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Diese Maske würde auch der Trenck tragen

Das Schirmherrenduo der Waldmünchener Festspiele spendiert 300 Schutzmasken. Martin Kowalski wird neuer Regie-Assistent.
Von Petra Schoplocher

Nicht ohne meine Maske... Auf Initiative der Schirmherren Christoph Zistler (im Bild) und Andreas Schellhammer von der Firma Stoll wurden in Reutlingen Schutzmasken mit Trenck-Logo genäht. Sie gehen an alle Aktiven des Trenckvereins.  Foto: Schoplocher
Nicht ohne meine Maske... Auf Initiative der Schirmherren Christoph Zistler (im Bild) und Andreas Schellhammer von der Firma Stoll wurden in Reutlingen Schutzmasken mit Trenck-Logo genäht. Sie gehen an alle Aktiven des Trenckvereins. Foto: Schoplocher

Waldmünchen.Es ist ein denkwürdiger Tag dieser Freitag. Allerdings ganz anders als noch vor Monaten gedacht: Eigentlich hätte nämlich eine Horde Panduren einfallen sollen auf dem Firmengelände von Stoll electronic, eine große Schar Trenckianer hätte zudem Pate gestanden und verfolgt, wie Christoph Zistler und Andreas Schellhammer offiziell zu Schirmherren geadelt worden wären.

So aber empfängt Stoll-Geschäftsführer Zistler eine kleine Delegation und wird statt zum Beschenkten zum Schenker: Mit 300 gestrickten Schutzmasken will das Schirmherrenduo den Mitgliedern eine Freude machen.

Bitte zugreifen: Christoph Zistler präsentiert die Masken, mit denen Stoll electronic dem Trenckverein eine Freude machen möchte. Die Vorsitzenden Susi Heiner, Martin Frank und Andres Eisenhart (r.) sind begeistert. Foto: Schoplocher
Bitte zugreifen: Christoph Zistler präsentiert die Masken, mit denen Stoll electronic dem Trenckverein eine Freude machen möchte. Die Vorsitzenden Susi Heiner, Martin Frank und Andres Eisenhart (r.) sind begeistert. Foto: Schoplocher

Wie gut dies gelingt, ist Trenckvereinsvorsitzendem Martin Frank sogar unter seiner neuen Maske anzusehen. „Eine tolle Sache!“ Und: „Sehr angenehm zu tragen“, lautet das weitere Urteil. Zuvor hatte der 52-Jährige erfreut vermeldet, dass das 2020-er Schirmherrnduo auch für das kommende Jahr parat stehe. Die Vorzeichen jedenfalls stünden bestens, bemerkt Frank, schließlich strahlt an dem Abend, an dem das Schirmherrenbitten geplant war, die Sonne über Ast. „Wir sollten positiv in die Zukunft schauen und uns auf das nächste Jahr freuen“, so die Parole.

Gefertigt in Reutlingen

Die Zeit, bis endlich wieder Trenck-Festspielzeit ist, zu verkürzen, war mit ein Grund für den Auftrag, den Andreas Schellhammer und Christoph Zistler den Kollegen in Reutlingen übermittelt hatten: 300 Mundschutzmasken mit Trenck-Logo. Zwar war es nicht möglich, die Reiter in rot und weiß abzubilden, am Wiedererkennungseffekt besteht aber trotz des Schwarz-Lila-Mixes kein Zweifel.

Werbung für das Festspiel

„Wir möchten damit unsere Verbundenheit zum Verein zeigen“, nennt Zistler den Beweggrund für die außergewöhnliche „Spende“. Wer die Maske im Alltag trage oder sehe, dem komme das Festspiel ins Bewusstsein. Außerdem sollen die gestrickten Teile einen Beitrag leisten, damit alle gesund über den Sommer und durch dieses Jahr kommen. „Und hoffentlich ist dann 2021 alles soweit gut, dass alles stattfinden kann.“

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Das Unternehmen Karl Mayer will mit dem Stoll-Erwerb seine Position als Branchenführer im Bereich Flachstrickerei ausbauen.

Drei verschiedene Masken-Modelle werden im Reutlinger Werk hergestellt, informiert der Geschäftsführer. Das Besondere: Sie sind gestrickt und können mit individuellem Logo versehen werden. Dank Material und Form angeboten werden drei Modelle, die zudem atmungsaktiv sind. „Leider“, betont Christoph Zistler, sind die Stoll-Masken nicht für Privat-, sondern nur für Gewerbekunden erhältlich, Mindestbestellmenge sind 100 Stück.

Der „Neue“: Martin Kowalski

  • Persönlich:

    Seine Frau Marianne spielte im Alter von 17 Jahren die Kathi im Festspiel. „Rund zwei Jahre später“ stieß auch Martin Kowalski zum Trenck und hatte seitdem diverse Rollen inne, aktuell verkörpert er den Amtsbürgermeister Kayser.

  • Nachfolge:

    Hermine Haubner war zehn Jahre lange die Assistentin von Regisseurin Yvonne Brosch. Sie scheidet auf eigenen Wunsch aus.

  • Herantasten:

    Kowalski hatte sich im Vorjahr, als die Mönchszenen und Gesänge eingeführt wurden, stark eingebracht und hatte immer wieder mit der Regie Kontakt gehabt. Da lag der Gedanke, ihn einzubinden, nahe.

  • Aufgabe:

    Der neue Regie-Assistent wird in den kommenden Wochen auf bewährte und neue Darsteller zukommen und Einzelproben vereinbaren.

Die Vereinsführung möchte die Geschenke allen Aktiven (Spielern und mitwirkenden Helfern) weiterreichen. „Aber nicht einfach so“, wie Vize-Vorsitzende Susi Heiner andeutet. Für die Ausgabe am Trenckplatz – an diesem Dienstag von 18 bis 20 Uhr und am Freitag von 17 bis 19 Uhr – haben sich die Verantwortlichen etwas Besonderes einfallen lassen. Verraten mag Heiner nur so viel: „Es wird ein wenig Trenck-Feeling aufkommen.“

Heiner erinnert an den Malwettbewerb, für den eine Box am Tribünenzaun aufgehängt wurde. Die Idee: Kinder sind bis Ende Mai eingeladen, Szenen mit Trenck und Kathi oder aus dem Spiel zu malen. Auch die Steinschlange auf dem Festspielplatz würde sich noch über bunte Verlängerungen freuen, ergänzt sie.

Personalie: Martin Kowalski, hier als Amtsbürgermeister Kayser beim letztjährigen Schirmherrenbitten, wird neuer Regie-Assistent. Foto: Schoplocher
Personalie: Martin Kowalski, hier als Amtsbürgermeister Kayser beim letztjährigen Schirmherrenbitten, wird neuer Regie-Assistent. Foto: Schoplocher

Ähnlich wie beim genauen Betrachten der Maske strahlt Martin Frank, als er die zweite „Katze aus dem Sack“ lassen darf: Martin Kowalski wird Regie-Assistent. Der vermeintlich frühe Zeitpunkt für die Personalie ist bewusst gewählt, betont der Vorsitzende, weil der 58-Jährige bereits Ende Juni mit Einzelproben beginnen will und „die Darsteller nicht überrascht sein sollen, wenn ich bei ihnen anrufe“.

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Zwangspause sinnvoll nutzen

Die Idee: die Zwangspause nutzen, um an der Qualität zu arbeiten und im Sprechrollenbereich weiterzukommen. Deshalb sind alle, die sich für eine Sprechrolle oder das Mitspielen im Volk oder bei den Panduren interessieren, eingeladen, sich bei Yvonne Brosch oder Martin Kowalski zu melden. Kontakte: Telefon (0 99 72) 35 05, Mail: yvonne_brosch@outlook.com oder kowalski.wuem@t-online.de.

Die Trenckvereinsvorsitzenden (von rechts) Martin Frank, Andreas Eisenhart und Susi Heiner sind überzeugt, mit Martin Kowalski (Zweiter von rechts) genau den richtigen neuen Regie-Assistenten verpflichtet zu haben. Foto: Schoplocher
Die Trenckvereinsvorsitzenden (von rechts) Martin Frank, Andreas Eisenhart und Susi Heiner sind überzeugt, mit Martin Kowalski (Zweiter von rechts) genau den richtigen neuen Regie-Assistenten verpflichtet zu haben. Foto: Schoplocher

Die Vorsitzenden sind überzeugt, einen guten Fang gemacht zu haben, zumal der Pastoralreferent in der Spielerschar höchste Anerkennung genieße und bestens vernetzt sei. Zudem habe er einen hohen Anspruch an sich selbst. Kowalski selbst stapelt tief: „Ich werde mein Bestes versuchen, aber die Fußstapfen sind natürlich groß.“ Außerdem bringe er nur Erfahrung in der Inszenierung von Krippenspielen mit, ergänzt er schmunzelnd.

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