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Die Kurve gekriegt?

Ein Kommentar von Petra Schoplocher

Was ist das nun, ein Sieg, eine Niederlage? Ein Sieg vielleicht, weil die CSU eingesehen hat, dass sie dieses Mal nicht an Wolfgang Kürzinger vorbei konnte. Eine Niederlage, weil die Mehrheitsfraktion wieder „ihr Ding“ durchgezogen und sich den viel bedeutsameren Stellvertreterposten gesichert hat? Eine Niederlage, weil sich das Wahlergebnis nun doch wieder nicht in der Machtverteilung abbildet?

Was man bei der vermeintlich großmütigen Geste, Wolfgang Kürzinger zum Dritten Bürgermeister zu wählen, nämlich nicht übersehen darf: Sie war alternativlos. Hätte die CSU einen Gegenkandidaten ins Rennen geschickt (den sie dank absoluter Mehrheit auch durchbekommen hätte) – was hätte der Wähler dann denken müssen?

Ob nun aus Taktik oder Überzeugung: Ab heute sollte einzig das Resultat zählen. Die einstimmige Wahl ist ganz klar eine Handreichung, ein Befriedungsangebot, eine Offerte für ein Miteinander. Diese zu machen, war ebenso wichtig, wie sie anzunehmen. Wenn jetzt noch Taten folgen in der Form, dass der Dritte Bürgermeister mehr als ein „Grüß-Gott-Onkel“ ist, stehen die Chancen für ein echtes Miteinander gut. Der Boden ist bereitet.

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