MyMz
Anzeige

Die Waldmünchner Jugend macht Politik

Von Digitalisierung bis Bildung: Die Liste Junge Waldmünchner hat ihre Ziele vorgestellt und Heimatverbundenheit gezeigt.
Von Petra Schoplocher

So kann man sich nach getaner „Arbeit“ die Brotzeit schmecken lassen. Die Liste Junge Waldmünchner hatte nach ihrem Wahlkampfauftakt gut lachen. Für die Damen gab es von Hausherr Helmut Blahnik (rechts) zudem noch einen Frühlingsgruß, passend zum Valentinstag.  Foto: Petra Schoplocher
So kann man sich nach getaner „Arbeit“ die Brotzeit schmecken lassen. Die Liste Junge Waldmünchner hatte nach ihrem Wahlkampfauftakt gut lachen. Für die Damen gab es von Hausherr Helmut Blahnik (rechts) zudem noch einen Frühlingsgruß, passend zum Valentinstag. Foto: Petra Schoplocher

Waldmünchen.Waldmünchen Für Andreas Eisenhart gibt es ein schlagendes Argument, warum die (jungen) Bürger am 15. März ihr Kreuz bei der LJW machen sollten: „Wir wissen, wo die Jüngeren der Schuh drückt, wir wollen Verantwortung übernehmen und unsere Heimat gestalten“, brachte es die Nummer eins der CSU-Nachwuchsliste beim Wahlkampfauftakt auf den Punkt.

Neben der Vorstellung der eigenen Ziele – gegliedert in die Überschriften Digitalisierung, Tourismus und Kultur, Städtebauliche Maßnahmen und Infrastruktur, Bildung, Wirtschaft sowie Ökologie/Nachhaltigkeit – hatten die „Jungen“ einen weiteren Auftrag. „Die Erfolge der Stadt von umgesetzten Maßnahmen bis zum Schuldenabbau sind untrennbar mit dem Namen Markus Ackermann verbunden“, stärkte Andreas Eisenhart im Namen seiner Mitstreiter dem Bürgermeister den Rücken.

Schnelles Internet für alle Haushalte, lautete eine besonders wichtige Forderung, gleiches gelte für den Ausbau des Mobilfunks. „Das sind Grundvoraussetzungen wie intakte Straßen und eine intakte Wasserversorgung“, strich Andreas Eisenhart heraus.

Warum die Stärkung des Bildungsstandorts entscheidend sei, machte der Listenführer an seinem eigenen Lebenslauf fest. „Man baut eine Bindung zu dem Ort auf, in dem man zur Schule geht“. In seinem Fall sei das Cham gewesen, dem er immer noch verbunden sei. Wer nun die Realschule in Waldmünchen besuchen würde, würde Waldmünchen auch eher als Lebensmittelpunkt wählen, erläuterte er eine große Chance.

Die Arbeitsplatzsituation bewegt die jungen Menschen. „Das Schlechtreden ärgert mich“, betonte Eisenhart und verwies darauf, dass die Ansiedlung der Firma Matt kein Umzug sei. Heimarbeitsplätze wären als Alternative zum Pendeln wünschenswert, dafür wolle man sich einsetzen.

Wahlkampfauftakt

Zwölf Punkte für eine schönere Stadt

Die SPD mit ihrem Bürgermeisterkandidaten Manfred Ruhland will nicht gegen etwas sein, sondern Lösungen anbieten.

Ein Kino am See?

Am Perlsee sieht auch die Liste Junge Waldmünchner Handlungsbedarf, allerdings sollten Projekte „einen bezahlbarer Mehrwert“ mit sich bringen. Als Aktionen wäre ein Kino am See ähnlich Furth im Wald, als Aufwertung der Mountainbike-Region digitale Online-Karten denkbar.

Unter dem Punkt Nachhaltigkeit könnte sich die Liste ein städtisches Projekt „Mit dem Rad zur Schule/in die Arbeit“ vorstellen, auch eine Stärkung der Direktvermarkter und Bewusstseinsbildung für regionale Produkte haben sich Eisenhart und Co. auf die Fahnen geschrieben.

Die neue Liste LJW

  • Idee:

    Im Herbst 2018 wurde bei einer Klausur der Fraktionsgemeinschaft CSU, WWL und WUL die Idee einer jungen Liste konkret. Der Zuspruch war von Anfang an enorm, berichtet Andreas Eisenhart. Auch die 120 Unterstützungsunterschriften, die die neue Liste benötigt hatte, waren rasch zusammen.

Bei der Vorstellung der einzelnen Kandidaten trat vor allem eines offen zutage: Alle haben sich bewusst für Waldmünchen entschieden. Gründe dafür: Lebensqualität – zu denen neben Natur und Freizeitmöglichkeiten auch das kulturelle Angebot zählt – , verbesserte Arbeitsplatzsituation sowie das gesellschaftliche Leben. Gerade da wissen viele der Kandidaten bestens Bescheid, engagieren sich doch auffallend viele in Vereinen und der Jugendarbeit. Diese drei Faktoren gelte es in Zukunft zu stärken, betonte Andreas Eisenhart. Und dafür wären ein oder zwei Mandate im Stadtrat genau richtig, formulierte er den Wunsch der Liste.

Bürgermeister Markus Ackermann zog den Hut vor dem Auftritt und dem Engagement der Truppe. „Von wegen, die hängen doch nur vorm Computer rum.“ Etwas Besseres als selbstbewusste, heimatverbundene junge Menschen könnte einer Stadt gar nicht passieren, betonte er.

Heraus aus der Talsohle

Ackermann wollte den Anwesenden – gekommen waren auch ältere Interessierte – einen Einblick vermitteln, was, aber vor allem, wie an der Stadtspitze gearbeitet werde. „Wer Förderungen geschickt nutzt, kann aus einem Euro fünf machen“, verdeutlichte er. Dieses Abtaxieren, wo Unterstützer sitzen und welche Förderkulissen abgreifbar sind, „hat uns aus der Talsohle herausgeholt“, zeigte sich der Bürgermeister überzeugt.

Politik

Waldmünchens CSU will Ernte einfahren

Die CSU rühmt sich mit der Bilanz von Markus Ackermann. Die Innenstadt war das Schwerpunktthema beim Wahlkampfauftakt.

Ackermann machte auch deutlich, dass zwischen die Gruppierungen der Fraktionsgemeinschaft (CSU, WWL und WUL) „kein Blattl passt“ und das dies auch für die Liste Junge Waldmünchner gelte. „Wir haben gute Arbeit geleistet, da habe ich keine Sorgen um die Zukunft“, betonte er. Er bat um Zusammenhalt und Engagement, schließlich „geht es um unser Waldmünchen, unsere Stadt.“

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht