MyMz
Anzeige

Waldverein

Die Schutzhäuser bereiten Sorgen

Das Osserschutzhaus braucht einen neuen Pächter und muss saniert werden. Der Hauptverein will Geld fürs Falkensteinhaus.

Das Schutzhaus am Osser ist in die Jahre gekommen. Foto: kfl
Das Schutzhaus am Osser ist in die Jahre gekommen. Foto: kfl

Lam.Vorsitzender Klaus Butz eröffnete im Hotel Sonnbichl mit einem Vater unser zum Gedenken an die verstorbenen Mitglieder Alois Schrötter, Ludwig Korherr, Kurt Sanetra, Franz Frisch und Frau Blattner die Hauptversammlung der Sektion Lam des Bayerischen Waldvereins. Sein besonderer Gruß galt Bürgermeister Paul Rossberger und dem Hüttenwirt Sebastian Augustin.

Im Tätigkeitsbericht ging es um die teure, aber notwendige Brunnenbohrung, die die Trinkwasserversorgung des Osserschutzhauses durch die Feuerwehren Lam und Lohberg ablöste. Es wurde der Fahrweg für den Pächter instandgesetzt und in den Brandschutz investiert. Fürs laufende Jahr stehen Investitionen in das Haus an. Ein größeres Problem dürfte das Finden eines neuen Pächters sein, da der Hüttenwirt im Herbst abzieht. Durch die gute Zusammenarbeit mit den Gemeinden und dem Landratsamt ist an eine energetische Sanierung des Schutzhauses und deren Finanzierung gedacht.

Wanderungen kamen gut an

Wanderwart Anton Plötz hat geführte Wanderungen angeboten, die sehr gut angenommen wurden. Man besuchte das Gallner Bergfest bei Konzell, suchte die Überreste der alten Chamer Hütte und die Ruine Zwieseleck im Tauschwald. Heuer geht es auf den Harlachberg bei Bodenmais, durch die Widraschlucht im Böhmerwald, zum Hörndl und auf den Hochstätter und mit dem Rad nach Modrawa.

Konrad Huber, Karl-Heinz Stöberl, Franz Wendl und Klaus Butz Foto: kon
Konrad Huber, Karl-Heinz Stöberl, Franz Wendl und Klaus Butz Foto: kon

Georg Neumeier gab den umfangreichen Kassenbericht. Franz Reuel und Andreas Roider haben die Kasse geprüft und um Entlastung des Kassenwartes gebeten. Nachdem diese erteilt wurde, erklärte Neumeier seinen Rücktritt als Kassier, weil große Firmen Förderzusagen im fünfstelligen Bereich machten, aber bisher kein Geld floß. Vorsitzender Klaus Butz erklärte dazu, dass die Gelder bis zur Entscheidung bezüglich der Pächternachfolge im Osserschutzhaus zurückgehalten werden. Der Versuch, aus den Reihen der Anwesenden einen neuen Vereinskassenwart zu finden, scheiterte, so dass man die Neuwahl vertagte.

Der Lamer Bürgermeister Paul Rossberger lobte die viele Arbeit, die in das Schutzhaus investiert wurde. Er wolle sich weiterhin um Fördermittel bemühen. Zur Ehrung der langjährigen Mitglieder kamen von zwölf nur zwei, sodass die beiden Vorstände Urkunde und Anstecknadel allein an Karl-Heinz Stöberl für 50 und Franz Wendl für 60-jährige Mitgliedschaft überreichen konnten.

Den Hauptteil der Versammlung der Sektion Lam nahm die Diskussion um die Beteiligung an der Finanzierung des Neubaus des Schutzhauses am Großen Falkenstein durch den Hauptverein Zwiesel ein. Danach sollte von jedem Mitglied der 59 Sektionen zu den bisherigen neun Euro jährlich ein weiterer Euro an den Hauptverein fließen. Dafür stimmten 41 Sektionen.

Da nur wenige Zweigvereine ein eigenes Haus zu unterhalten haben, fällt es den Lamern schwer, die zusätzliche Belastung zu tragen. Butz hat schon viel unternommen, um befreit zu werden, stößt aber auf taube Ohren. Da das Osserschutzhaus heuer Investitionen von über 40 000 Euro verschlingen wird und es das einzige Haus ist, das auf einen Materiallift angewiesen ist, möchte sich Vorstand Butz bei der Generalversammlung des Hauptvereins am 10. April einen Antrag auf Befreiung stellen. Thomas Zitzl schlug vor, dass man für fünf Jahre ganz auf die Abführung des Beitrags verzichtet. (kon)

Weitere Themen aus Lam lesen Sie hier

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht