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Onlineauftritt

Die Stadt von ihrer neuen Seite

Störungsdienst oder Theater-Tickets? Freier Bauplatz oder Doppelzimmer? Ab sofort neu und „responsiv“ auf bad-koetzting.de
Von Roman Hiendlmaier

Vertraute Gesichter strahlen einem aus dem Netz entgegen: Die neue Homepage bildet die Bad Kötztinger Lebens-Vielfalt auf Geräten aller Größen ab. Foto: Artem Rudik
Vertraute Gesichter strahlen einem aus dem Netz entgegen: Die neue Homepage bildet die Bad Kötztinger Lebens-Vielfalt auf Geräten aller Größen ab. Foto: Artem Rudik

Bad Kötzting.Früher waren Websites Aushängeschilder. Heute verstehen sich Städte und Stadtverwaltungen als Dienstleister, bei denen die Wünsche der Bürger sowie der Touristen im Vordergrund stehen.

Nach außen sichtbar wird dieses neue Selbstverständnis bei den Internetauftritten, die weit mehr als reine Schaufenster sind. Bad Kötzting hat sich vor zwei Jahren per Standratsbeschluss auf den Weg gemacht, auf einer Info-Seite aus den Nullerjahren des neuen Jahrtausends eine moderne Info-Zentrale aufzubauen, die gleichzeitig auch Kommunikationsinstrument und Werbeplattform darstellt.

Info-Zentrale und Weichensteller

Mit dem „Redesign“ betraut wurde mit Christian Vill ein Diplom-Grafiker aus Bad Kötzting: „Wir haben versucht, eine Informationszentrale für Bürger, Gäste und Unternehmen zu schaffen, die Angebote, Dienstleistungen und Produkte schnell und übersichtlich darstellt – auf mobilen wie Desktop- Geräten“, fasst Christian Vill knapp zwei Jahre Arbeit zusammen, die seine Design-Agentur Labor 2 mit dem Viechtacher Internetunternehmen basenic und Max Brunners Metapoint aus Furth im Wald umgesetzt hat. Seit dem Wochenende ist das Webportal unter www.bad-koetzting.de online – am Dienstagabend wurde es von dem Stadtrat vorgestellt.

Wie so ein „Redesign“ funktioniert, sollte Christian Vill wissen. Der vielbeschäftigte Grafiker hat in seinem Büro in der Torstraße bereits das Corporate Design des Landratsamts, das der neuen Chamer Stadthalle und das Mediendesign des Sinocur gestaltet. Meriten verdient hat der 47-Jährige aber auch mit einem Grafikdesign für den Bundesstaat Maine in den USA oder dem Medienauftritt für ein Elefantenreservat in Frankreich.

Mit Christian Vill hat sich ein erfahrener und einheimischer Grafik-Experte dem neuen Auftritt von Bad Kötzting im Netz angenommen. Foto: Martin Hladik
Mit Christian Vill hat sich ein erfahrener und einheimischer Grafik-Experte dem neuen Auftritt von Bad Kötzting im Netz angenommen. Foto: Martin Hladik

Der Auftrag aus seiner Heimatstadt war da ein vergleichsweise kleiner. Dennoch habe er sich natürlich noch ein paar Extra-Schichten geleistet, um die Zielsetzung möglichst optimal zu erfüllen – nicht nur in puncto zeitgemäßem, modernem Layout.

„Eine ansprechende Optik ist natürlich wichtig“, sagt Vill, „aber ebenso wichtig ist heute das sogenannte responsive Design“. Darunter verstehen Web-Profis eine Seiten-Optik, die sich dem Gerät anpasst, auf dem sie gezeigt wird, vom TV-Monitor bis zum Smartphone. Auch eine kommunale Homepage wird mittlerweile meistens von einem mobilen Gerät angeklickt, sagt Vill – Tendenz weiter steigend.

Genauer gesagt, wird nun „gewischt“ und „gescrollt“, was sich natürlich auf das Seitendesign auswirkt. Konkret wird Bad Kötzting auf der Startseite digital gefünftelt: Tourismus, Gesundheit, Wirtschaft, Kultur und Bürgerinfo lautet die Strukturierung der Inhalte in Themenbereichen. „Es geht darum, dass Service-Angebote für Bürger und Gäste schnell erfassbar sind“, so Vill.

Vertraut und vernetzt

Wichtig war dem Grafiker auch, die Funktionalität mit einem modernen Design zu verknüpfen: „Früher waren Homepages textlastig. Heute sprechen Bilder, Grafiken, Logos und Piktogramme für sich“. Angelehnt an das von ihm geschaffene Design des Sinocur und des IGM-Campus Programms der TU München übernahm Vill von dort Farbgestaltung und Silhouette. Mit einem Klick ist man auf den Tourismus-Seiten „Kötztinger Land“ oder der digitalen Tourist-Info von Hubermedia.

Kommunen und Websites

  • Gemeinde:

    Im digitalen Zeitalter besitzt nahezu jede Kommune einen Online-Auftritt.

  • Entwicklung:

    Früher wurden diese Webseiten sehr gerne als eine Art weltweites Aushängeschild gesehen, auf dem sich die Bürger, vor allem aber auch Touristen, darüber informieren konnten, was im Ort angeboten wurde.

  • Aktuell:

    Heute ist das ein wenig anders: Kommunen sind auch in den sozialen Medien wie Facebook oder Twitter unterwegs, die Nutzer erwarten von einer Website ein modernes Design und – nicht zuletzt um Zeit zu sparen bei der Flut an Seiten, die täglich besucht werden – einen schnelleren Überblick. All diesen Punkten trägt die neue Seite der Stadt Rechnung. (wf)

Der Bad Kötztinger Seitenbesucher erkennt auf den Bildern vertraute Gesichter. Auf Agenturfotos wird zugunsten von Authentizität wo möglich verzichtet: „Wir wollen Bad Kötzting von seiner schönsten Seite zeigen, aber keine Kunstwelt.“ Auf einen Blick erkennbar sind grundsätzliche Bürgerinfos wie Öffnungszeiten oder Kontakt zum Störungsdienst. Neu ist ein „Mängelmelder“, der bei der zuständigen Stelle der Stadtverwaltung aufläuft.

In Rathaus und der Tourist-Info sorgt man künftig auch dafür, dass die Seite auf dem Laufenden ist. Christian Vill betont, dass die Webpräsenz nun „Stand Mitte 2019“ sei. Künftig sollen neue Angebote die Seite mit Leben füllen: Die Stadt soll in den sozialen Medien wie Instagram auftreten, Videos oder virtuelle Rundgänge anbieten.

Das ins Internet zu bringen, dafür braucht es aber auch im Digitalzeitalter noch ganz lebendige Mitarbeiter.

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