MyMz
Anzeige

Kommune

Die Kabel sind nur der Anfang

Roding saniert die Grund- und Mittelschule. Derzeit wird rückgebaut, damit Neues entsteht. Die Pausenhalle wird barrierefrei.
Von Rupert Schlecht

Blick in die Pausenhalle: Bauleiter Martin Leeb und stellvertretende Stadtbaumeisterin Sabine Weixel erläutern Rück- und Wiederaufbau. Fotos: R. Schlecht 
Blick in die Pausenhalle: Bauleiter Martin Leeb und stellvertretende Stadtbaumeisterin Sabine Weixel erläutern Rück- und Wiederaufbau. Fotos: R. Schlecht 

Roding.Bildung ist unbestritten ein Standortfaktor von gewichtiger Bedeutung. Und dementsprechend wird die Kommune auch nicht müde, in die Grund- und Mittelschule Roding zu investieren, um diese, und damit selbstredend Jahr für Jahr mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler, möglichst fit für die Zukunft zu machen. Voriges Jahr im November ist an der Bildungseinrichtung, deren baulichen Anfänge bis in die 1950er Jahre zurückreichen, der sanierte Verwaltungstrakt fertiggestellt – und damit ein Meilenstein auf dem Weg hin zur Komplettsanierung gesetzt worden.

Wenn die gesamte Sanierung – wie vorgesehen – im Jahr 2020 abgeschlossen ist, hat die Stadt Roding im Laufe der Jahre summa summarum rund 20 Millionen Euro ins Projekt gesteckt. Darüber hat Bürgermeister Franz Reichold informiert.

Die Kabel werden „umverlegt“

Bagger vor der Grube in der Pausenhalle: In dieser, die künftig ein Keller ist, werden Leitungen verlegt – bzw. in Martin Leebs Worten: Die „Schlagadern“. Fotos: R. Schlecht 
Bagger vor der Grube in der Pausenhalle: In dieser, die künftig ein Keller ist, werden Leitungen verlegt – bzw. in Martin Leebs Worten: Die „Schlagadern“. Fotos: R. Schlecht 

Noch erlaubt man sich keinerlei Verschnaufpause; bedeutet, dass derzeit mit Hochdruck daran gewerkelt wird, die Pausenhalle rückzubauen, aber so, dass man sie später wieder aufbauen kann. In der Halle wird nach Aussage von Architekt und Bauleiter Martin Leeb aus Roding seit 7. März entsprechend gehandelt, unter anderem gerade deswegen, um sie und dessen Zugänge barrierefrei gestalten zu können. Mit Martin Leeb hat am Mittwochnachmittag stellvertretende Stadtbaumeisterin Sabine Weixel die Schulbaustelle besichtigt. Augenscheinlich ist, ehe Neues entstehen kann, dass abgebrochen wird: So ist die Pausenhalle definitiv eine kleine Großbaustelle, auf der bisweilen kein Stein auf dem anderen bleibt. Mittendrin klafft eine rechteckige Grube, der Blick richtet sich auf Fundamente. Bauarbeiter haben in den vergangenen Wochen zweieinhalb bis drei Meter hinuntergebaggert. Der Bauleiter und Architekt Martin Leeb, der einst selbst die Rodinger Schule besucht hat, erläutert mit Sicht darauf, dass die Grube mit Erde gefüllt gewesen sei, künftig aber als Kellerraum erhalten bleibe, um darin Kabel (Daten-, Elektrokabel und dergleichen) „umzuverlegen“. Angrenzend an diesen Kellerbereich wird Leebs Worten nach der künftige Aufzug in die Höhe gezogen, dieser als eines der primären Elemente hin zur barrierefreien Bildungseinrichtung.

Die Kabelverlegung soll in den 14 Tage dauernden Pfingstferien abgewickelt werden. Generell gesprochen, gehen die Arbeiten echt gut voran. Der künftig bis zu rund 350 Quadratmeter große Bereich der Pausenhalle – Leeb bezeichnet die Halle als „Bypassstück zwischen beiden Schulen“ – soll soweit zurückgebaut und entkernt werden, dass nur noch das Betonskelett stehenbleibt. Über der Halle seien Fachräume und teils auch Klassenzimmer vorgesehen. In die Halle werde der Kiosk integriert. Im Übrigen werde in nächster Zeit neben Mauern auch das Hallendach weichen. Leeb sagt: Dieses soll aber dann vor Weihnachten wieder geschlossen sein. Er lacht: „Sonst könnten wir drinnen Schifahren“.

Kommentar

Durchhalten, weil sich’s lohnt

Noch sind Osterferien, aber, wenn diese verstrichen sind, strömen wieder über 600 Schülerinnen und Schüler in die Grund- und Mittelschule Roding. Nicht...

Rücksicht im laufenden Betrieb

Sabine Weixel beziffert die Kosten für die Kommune auf rund 5,1 Millionen Euro. Diese Summe gelte aber für den 2017 fertiggestellten Verwaltungstrakt sowie die Pausenhalle. Von nun an wird ihren Worten nach noch ungefähr eineinhalb Jahre – bis September 2019 – gebaut. 2020 müssten noch die „Differenzierungsräume“ für die Ganztagsbetreuung geschaffen werden. Dann aber sei die Schulsanierung wohl endgültig unter Dach und Fach.

Bauleiter Martin Leeb und alle, die an der Sanierung der Grund- und Mittelschule mitwirken, haben bis dahin noch etliche Herausforderungen zu meistern. „Das Besondere ist, dass die Sanierung im laufenden Betrieb gemacht wird.“ Aber, auch dies klappe gut: Aufeinander Rücksicht nehmen, das sei das Gebot der Stunde.

Mehr Nachrichten aus Roding und Umgebung lesen Sie hier.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht