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Jubiläum

Die Vielfalt der Hilfsdienste

Die Malteser feierten ihr 20-jähriges Bestehen in Cham und präsentierten sich der Öffentlichkeit beim Tag der offenen Tür.
Von Hans Schmelber

Bezirksgeschäftsführerin Iris Mages überreichte an Kreisgeschäftsführerin Martina Vogl eine Kerze mit dem Malteser-Wappen zum Jubiläum. Fotos: fsh
Bezirksgeschäftsführerin Iris Mages überreichte an Kreisgeschäftsführerin Martina Vogl eine Kerze mit dem Malteser-Wappen zum Jubiläum. Fotos: fsh

Cham.„Ich danke den Maltesern für ihr Engagement im Landkreis Cham. Sie sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, sagte er am Ende seiner Laudatio Landrat Franz Löffler und verband dieses Lob mit den besten Wünschen zum Jubiläum und der Bitte, weiter so engagiert bei uns tätig zu sein.

Die offizielle Feierstunde zum 20-jährigen Bestehen des Malteser Hilfsdienstes in Cham begann am Samstagvormittag mit einem Violinstück von Mozart, gespielt von Anca Moosmüller und Oliver Hien auf der Geige. Kreisgeschäftsführerin Marina Vogl übernahm die Begrüßung von den vielen Ehrengästen und gab ihrer Freude Ausdruck, dass so viele zum Jubiläum gekommen waren.

„Ich bin gerne gekommen, auch schon deswegen, weil die Malteser dazu beitragen, dass unsere Gesellschaft gerechter wird“, betonte Löffler und stellte fest, dass es uns allen gut geht. Hinterfragte aber auch gleich, ob es wirklich allen gut geht und ob auch jeder an den Aufschwung teilnimmt?

10 000 Stunden im Ehrenamt

Gäste: Die Malteser feierten ihr Jubiläum mit einer ganzen Reihe von Ehrengästen, im Bild von links Diakon Alfons Eiber, Malteser-Beauftragter Franz Markus Pusel, Landrat Franz Löffler, 2. Bürgermeisterin Christa Strohmeier-Heller, Martina Vogl, Elisabeth Lohner, Iris Mages. Fotos: fsh
Gäste: Die Malteser feierten ihr Jubiläum mit einer ganzen Reihe von Ehrengästen, im Bild von links Diakon Alfons Eiber, Malteser-Beauftragter Franz Markus Pusel, Landrat Franz Löffler, 2. Bürgermeisterin Christa Strohmeier-Heller, Martina Vogl, Elisabeth Lohner, Iris Mages. Fotos: fsh

Genau da setzten die Malteser in Cham an und das verpflichte, dafür ein großes Dankeschön zu sagen, forderte der Landrat auf und wies noch daraufhin, dass die Malteser im Ehrenamt weit über 10 000 Stunden im Jahr leisten. Humorvoll bemerkte er noch, dass mal einer zu ihm gesagt hatte, „red net so viel, zahl lieber“ und sicherte so den Maltesern eine Spende zu. Seit März 1998 gibt es die Malteser in Cham. Zunächst waren sie untergebracht im Studienheim St. Josef bei den Maristen-Schulbrüdern, zogen aber 2010 in die Altenstadter Straße um, weil ihnen die alten Räume zu klein geworden waren. Gab es im Maristenheim mit einem Fahrdienst, dem Hausnotruf und dem Menüservice drei soziale Dienste, betreibt der MHD heute mehr als 15 unterschiedliche Dienste. Dazu kommen zu den sozialunternehmerischen Diensten noch die Leistungen, die rein auf ehrenamtliches Engagement zurückzuführen sind.

Der Malteser Hilfsdienst Cham ist Arbeitgeber mit derzeit über 100 Mitarbeitern und über 150 ehrenamtlichen Helfern, ist außerdem Schulungsstätte für den Fahrdienst der ganzen Region Bayern/Thüringen und anerkannte Stelle für Bundesfreiwillige.

Fahrzeug: Heinz-Günther Heunemann zeigt ein Allroundfahrzeug mit dem man Patienten sowohl im Rollstuhl, als auch im Sitzen oder im Liegen transportieren kann. Es ist knapp vier Jahre alt, mittlerweile stehen über 400 000 km auf dem Tacho. Fotos: fsh
Fahrzeug: Heinz-Günther Heunemann zeigt ein Allroundfahrzeug mit dem man Patienten sowohl im Rollstuhl, als auch im Sitzen oder im Liegen transportieren kann. Es ist knapp vier Jahre alt, mittlerweile stehen über 400 000 km auf dem Tacho. Fotos: fsh

Die Glückwünsche der Stadt Cham überbrachte 2. Bürgermeisterin Christa Strohmeier-Heller. „Ich muss zugegen, dass ich gegoogelt habe, was die Malteser in Cham alles machen“, stellte sie fest und zeigte sich überrascht von der Vielfalt der Dienstleistungen, „die auch von vielen Bürgern in Anspruch genommen werden“, wie sie versicherte. Sie überbrachte eine Spende der Bürgermeisterin.

Kleiderkammer: Ein Blick in die Kleiderkammer der Malteser. Hier gibt es gebrauchte, gut erhaltene Kleidung, die Menschen aus dem Landkreis den Maltesern gespendet haben, zu günstigen Preisen zu erwerben. Einkaufen darf hier übrigens jeder, der will, nicht nur Bedürftige. Fotos: fsh
Kleiderkammer: Ein Blick in die Kleiderkammer der Malteser. Hier gibt es gebrauchte, gut erhaltene Kleidung, die Menschen aus dem Landkreis den Maltesern gespendet haben, zu günstigen Preisen zu erwerben. Einkaufen darf hier übrigens jeder, der will, nicht nur Bedürftige. Fotos: fsh

Auch Franz Markus Pusel, Beauftragter der Malteser im Kreis Cham, hielt einen kurzen Rückblick, zunächst auf die Entwicklung in Regensburg, und kam dann auf Cham zu sprechen. Hauptamtliche und Ehrenamtliche arbeiten hier in Cham Hand in Hand und sind beispielgebend für den ganzen Bezirk. Cham ist weitgehend selbstständig und auch dafür verantwortlich, dass sich die Malteser im Landkreis gut etabliert haben. Sein Dank galt allen, die zum großen Erfolg der Malteser in dieser Region beigetragen haben. Pusel überreichte an Landrat und 2. Bürgermeisterin einen Tätigkeitsbericht der Jahre 2014 bis 2018, erweitert mit einem Teil „die Malteser in Cham von A bis Z“.

Viele Dienstleistungen

Andacht: Die Malteser feierten an ihrem Jubiläumstag eine Andacht im Hof, zelebriert von Diakon Alfons Eiber, dem Landkreis-Seelsorger der Malteser, der dabei unterstützt wurde von der Diözesanoberin Elisabeth Lohner. Fotos: fsh
Andacht: Die Malteser feierten an ihrem Jubiläumstag eine Andacht im Hof, zelebriert von Diakon Alfons Eiber, dem Landkreis-Seelsorger der Malteser, der dabei unterstützt wurde von der Diözesanoberin Elisabeth Lohner. Fotos: fsh

Als kleines Dankeschön überreichte Bezirksgeschäftsführerin Iris Mages an Martina Vogl eine Kerze mit dem Malteser Wappen. „Im Landkreis Cham, da steppt der Bär“, lobte sie die Arbeit im Kreisverband und stellte dazu noch fest, dass alle gewachsen sind. „Ich wundere mich wirklich, wo die Energie dazu herkommt“, bemerkte sie weiter und zählte die vielen Dienstleistungen auf, die in Cham angeboten werden. „Ich bin wirklich beeindruckt, was hier tagtäglich geleistet wird“, sagte sie abschließend und zeigte sich stolz, dazuzugehören.

Das letzte Wort hatte dann Kreisgeschäftsführerin Martina Vogl. Sie bedankte sich bei allen Rednern und ganz besonders bei ihren vielen hauptamtlichen Mitarbeitern und ehrenamtlichen Helfern. „Allein wären solche 20 Jahre nie zu schaffen gewesen“, versicherte sie und lud alle Gäste zu einem Rundgang durch die Räume ein mit einem anschließenden Imbiss.

Der Tag ging weiter mit einer Andacht um zwölf Uhr im Hof, zelebriert von Diakon Alfons Eiber, dem Landkreis-Seelsorger der Malteser, der unterstützt wurde von der Diözesanoberin Elisabeth Lohner.

Ab 13 Uhr standen dann alle Räume und viele Einsatzfahrzeuge im Hof zur Besichtigung im Zuge eines Tages der offenen Tür für alle Landkreisbürger bereit. (fsh)

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