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Bürgermeisteramt

Die Entscheidung fällt in der Stichwahl

Wie schon vor sechs Jahren stehen sich wieder Franz Wittmann und Georg Bruckner gegenüber.
Von Daniela Albrecht

Franz Wittmann (2.v.l.) muss in die Stichwahl.  Foto: Albrecht
Franz Wittmann (2.v.l.) muss in die Stichwahl. Foto: Albrecht

Viechtach.Zum zweiten Mal in Folge entscheiden die Wählerinnen und Wähler in Viechtach in einer Stichwahl zwischen Franz Wittmann (CSU) und Georg Bruckner (SPD), wer Bürgermeister wird. Im Vergleich zur Wahl vor sechs Jahren haben sich lediglich die Rollen verkehrt. Dieses Mal ist Franz Wittmann amtierender Bürgermeister, sein Vorgänger Georg Bruckner zugleich der Herausforderer.

Insgesamt standen vier Kandidaten zur Wahl – neben Wittmann und Bruckner waren dies Hans Greil (Unabhängige) und Nicole Herzog (Zukunft Viechtach). Wittmann lag nach Auszählung der Stimmen mit 41,14 Prozent deutlich vorne. Für einen Sieg im ersten Anlauf reichte es aber nicht. Bruckner kam auf 23,51 Prozent, dicht gefolgt von Hans Greil mit 23,01 Prozent. Auf Platz 4 landete Nicole Herzog mit 12,34 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 61,91 Prozent.

Die Politik-Neueinsteigerin Nicole Herzog war als Einzige neben Bürgermeister Franz Wittmann ins Viechtacher Rathaus gekommen, um die eintrudelnden Wahlergebnisse mit weiteren Zukunft-Stadtratskandidaten zu verfolgen. Ihr Ergebnis bezeichnete die Rechtsanwältin als „enttäuschend“. „Ich habe mir schon mehr erwartet“, erklärte Herzog, die 525 Stimmen bekommen hatte.

Franz Wittmann hingegen war zufrieden. Umringt von mehreren Christsozialen, darunter auch die Stadträte Alois Pinzl jun., Stefan Brücklmayer und Albert Dirnberger, hatte er die Ergebnisbekanntgabe verfolgt. Mit jedem Stimmbezirk, der dazu kam, verstärkte sich die Tendenz – es läuft auf eine Stichwahl hinaus, in die der Amtsinhaber mit einem deutlichen Vorsprung geht. „Dass es eine Stichwahl gibt, das war bei vier Kandidaten eigentlich klar“, meinte der Amtsinhaber, bei dessen Namen 1750 Bürger ihr Kreuz gemacht hatten. Er werde nun 14 Tage weiter dafür kämpfen, dass es klappe mit der Wiederwahl.

SPD-Kandidat Georg Bruckner verbrachte den Wahlabend beim Viechtacher Griechen. Telefonisch erklärte er, dass er sich mehr Stimmen gewünscht hätte. Genau 1000 Wahlberechtigte hatten ihn gewählt. „Aber ich bin dankbar für jeden, der mich unterstützt“, sagte Bruckner.

Fast hätte Hans Greil von den Unabhängigen den früheren SPD-Bürgermeister noch überholt. 979 Wähler hatten ihm ihre Stimme gegeben. Doch letztlich reichte es nicht. „Ich bin enttäuscht. Ich muss das Ergebnis jetzt erst einmal sacken lassen“, erklärte der Unabhängigen-Kandidat auf Nachfrage. Er habe sich die vergangenen sechs Jahre als 2. Bürgermeister sehr eingesetzt. „Das wird wohl nicht gesehen und anerkannt“, sagte Greil, der dennoch jetzt nach vorne schauen will und sich in einem Punkt sicher ist: „Der Greil Hans wird sich nicht ändern.“ Wie Wahlleiter Florian Voitl am Sonntagabend ankündigte, werde die Stichwahl auf Anordnung von Ministerpräsident Söder wegen der Corona-Krise als reine Briefwahl abgehalten.

DAS ERGEBNIS

  • Georg Bruckner (SPD):

    1000 Stimmen/23,51 Prozent

  • Hans Greil (Unabhängige):

    979 Stimmen/23,01 Prozent

  • Nicole Herzog (Zukunft Viechtach):

    525 Stimmen/12,34 Prozent.

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