MyMz
Anzeige

Versammlung

Die Feuerwehr Staning „sagt nie Nein“

KBI Bergbauer sparte nicht mit Lob. Kommandant Lommer berichtete von 300 Einsatzstunden im vergangenen Jahr.
Von Hermann Schropp

Man könne sich auf die Feuerwehr Staning immer verlassen – Staning sei immer dabei, sage nie Nein: Dieses Lob erfuhr die amtierende Vorstandschaft aus dem Munde von KBI Andreas Bergbauer.  Foto: Hermann Schropp
Man könne sich auf die Feuerwehr Staning immer verlassen – Staning sei immer dabei, sage nie Nein: Dieses Lob erfuhr die amtierende Vorstandschaft aus dem Munde von KBI Andreas Bergbauer. Foto: Hermann Schropp

Chamerau.Die Freiwillige Feuerwehr Staning hat in der Zeit vor dem Versammlungsverbot zur Jahreshauptversammlung mit Ehrungen eingeladen. 2. Vorsitzender Karl Mayer begrüßte dazu im Feuerwehrgerätehaus eine Vielzahl von Mitgliedern, unter ihnen auch Bürgermeister Stefan Baumgartner, die Ehrenkommandanten Ludwig Lommer, Franz Ederer sowie von der Feuerwehrführung Ehrenkreisbrandrat Johann Weber, Kreisbrandinspektor Andreas Bergbauer und Kreisbrandmeister Alexander Beier. Mit einer Schweigeminute gedachte man des verstorbenen Kameraden Frieder Herold.

Nach dem Bericht von Schriftführer Martin Dendorfer war dem Rückblick des 2. Vorsitzenden Karl Mayer zu entnehmen, dass die Kameraden im abgelaufenen Vereinsjahr an den verschiedenen Garten-, Gründungs- und Kirchenfesten teilgenommen hatten. Gefordert war die Wehr besonders beim 1000-jährigen Gründungsfest der Gemeinde Chamerau, wofür das eigene Feuerwehrzelt kostenlos zur Verfügung gestellt worden sei. Außerdem wurden Faschingsbälle und sonstige Veranstaltungen der Nachbarvereine besucht.

Neues Mitglied vorgestellt

Gerade bei den Kirchenfesten wünschte sich der stellvertretende Vorsitzende künftig mehr Beteiligung. Karl Mayer sprach auch das eigene Hallenfest und das Kesselfleischessen an, das erstmals am Faschingssamstag stattgefunden und alle Erwartungen übertroffen habe. Zum Schluss seines Berichtes konnte Mayer den 28 Mitgliedern, die zur Versammlung erschienen waren, mit Markus Fischer ein neues Mitglied vorstellen.

Kommandant Peter Lommer berichtete, dass man bei der Frühjahrs-Dienstversammlung sowie der Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Feuerwehr-Inspektion Bad Kötzting, bei der Frühjahrs-Dienstversammlung im KBM-Bereich Miltach, bei der Jahreshauptversammlung des KFV Cham in Blaibach sowie bei der Herbst-Dienstversammlung im KBM-Bereich Miltach in Altrandsberg jeweils mit einigen Teilnehmern vertreten gewesen sei. Außerdem wurde an der Feuerwehraktionswoche sowie an der Informationsveranstaltung bezüglich der Aktualisierung des Beitragswesens für den LFV Bayern und der Möglichkeit der Handyalarmierung teilgenommen.

Angesprochen wurde auch die neue Handyalarmierung, die aus Gründen des Datenschutzes und der neuen Zertifizierungsregeln in Kraft trat. Nicht unerwähnt ließ der Kommandant dabei die Übernahme der Kosten durch die Gemeinde Chamerau.

Lommer dankte allen, die ihn das ganze Jahr über unterstützten. Ein großes Dankeschön galt Jugendwart Stefan Ederer und der Feuerwehrführung, die immer ein offenes Ohr habe und mit Rat und Tat zur Seite stehe. Sein besonderer Dank galt der Gemeinde mit Bürgermeister Stefan Baumgartner, die immer die Feuerwehren unterstützte.

Jugendwart Stefan Ederer verwies in seinem Bericht auf eine überaus engagierte und lernwillige „Truppe“. Es seien neun Jugendübungen mit einer Dauer von 18 Stunden zur Aus- und Fortbildung absolviert worden. Ederer berichtete von 23 Mannstunden der Jugendfeuerwehr und 47 Mannstunden der Kinderfeuerwehr in feuerwehrtechnischer Ausbildung mit Schwerpunkt: Knotenkunde, Löschangriff Oberflurhydrant, Feuerwehrfunk, Schlauchkunde, Großübung der Jugendfeuerwehren in Oberndorf (Aufbau einer Förderleitung) und dem Wissenstest 2019 „Verhalten bei Notfällen“, die alle besucht worden seien.

Außerdem gab es noch gesellige Veranstaltungen: DVD-Abende mit Pizza-Essen, ein Spiel ohne Grenzen am 21. Juli in Arndorf sowie den Besuch des Nikolausschießens der Eichenlaubschützen Staning.

Den Nachwuchs motivieren

Nach einem Abgang durch Wohnungswechsel gehörten Ende 2019 noch zwei Mitglieder der Jugendfeuerwehr an. Die Kinderfeuerwehr hat mit zwei weiblichen und einem männlichen Mitglied zum Jahresende 2019 drei Mitglieder. Stefan Ederer gab noch eine kurze Information mit Vorschau auf 2020 und appellierte zum wiederholten Mal an die Eltern zur Motivation des Nachwuchses für die Feuerwehr.

Kassenverwalter Josef Heigl gab einen Bericht über die Einnahmen und Ausgaben des vergangenen Jahres. Er stellte heraus, dass die Ausgaben etwas größer als die Einnahmen gewesen seien, was mit den Anschaffungen zu begründen sei. Die Kassenprüfer Heiner Mayer und Ernst Schlamminger bestätigten dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung.

KBI Andreas Bergbauer wollte mit seiner Anwesenheit seine Wertschätzung für die geleistete Arbeit zum Ausdruck bringen. Man könne mit Fug und Recht sagen, dass die kleine Feuerwehr Staning ein „zuverlässiger Partner im Brand- und Katastrophenschutz“ sei. Die von dieser Wehr absolvierten Leistungsprüfungen nannte er die Basis für eine solide Aus- und Weiterbildung, denn damit werde das Niveau gehalten. Der KBI lobte die FFW Staning für ihr starkes Engagement. „Man kann sich auf die Feuerwehr Staning immer verlassen. Staning ist immer dabei, sagt nie Nein. Das liegt nicht allein an der Vorstandschaft, sondern vor allem auch an den Mitgliedern, an der wunderbaren Gemeinschaft.“

Bürgermeister Stefan Baumgartner war in seinem Grußwort beeindruckt, dass so viele Feuerwehrkameraden durch ihre Anwesenheit bei der Versammlung ihr Interesse an der Feuerwehr bekunden und ihre Unterstützung für die Vorstandschaft ausdrücken würden. Er gratulierte der Feuerwehr Staning zu der hervorragenden Arbeit und forderte die Kameraden auf, diese Arbeit so erfolgreich weiterzuführen. Das Gemeindeoberhaupt lobte die stete Einsatzbereitschaft der Wehr, aber auch das große gesellschaftliche Miteinander. So hob Baumgartner die große Beteiligung der Wehr am 1000-jährigen Gründungsfest der Gemeinde Chamerau besonders hervor. Er nannte es bewundernswert, wie die oft schwierigen Einsätze mit viel menschlichem Leid und teilweise unter schwersten Bedingungen professionell abgewickelt würden. „Was wären wir ohne die kleinen Feuerwehren ?“, fragte er und äußerte sich lobend über die Jugendarbeit.

Baumgartner blickte kurz auf die Schneebruchsituation 2019 zurück und hob positiv hervor, dass die Feuerwehren in seinem Gemeindebereich sowie auch im Kreisbrandmeisterbereich bis heute ihre geleisteten Einsätze noch nicht den Betroffenen in Rechnung gestellt hätten. Stefan Baumgartner fügte noch einige Dankesworte für die gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehrführung und der Gemeinde an. Bei der Freiwilligen Feuerwehr Staning werde mit Menschenverstand und der Bereitschaft zum Miteinander gehandelt. Die Jugendarbeit dürfe in Zukunft, selbst wenn das manchmal zahlenmäßig schwer sei, nicht vernachlässigt werden. Die Gemeinde werde weiterhin jede Unterstützung gewähren.

Aktive und Einsätze

  • Bericht des Kommandanten:

    1. Kommandant Peter Lommer berichtete von 22 Aktiven und sprach in seinem Bericht die dringenden Anschaffungen von Jugendschutzanzügen, Verkehrsleitkegeln und Feuerwehrleinen an.

  • Aktivitäten:

    Die Wehr musste zu fünf Einsätzen im abwehrenden Brandschutz (Brände), zu 35 Einsätzen im Technischen Hilfsdienst (Technische Hilfeleistungen THL) und zu einer sonstigen Tätigkeit ausrücken.

  • Weiterbildung

    : Der Lehrgang Absturzsicherung wurde von Tobias Steinmann, Daniel Felke und Niko Böse besucht. Kommandant Peter Lommer nahm am VR-Training Gruppenführer Brand teil und durfte auch mit der Brille trainieren.

  • Einsatzstunden

    : Diese erreichten mit 300,4 (Vorjahr 71,5) einen neuen Höchststand. 111 Übungsstunden wurden abgehalten, was eine Gesamtstundenzahl von 411,4 (Vorjahr 378,5) Stunden betraf. (che)

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht