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Drachenstich

Die neuen Darsteller proben bereits

Kerstin Beck, Steffi Decker, Bernhard Plötz sowie Moritz und Felix Schächtl freuen sich auf ihre Rollen im Further Festspiel.
Von Evi Paleczek

Bernhard Plötz sowie Moritz und Felix Schächtl üben schon fleißig für ihre neuen Rollen im Kinder-Vorspiel. Foto: Paleczek
Bernhard Plötz sowie Moritz und Felix Schächtl üben schon fleißig für ihre neuen Rollen im Kinder-Vorspiel. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Fünf Drachenstich-Darsteller übernehmen in diesem Jahr neue Sprechrollen: Kerstin Beck, Steffi Decker, Bernhard Plötz sowie Moritz und Felix Schächtl. Geprobt wird in der Probenhalle bereits fleißig, so auch am Donnerstagnachmittag.

Kerstin Beck übernimmt in diesem Jahr die Rolle der Furtherin, die die Ankunft des Drachen prophezeit, als Jahresvertretung für Marie-Luise Schneider. Mit fünf Jahren hat sie zusammen mit ihrem Vater und ihrem Bruder beim Volk angefangen, erzählt sie, und zwölf Jahre lang mitgespielt. Als Jugendliche spielte sie außerdem zwei Jahre lang beim Lichtenecker Bund Theater und hatte eine kleine Sprechrolle. Die Familie ist eng mit dem Drachenstich verbunden. Becks Vater war 40 Jahre lang Kirchhofschütze, Mann im Baum oder Kolomann, ihr Bruder spielte zehn Jahre lang im Kardinal-Gefolge.

Eine anspruchsvolle Rolle

Kerstin Beck (links) und Steffi Decker freuen sich auf die neuen Rollen. Foto: Paleczek
Kerstin Beck (links) und Steffi Decker freuen sich auf die neuen Rollen. Foto: Paleczek

Kerstin Beck ist verheiratet und hat zwei Kinder: einen siebenjährigen Sohn und eine elfjährige Tochter, die Erzählerin beim Kinderdrachenstich ist. Beck ist gebürtige Furtherin und arbeitet seit einem Jahr mit ihrem Mann Andreas in der Realschule, wo sie den Pausenverkauf leitet. Zuvor war sie als PTA in einer Apotheke beschäftigt. „Ich bin Naturmensch, meine Leidenschaft ist das Gärtnern: Blumen, Gemüse – alles, was die Natur hergibt, und was man daraus herstellen kann“, sagt Kerstin Beck über sich. Sie freut sich darauf, seit ihrer Jugend das erste Mal wieder auf der Bühne zu stehen. Die Rolle gefällt ihr, weil sie anspruchsvoll ist, und sie eine Person darstellt, die nicht den Kopf in den Sand steckt, sondern ihre Meinung sagt und dazu steht.

Ihre Kindheitserinnerungen an den Drachenstich prägen vor allem die netten Ritterinnen, die die Kinder vom G’flank unglaublich lieb behandelt haben. Als Jugendliche erinnert sie sich vor allem an die große Gemeinschaft der Drachenstich-Spielschar, da die halbe Familie und fast der ganze Freundeskreis in irgendeiner Art beim Drachenstich mitgewirkt hat. Steffi Decker verkörpert in diesem Jahr erstmals die erste Flüchtlingsfrau, als Jahresvertretung für Daniela Meckl. Decker ist Lehramtsanwärterin an der Mittelschule Waldmünchen, ihr Hobby ist das Reiten.

Beim Drachenstich ist sie seit Kindesbeinen aktiv; zunächst beim Kinderdrachenstich. Seit 2012 wirkt sie im großen Festspiel mit und ritt bislang in der Hussitengruppe. Im vergangenen Jahr war sie zudem Regieassistentin. Deckers Mutter Conny war 1981 Ritterin, ihre Tante Christine Schmidberger 1985. Bruder Philipp spielt seit zehn Jahren beim Drachenstich mit, in verschiedenen Rollen, aktuell als Jakob Gewolf. „Ich bin schon gespannt auf den Rollenwechsel“, sagt Decker. „Von der Jägerin zur Gejagten. Denn als Hussitenreiter habe ich bisher das Volk verfolgt – dieses Jahr werde ich selber unter den Attacken leiden.“

Der zwölfjährige Moritz Schächtl schlüpft in diesem Jahr in die Rolle des Kleinen Ritters im Kinder-Vorspiel. Seit 2015 hat er dort das Hinterteil des Drachen verkörpert. Er besucht die fünfte Klasse am Josef-von-Fraunhofer-Gymnasium in Cham. Seine Hobbys sind der Spielmannszug Grenzfähnlein, die JFG 3 Wappen D-Jugend, Schach und die DLRG.

Das Drachenstich-Festspiel 2018

  • und 2. August, jeweils 20 Uhr

  • Aufführungen:

    3., 4., 5., 10., 11., 12., 14., 16., 17., 18. und 19. August, 20 Uhr; am 12. August zusätzlich um 15.45 Uhr

  • Gruppen:

    ab der 16. Karte auf alle Karten zehn Prozent Ermäßigung

  • Karten:

    erhältlich in der Geschäftsstelle der Festspiele am Stadtplatz 4, unter (0 99 73) 509 70 sowie unter drachenstich@furth.de

  • Festumzug:

    Die Eintrittskarte für den 12. August um 15.45 Uhr ist gleichzeitig gültig als Einlasskarte zum Bunten Treiben und zum Historischen Festzug beim Kauf vor dem 12. August

Zuschauer zum Lachen bringen

Schächtls Eltern Stephanie und Wolfgang spielen seit 2016 in der Schranne mit. Der Vater war vorher bei den Bu-sinenbläsern. Die Mutter war zunächst im Volk, hatte eine Sprechrolle bei den Flüchtlingsfrauen und war 2001 Ritterin. Moritz freut sich am meisten auf die Probentage mit seinen Freunden. An der Rolle des Ritters gefällt ihm die freche und lustige Art, mit der er die Zuschauer zum Lachen bringen kann.

Moritz Schächtls Bruder Felix spielt in diesem Jahr zum ersten Mal den Kopf des Drachen im Kinder-Vorspiel. Er ist neun Jahre alt und wirkt seit 2016 mit seinen Eltern und seinem Bruder in der Schranne mit. Seine Hobbys sind der Spielmannszug, der FC F-Jugend, Schach und die DLRG. Felix freut sich, gemeinsam mit seinem Bruder den Drachen zu verkörpern. Es wird heuer für ihn ein aufregender Drachenstich, weil er noch nie eine Sprechrolle hatte.

Der zwölfjährige Bernhard Plötz verkörpert in diesem Jahr den Kleinen Ritter im Kinder-Vorspiel, als Jahresvertretung für Elias Kerner, der heuer Kinderritter ist. Schon mit drei Jahren hat Bernhard begonnen, beim Volk mitzuwirken. Vergangenes Jahr war er der Kopf des Drachen im Vorspiel. Über die jetzige Rolle freut er sich sehr, erzählt er. Und beim Drachenstich ist er mit dabei, weil das mal was anderes ist, etwas, das nicht jeder macht.

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