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Wirtschaft

Die SW Zoll-Beratung erweitert in Furth

Das Unternehmen investiert 1,3 Millionen Euro in einen 1000 Quadratmeter großen Anbau und schafft 50 neue Arbeitsplätze.
Von Evi Paleczek

Geschäftsführer Harald Rieder, Bürgermeister Sandro Bauer, Bauleiter Matthias Regner (von rechts) sowie weitere Vertreter von Unternehmen und Baufirmen nahmen am Montagvormittag den Spatenstich vor. Foto: Paleczek
Geschäftsführer Harald Rieder, Bürgermeister Sandro Bauer, Bauleiter Matthias Regner (von rechts) sowie weitere Vertreter von Unternehmen und Baufirmen nahmen am Montagvormittag den Spatenstich vor. Foto: Paleczek

Furth im Wald.Es ist ein historischer Tag für das Unternehmen, hat Geschäftsführer Harald Rieder am Montagvormittag betont, als er zusammen mit Bürgermeister Sandro Bauer, seinem Bauleiter Matthias Regner und weiteren Vertretern aus Betrieb und Baufirmen den Spatenstich für den Anbau der SW Zoll-Beratung GmbH vornahm. 1,3 Millionen Euro investiert der Betrieb, um seine Fläche in Furth im Wald von 1600 auf 2600 Quadratmeter zu vergrößern.

Bereits im Mai soll das neue Gebäude fertig sein, kündigte Regner an. Es wird auf zwei Stockwerken Platz schaffen für weitere 25 Mitarbeiter, informierte Rieder, und ein Schulungszentrum, Büroarbeitsplätze, Sozialräume sowie ein etwa 350 Quadratmeter großes Archiv beherbergen, das bei weiterem Bedarf jederzeit in Büroräume umfunktioniert werden könnte. Die Erweiterung war aus Platzmangel nötig geworden, erklärte der Geschäftsführer. Das Unternehmen habe neue Kunden gewonnen, außerdem lege man Wert auf ein eigenes Schulungszentrum. In einem weiteren Schritt soll im kommenden Jahr die Renovierung des bestehenden Bürogebäudes starten.

Problem Fachkräftemangel

Geschäftsführer Harald Rieder, Bauleiter Matthias Regner und Bürgermeister Sandro Bauer (von links) stießen auf die Erweiterung an. Foto: Paleczek
Geschäftsführer Harald Rieder, Bauleiter Matthias Regner und Bürgermeister Sandro Bauer (von links) stießen auf die Erweiterung an. Foto: Paleczek

Problem ist der Fachkräftemangel, sagte Rieder. Bis 2022 will das Unternehmen noch einmal weitere 25 Mitarbeiter anstellen, die müssten erst einmal gefunden werden. Der Geschäftsführer betonte, dass es sichere Arbeitsplätze seien bei der SW Zoll-Beratung. Die Auszubildenden würden übernommen, in diesem Jahr habe das Unternehmen bereits fünf neue Lehrlinge eingestellt – neben sieben weiteren neuen Mitarbeitern.

Durch die Gewinnung von neuen Kunden, unter anderem eines Großkunden aus den USA, seien die Auftragsbücher voll und mit dem bestehenden Mitarbeiterstamm nicht mehr zu bewältigen. Und es würden immer wieder Anfragen von Firmen unter anderem aus China und den USA kommen. Die SW Zoll-Beratung zähle zu den größten Anbietern von Zolldienstleistungen, betonte Geschäftsführer Harald Rieder.

Er freue sich unter anderem auf das neue Schulungszentrum mit einer Größte von etwa 90 Quadratmetern. Bereits in diesem Jahr habe das Unternehmen schon etwa 550 Kunden geschult, aus Platzmangel habe man des Öfteren ins ATT ausweichen müssen, das werde sich künftig ändern.

Rieder dankte der Stadt für die schnelle Erteilung der Baugenehmigung. Wenn man so Hand in Hand arbeiten könne, werde ein solches Projekt zum Erfolg – und einem weiteren großen Erfolg der Firma werde nichts mehr im Weg stehen.

Beeindruckende Zahlen

Es seien stets erfreuliche Termine, wenn Betriebserweiterungen anstehen, betonte Bürgermeister Sandro Bauer. Er bedankte sich bei Rieder für die Investition vor Ort. Er sei ein waschechter Further, habe irgendwann in der Grenzstadt begonnen und sei dann zurückgekehrt. Jede Kommune stehe im Standortwettbewerb mit anderen Orten, da freue man sich über das Bekenntnis zur Grenzstadt. Die SW Zoll-Beratung sei ein global agierendes Unternehmen, da komme es auf die Lokalität nicht an, die Firma müsse einfach präsent sein.

Daten zur Erweiterung

  • Fläche:

    Die SW Zoll-Beratung GmbH hat derzeit eine Fläche von 1600 Quadratmetern, nun kommen weitere 1000 Quadratmeter hinzu.

  • Investition:

    Das Unternehmen investiert 1,3 Millionen Euro in den Anbau.

  • Arbeitsplätze:

    Der Betrieb hat derzeit 92 Mitarbeiter. Im ersten Bauabschnitt werden 25 zusätzlich Arbeitsplätze geschaffen, im zweiten Bauabschnitt in den Jahren 2021 und 2022 weitere 25.

  • Zeitplan:

    Der Anbau soll voraussichtlich im Mai fertig sein.

  • Räumlichkeiten: Er wird ein Schulungszentrum, Büroarbeitsplätze und ein Archiv enthalten.

  • Renovierung: Sobald der Anbau fertig ist, sollen die bestehenden Räumlichkeiten renoviert werden. In den vergangenen Jahren hat das Unternehmen bereits eine sechsstellige Summe in IT-Infrastruktur und Software investiert.

50 Arbeitsplätze, 2600 Quadratmeter Betriebsfläche und viele Auszubildende, das sei sehr beeindruckend, betonte Bauer, und bedankte sich für das Engagement. Größte Herausforderung sei, diesen Erfolg nach außen zu tragen. Denn wenn es gut laufe, habe man trotz Personalmangels Chancen, Leute zu bekommen. Sichere Arbeitsplätze würden geschätzt, für die SW Zoll-Beratung sei es nur schwierig, vor Ort wahrgenommen zu werden, weil das Unternehmen keine Kunden aus der Umgebung habe.

Er könne sich auch vorstellen, dass die Firma immer wieder vor enormen Herausforderungen stehe, meinte der Bürgermeister. Im Bereich Zoll änderten sich Gegebenheiten und Vorschriften ja ständig. Gerade deshalb sei es aber wichtig, dass es Dienstleister gebe, die solche Herausforderungen stemmten. Mit einem Glas Sekt stießen die anwesenden Gäste auf einen unfallfreien Bauverlauf und ein gutes Gelingen des Projekts an.

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