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Tierschutz

Die großen Vier: Ausstellung beim LBV

In Nößwartling ist die Wanderausstellung „Die großen Vier – vom Umgang mit Wolf, Bär und Luchs (und Mensch)“ eröffnet.
Von Volkmar Dimpfl

Heinz Schindlatz, LBV-Kreisvorsitzender freute sich, dass nach zehn Jahren diese Wanderausstellung wieder in den Landkreis Cham kommt. Foto: Volkmar Dimpfl
Heinz Schindlatz, LBV-Kreisvorsitzender freute sich, dass nach zehn Jahren diese Wanderausstellung wieder in den Landkreis Cham kommt. Foto: Volkmar Dimpfl

Nösswartling.Heinz Schindlatz, Kreisvorsitzender des Landesbunds für Vogelschutz (LBV) freute sich, dass nach zehn Jahren diese Wanderausstellung des Bayerischen Umweltministeriums wieder in den Landkreis Cham kommt. Er begrüßte dabei neben vielen LBV-Mitgliedern auch Vertreter der Landwirtschaft und der Jäger.

Bär, Wolf und Luchs kommen wieder nach Bayern zurück. Sie sind eine Bereicherung unserer Natur, sagt der Landesbund für Vogelschutz. Wir müssen uns allerdings auf den Umgang mit Ihnen vorbereiten. Dies wird nicht immer leicht sein. Die Menschen müssen durch Wissen, Information und richtiges Verhalten dieses Miteinander konstruktiv gestalten. Ein wichtiger und begleitender Baustein zur Information ist diese Wanderausstellung.

Seit 2008 tourt die Ausstellung durch Bayern und will durch Information und Bildungsangebote Interesse und Verständnis für diese faszinierenden Tierarten wecken. Wohl in Anlehnung an die „Big Five“ in der Tierwelt Afrikas wurde diese Ausstellung „Die großen Vier“ genannt, wobei hier neben den drei großen Beutegreifern Bär, Wolf und Luchs der Mensch als vierter Faktor dazukommt, denn es geht bei dieser Ausstellung auch um den Umgang des Menschen mit den Wildtieren, um die gemeinsame Zukunft. Die vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz erstellte Ausstellung ist fester Bestandteil des bayerischen Wildtiermanagements für diese großen Beutegreifer. Seit 2008 haben über 100 000 Menschen die Ausstellung besucht.

Zum Auftakt führte Markus Martini, seit November 2018 Wolfsbeauftragter der Oberpfalz, mit einem kurzen Fachvortrag in die Ausstellung ein. Martini behandelte hierbei die Besonderheiten der Tiere, ihre Verbreitung und ihre Reviergrößen, aber auch, vor allem bei Wölfen, die Schutzmaßnahmen bei Weidetieren. Der Luchs hat sich in Ostbayern zwar etabliert, breitet sich aber nicht aus. Der Wolf taucht immer wieder einmal in Bayern auf und kann ebenso wie der Bär jederzeit (wieder) nach Bayern einwandern.

Zur Ausstellungseröffnung inszenierte das Theaterprojekt „Fräulein Brehms Tierleben“ Canis Lupus und Lynx Lynx als Bühnenabenteuer. Seit 2012 begleitet dieses einzige wissenschaftliche Theater der Welt für heimische bedrohte Tierarten die Ausstellung.

Die Ausstellung ist bis 30. August zu den Öffnungszeiten des LBV-Zentrums von Montag bis Freitag von 9.00 bis 16.00 Uhr und auch an Sonntagen und Feiertagen von 14.00 bis 17.00 Uhr zu sehen. (fvd)

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