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Musik

Diese Chiemgauer können STS

Mal nachdenklich, mal mitreißend: Die Coverband „Auf A Wort unterhielt im Postsaal. Zuhörer erwiesen sich als textsicher.
Martin Schönhuber

  • Seit elf Jahren gibt es „ Auf A Wort“. Nun kamen sie zum ersten Mal nach Bad Kötzting. Fotos: Martin Schönhuber
  • Beim Finale gab es kein Halten mehr auf den Stühlen.
  • Vielleicht nicht zum letzten Mal in Bad Kötzting: „Auf A Wort“.
  • Sechs Mann stehen bei „ Auf A Wort“ auf der Bühne.
  • Da leuchteten die Handy-Taschenlampen…

Bad Kötzting.Im voll besetzten Postsaal ließen die sechs Musiker der STS-Coverband „Auf A Wort“ – „der besten STS-Coverband, die heute in Bad Kötzting auftritt“ – die unvergesslichen Evergreens von STS wieder aufleben.

Die Chiemgauer Musiker Peter Schuster, Mathias Rasch und Chris Huber (alle Gesang und Akustikgitarre) wurden eindrucksvoll unterstützt von Martin Zunhammer (Piano/Akkordeon/Trompete), Bernhard Schmied (E-Bass) und Robert Ertl (Schlagzeug, Percussion). Sie begannen mit nicht so bekannten Liedern aus dem etwa 4000 Lieder umfassenden Programm der Band aus der Steiermark, von denen 70 zu ihrem festen Repertoire gehören.

Spätestens ab dem Lied „Gej Du bleibst heit Nacht bei mir“ hatten die Musiker das Publikum voll im Griff. Ihre Musikauswahl garnierten sie mit launigen Geschichten und Fragen ans Publikum. Die Zuhörer saßen abwechselnd still lauschend und vielleicht ein bisserl schunkelnd auf ihren Stühlen oder sprangen, vermehrt im zweiten Teil, auf und sangen und klatschten mit. Zusätzlich zu den Hits von Steinbäcker, Timischl und Schiffkowitz spielte „Auf A Wort“ auch die von STS gecoverten und mit österreichischem Text versehenen Hits der Beatles „Da kummt die Sunn“ („here comes the sun“) und „Help“.

Die Musiker erzählten, wie sie vor elf Jahren zu dritt die Band gegründet hatten, jeder in seiner eigenen witzigen Version. Überhaupt verstanden sie es, das Publikum mit ihren Wortbeiträgen zwischen den einzelnen Liedern zu informieren, zu unterhalten, einzubeziehen aber auch auf nette Art ein bisserl auf den Arm zu nehmen.

Nach elf Jahren sei es ihnen gelungen, endlich nach Bad Kötzting zu kommen, nachdem sie schon öfter im ostbayrischen Raum aufgetreten wären, zum Beispiel im Arracher Seepark. Das nächste Konzert um die Ecke findet am 13. Juni 2020 in Neurandsberg statt. Dort würden sie aber nicht nur STS- Lieder präsentieren, sondern allgemein Austro Pop.

Zum Finale gaben „Auf A Wort“ noch einmal Gas. Keinen Zuhörer hielt es auf den Sitzen. Je nach Stimmung der Schlag auf Schlag hervorragend intonierten Lieder erfüllten rhythmisches Klatschen und lautes Mitsingen von erstaunlich viele textsicheren Fans oder leises Schunkeln und Schwenken der Handytaschenlampen den Saal. Vor allem der wohl bekannteste STS-Hit „Fürstenfeld“, mit dem ein steirischer Sänger seine Sehnsucht nach seiner Heimat Steiermark beschreibt, brachte den Saal zum Toben. Es folgten „Und irgendwann bleib ich dann dort“ oder der Titel“ I hab di lebn‘ sehn“, in dem es um einen Autounfall geht, was die andere, nachdenkliche und sehr gefühlvolle Seite der STS-Band zeigte.

Wer grade bei diesen leisen Liedern von „Auf A Wort“ die Augen schloss, konnte nicht sicher sein, ob er dem Original zuhörte oder nicht. Um dem Wunsch einer Zuschauerin für ihren zukünftigen Mann zu entsprechen und um zu zeigen, dass sie tatsächlich auch anderen Austro Pop können, spielten die sechs zum Schluss noch: „Weil’st a Herz hast wia a Bergwerk“ von Reinhardt Fendrich. (kmi)

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