhandelskauffrau), Matthias Zangl (39, Versicherungsfachwirt), Dominik Fischer (34, Bauleiter Hochbau), Markus Kiefl (41, Maschinenbaumeister), Josef Beck (51, Maschinenbauingenieur und Landwirt), Christian Lankes (27, Bauleiter Tiefbau), Veronika Ruhland (31, Technische Fachwirtin)

  • Plätze 11 bis 20:

    Marion Hastreiter (41, Krankenschwester), Markus Kolmer (31, Elektrotechniker und Landwirt), Roswitha Baumann (24, Erzieherin), Thomas Liegl (50, Elektriker), Bernhard Fellner (40, Gastronom), Karl Stoiber (50, Industriemeister Elektrotechnik), Elisabeth Schmatz (58, Lagerleiterin), Dr. Christina von Reinhardstoettner (50, Ärztin), Eduard Robl (57, Lastwagen-Mechaniker), Josef Hofstetter (64, Forstingenieur)

  • Ersatleute:

    Michael Nachreiner, Martina Buschek und Alois Pohmer

Als Fraktionssprecher des Umlands sitze er im Gartenschau-Aufsichtsrat, sagte Engl. Er werde darauf achten, dass die Ausgaben für dieses Projekt andere notwendige Investitionen in der Stadt nicht verhindern. Zudem werde die CWG auch weiter Straßensanierungen für Stadt und Umland einfordern. In Bezug auf das neue Rettungszentrum, das ein großer Gewinn für Furth sei, betonte der Stadtrat, die Umlandfraktion habe es von Anfang an favorisiert - im Gegensatz zu einem Großteil der anderen Stadträte, die anfangs lediglich eine Sanierung der alten Feuerwache wollten.

Für Umland-Belange

Former freute sich über eine bunte Liste, in der jedes Alter und viele Berufsgruppen vertreten seien. Jeder sei irgendwo engagiert, sei es in Vereinen oder in der Kirche. Besonders freuten ihn auch die sechs Frauen, sagte der 3. Bürgermeister. Das seien doppelt so viele wie beim letzten Mal. Bei der Auswahl der Kandidaten habe man darauf geachtet, keine Verhinderer, Nörgler und Schwarzseher auf die Liste zu bekommen, sondern Leute, die sich engagieren für ihre Mitmenschen und das Umland.

Das hätten er und Engl in den vergangenen sechs Jahren gemacht, meinte Former. Und es habe sich viel getan in dieser Zeit, es gebe aber auch weiter viel zu tun. Ziele der CWG im Wahlkampf 2014 seien etwa gewesen, Schulden abzubauen, die Kläranlage zu ertüchtigen, die Leerstands-Problematik anzugehen, das Friedhofsgebäude zu sanieren und Urnenwände in Ränkam und Lixenried zu installieren. Das alles sei passiert, in Bezug auf die Leerstände sprach Former unter anderem die ehemalige Knabenschule an, die nun Fachakademie und Berufsfachschule sei.

Gartenschau mit Nachhaltigkeit

In den kommenden sechs Jahren wolle die CWG unter anderem für Nachhaltigkeit der Baumaßnahmen im Rahmen der Gartenschau eintreten. Wichtig seien etwa die Drachenunterbringung im Zentrum und die Weiternutzung des Hofergebäudes, etwa als Bürgerhaus. Außerdem brauche es Förderungen für Privatinitiativen.

Im Stadtbereich müssten im Hinblick auf mehr Besucher auch mehr Parkplätze geschaffen werden, etwa beim ehemaligen Krankenhaus und nach deren Sanierung in der Lorenz-Zierl-Straße. Das Gewerbegebiet Dr.-Georg-Schäfer-Straße müsse besser an die Südumgehung/Bundestraße B20 angebunden werden, es solle eine zusätzliche Anbindung im Talbereich geben. Auch solle die kommunale Wasserversorgung im Umland bedarfsgerecht ausgebaut werden.

30 Mbit/s für Jeden

Ziel der CWG sei zudem die Fertigstellung einer flächendeckenden Breitbandversorgung. Jeder Haushalt solle mindestens 30 Mbit/s bekommen. Auch gelte es, eine neue Stadtbildgestaltungssatzung zu erstellen und das ISEK weiterzuentwickeln. Auch eine Erneuerung des Hallenbads wäre wünschenswert.

Die Fertigstellung einer flächendeckenden Breitbandversorgung ist eines der großen Ziele der CWG. Foto: Carsten Rehder/dpa
Die Fertigstellung einer flächendeckenden Breitbandversorgung ist eines der großen Ziele der CWG. Foto: Carsten Rehder/dpa

Die CWG wünscht sich zudem die Ausweitung des Gewerbegebiets an der Dr.-Georg-Schäfer-Straße und eine Prüfung, wo darüber hinaus geeignete Flächen zur Verfügung stehen, im Umland oder Bahnhofsareal etwa. Daneben brauche es eine Vorratsplanung für Baugebiete in der Stadt. Kein Gewerbetreibender oder Bauwilliger solle mehr aus Mangel an Bauland andernorts bauen müssen. Für ein sinnvolles Leerstandsmanagement solle es einen „Kümmerer“ geben.

Ein Kinderarzt

Die medizinische Versorgung in der Stadt müsse etwa durch einen Kinderarzt verbessert werden. Die Kinderbetreuung müsse bedarfsgerecht ausgebaut werden, dazu zähle etwa auch die Schaffung von Spielplätzen. Jugendinitiativen, Vereine und Freizeiteinrichtungen müssten gefördert werden.

Auch gelte es, den Feuerwehrbedarfsplan zeitgerecht und bedarfsorientiert umzusetzen.

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