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Wirtschaft

Die Firma Zollner kommt nach Roding

Das ist eine echte Sensation: Die Zollner AG mietet sich auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern ins Gründerzentrum ein.
Von Thomas Mühlbauer

Im Obergeschoss des Gebäudes hat sich die Zollner Elektronik AG eingemietet. Foto: Mühlbauer
Im Obergeschoss des Gebäudes hat sich die Zollner Elektronik AG eingemietet. Foto: Mühlbauer

Roding.Die Spatzen haben es schon längst von den Dächern gepfiffen, seit Donnerstag ist es offiziell – die Zollner AG aus Zandt folgt dem wirtschaftlichen Aufschwung in der Stadt an der Rodinger Regenreibm und mietet sich auf 6500 Quadratmetern in das zweite Stockwerk des Gebäudekomplexes in der Buchenstraße in Roding ein. Im Erdgeschoss des Gebäudes ist zudem seit 22 Jahren das Gründerzentrum des Landkreises zuhause. Seit 2015 ist Alexander Eder aus Wetterfeld Eigentümer, der im Gespräch mit unserem Medienhaus wissen lässt: „Wir haben in den letzten Jahren alles dafür getan, das Gebäude, sowohl außen mit einer neuen Fassade als auch innen, auf den neuesten Stand zu bringen.“

Nahtloser Mieterwechsel im Gründerzentrum

So wurde auch eine neue Elektronik verbaut und der Energieausweis ist ebenfalls hervorragend, lässt Eder ergänzend wissen. Der Vormieter war hier zum 30. September ausgezogen. Erfreulich auch für Eder, dass ein nahtloser Übergang erfolgte und der neue Mieter, die Zollner AG, sich zu Beginn des Monats einmietete. Dass mit Einmietung des neuen Mieters Alexander Eder ein wahrer Coup gelungen ist, will der Wetterfelder gar nicht von der Hand weisen: „Das ist natürlich wichtig für Roding, wir haben nun zukunftsträchtige Mieter in den Räumen, die auch die Stadt und den Landkreis weiterbringen.“ Anfragen gab es für die Räume aus den verschiedenen Bereichen zu genüge, doch so lässt Eder wissen, habe man sich bewusst für diesen Mieter entschieden. Auch wurde das Genehmigungsverfahren sehr schnell abgewickelt, denn die 6500 Quadratmeter sind nun offiziell als Lager, Produktions und Büroflächen gekennzeichnet.

Vorerst „nur“ Lagerfläche für die Firma Zollner

Nicht zuletzt die gute Lage und die Infrastruktur rund um den Standort mit einer guten Verkehrsanbindung machen dieses Gebäude für potenzielle Mieter sehr reizvoll, doch Alexander Eder lässt hierzu wissen: „Aktuell ist alles langfristig vermietet.“

Gebäudekomplex in der Buchenstraße

  • Fläche: Auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern mietet sich die Zollner Elektronik AG aus Zandt in das komplette obere Stockwerk des Gebäudekomplexes in der Buchenstraße in Altenkreith ein. Hierbei sollen diverse Teile (Büromöbel, Kundenteile aber auch eigene Sachen) ausgelagert werden und hier ihren Platz finden, da es im Hauptwerk im Zandt an Fläche mangelt. Ob daraus mehr wird, das lässt sich laut dem Unternehmen noch nicht abschätzen.

  • Gründerzentrum: Im Erdgeschoss des Gebäudes ist seit 1996 das Gründerzentrum des Landkreises zu Hause. Die Gründer finden hier einen perfekten Platz vor, an dem sie ihre Ideen verwirklichen können. So sagt Klaus Schedlbauer vom Landratsamt: „Das IGZ ist eine Erfolgsgeschichte.“ Denn auch in Zeiten der boomenden Wirtschaft sind Gründer für den Landkreis und auch die Städte enorm wichtig. Aktuell sind eine Gewerbefläche und zwei Büroräume frei.

Bernhard Kirst, Marketingleiter der Zollner Elektronik AG in Zandt, lässt im Gespräch mit unserem Medienhaus wissen: „Wir waren auf der Suche nach einer Lagerfläche und haben den Standort für uns als optimale Lösung gesehen.“

Insgesamt mietet sich das Unternehmen auf einer Fläche von 6500 Quadratmetern ein. Eingelagert werden soll von Büromöbeln über Kundenteile bis zu eigenen Teilen alles, was am Hauptstandort in Zandt und in den weiteren Werken nicht untergebracht werden kann.

„Wir haben im Hauptwerk in Zandt einfach keinen Platz mehr“, so Kirst. Angesprochen darauf, ob man die neu gemietete Fläche auch später als Produktionsfläche mit nutzen wird, hält sich der Marketingleiter bedeckt: „Dass kann man nicht abschätzen und so kann ich hierzu nichts sagen.“ Für den Standort hat auch die Lage gesprochen, denn so lässt Kirst wissen: „Alle unsere Werke haben wir rund um Zandt, dass wir sie schnell erreichen können.“

22-jährige Erfolgsgeschichte des Gründerzentrums

Klaus Schedlbauer, Sachgebietsleiter Wirtschaftsförderung im Landratsamt Cham, sieht im Gründerzentrum, in dessen Erdgeschossräume sich der Landkreis im Jahr 1996 eingemietet hatte als wahre Erfolgsgeschichte. „Auch wenn die Wirtschaft bei uns boomt: Gründer sind nach wie vor extrem wichtig für den Landkreis Cham und dessen Betriebe.“

Klaus Schedlbauer vom Landratsamt steht den Gründern zur Verfügung. Foto: Mühlbauer
Klaus Schedlbauer vom Landratsamt steht den Gründern zur Verfügung. Foto: Mühlbauer

Denn gerade Existenzgründer haben oft neue Blickwinkel auf Prozesse, um diese möglicherweise zu beschleunigen oder effektiver zu machen. Aktuell stehen im Erdgeschoss des Gründerzentrums, wo der Landkreis Mieter ist, für neue Start-up-Unternehmen eine Gewerbefläche und zwei Büroräume zur Verfügung. „Wenn ein potenzieller Existenzgründer zu uns kommt, hat man meistens ein Zeitfenster von knapp zwei Monaten, um zu versuchen, ihm passende Räume anzubieten.“ Gerade die Verkehrsanbindung und die Infrastruktur seien am Standort in Roding hervorragend.

„Das ist perfekt, denn die B 85 und die B 16 verlaufen direkt vor dem Gebäude, sodass man schnell in alle Richtungen kommt.“ Und wie der Sachgebietsleiter weiter informiert, kooperieren gar schon einige Start-up-Unternehmen aus dem IGZ mit dem neuen Mieter, der Zollner AG, in gewissen Bereichen. Schedlbauer sagt zur Bedeutung des Gründerzentrums in Roding: „Das hat einen unschätzbaren Wert! So wurde in den letzten 22 Jahren eine wahre Erfolgsgeschichte geschrieben. Viele Firmen haben hier ganz klein begonnen und konnten sich anschließend prächtig entwickeln.“

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