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Kultur

Die feine Kunst der Auslese

Jury wählte die Exponate für die 53. Bad Kötztinger Kunstausstellung aus, die heuer am 2. Juni beginnt.
Von Roman Hiendlmaier

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Bad Kötzting.Und wieder ist es vollbracht: Nach einer Handvoll emsig diskutierter Stunden und etlichen Wurstsemmeln standen am Montagabend die bei der diesjährigen Kunstausstellung gezeigten Exponate fest.

Die Jury mit Ausstellungskurator Leo Schötz, Landkreis-Kulturreferentin Bärbel Kleindorfer-Marx, Stadtrat Wolfgang Kerscher, die Künstlerinnen Pia Nachreiner und Linde Kroher sowie Stadtpfarrer Herbert Mader machten sich am Montagnachmittag an die Auswahl der Exponate, die in der Kirchenburg an die Wand oder auf den Sockel dürfen. Start wird in diesem Jahr am Sonntag vor dem Pfingstfestwochenende sein, die Dauer knapp vier Wochen bis Freitag 28. Juni.

Die Ausstellung versteht sich nach eigener Darstellung als Forum für Kunstschaffende aus dem ostbayerischen Raum und Tschechien und bietet nicht nur professionellen und akademischen, in Verbänden organisierten Künstlern, sondern auch engagierten und anerkannten Autodidakten die Möglichkeit, ihre Arbeiten vorzustellen. Besonderheit ist die Anlage als Verkaufsausstellung, die Kunstfreunden die Möglichkeit gibt, sich ein Stück Kunst „Made in Ostbayern“ mit nach Hause zu nehmen.

Kritisch und gewissenhaft

„Die Kunstausstellung in Bad Kötzting ist der lebendige Beweis, dass Kunst auch die Menschen im ländlichen Raum begeistert und Künstler aus Bayern und Böhmen verbindet“, sagte der Chamer Ex-MdL Dr. Karl Vetter, der im vergangenen Jahr Schirmherr der Ausstellung war. Damals schafften es 68 Bilder sowie die Werke von 14 Fotografen und ebenso vielen Bildhauern mit ihren Plastiken in die Ausstellung. Hinzu kamen Künstler aus Tschechien, die mit ihren Werken die Ausstellung bereicherten. In diesem Jahr ist der bayerische Kultus- (und Kunst-)Minister Prof. Michael Piazolo, der jedoch nach aktuellem Stand nicht nach Bad Kötzting kommen wird.

„Sehr kritisch und sehr gewissenhaft“ habe die Jury in diesem Jahr agiert, zog Kurator Leo Schötz am Dienstag Bilanz. Wie bereits im Vorjahr bekamen weniger Exponate als zuvor üblich das „Daumen hoch“ der Jury. Die Ausstellung konnte Schötz 2018 etwas luftiger gestalten, was er auch heuer zu tun gedenke: „Wir haben beispielsweise zwei große Plastiken ausgewählt, die natürlich Raum benötigen, um Wirkung zu zeigen.“

Vorfreude auf junge Künstler

Er freue sich schon auf die bunte Mischung aus Hobbykünstlern und „Profis“, die mit ihren Werken ihren Lebensunterhalt bestreiten, so Schötz. „Es war kein Auswahlkriterium,“ so Schötz weiter, „aber ich glaube, wir haben eine gute Mischung.“ Auch freue ihn, dass junge Künstler wie Nathalie Bremer, die Straubingerin Kulturpreisträgerin Barbara Muhr, oder Lena Schabus, mit der Schötz jüngst in Regensburg eine Doppelausstellung hatte, im Juni in der Kirchenburg zu sehen sein werden. Auch ein Ausstellungskatalog der Schau werde wieder angefertigt.

Was bleibt, ist der Wunsch des vor drei Jahren nach Blaibach gezogenen Künstlers und Lehrers am Fraunhofer-Gymnasium Cham: Er wünschte sich im Sinne der Künstler, „dass viele ihre Werke nicht mehr abholen müssen“, weil sie verkauft wurden. Ein „roter Punkt“ sei eben immer noch die schönste Form der Anerkennung für einen Künstler.

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