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Montag, 23. April 2018 21° 8

Tradition

„Dinge schenken, die das Herz berühren“

Bei der adventlichen „Hutschastub’n“ des Museumsvereins Waldmünchen lebt die gute alte Zeit wieder auf.

Diese Akteure gestalteten die Hutschastub’n des Museumsvereins. Foto: wir

Waldmünchen.Die „adventliche Hutschastubn“ des Museumsvereins lockte viele Mitglieder ins Cafe Bacherl in Waldmünchen, wo der Vorsitzende Karlheinz Schröpfer sie zusammen mit Elisabeth und Georg Bacherl willkommen hieß.

Dem „Schorsch“ überreichte er dabei ein Bild, das nachweist, dass dieser beinahe einer Entführung zum Opfer gefallen wäre. Bei dem Hutschaabend, wo die Autorin Christl Fischer aus Ränkam gruselige Geschichten von Druden und sonstigen wilden Wesen vorgetragen hatte, war plötzlich die „wilde Jagd“ ausgebrochen, und einige davon hatten den Schorsch schon in ihre Gewalt gebracht. „Gottseidank haben die Unholde noch von ihm abgelassen, sonst stünden wir heute ohne unseren Gastwirt da“.

Schröpfer betonte das und erinnerte kurz an das abgelaufene Vereinsjahr. Es sei arbeitsreich gewesen, und habe spektakulär mit dem Wasserschaden im Museum begonnen. Erst am internationalen Museumstag im Mai konnte das Museum wieder für die Öffentlichkeit geöffnet werden. Vor allem schmerze es auch, dass sechs Vereinsmitglieder in 2017 verstorben sind. Schröpfer erinnerte an den zum Christkindlmarkt erschienenen „Heimatboten“, der gut als Weihnachtsgeschenk passe. Das darin enthaltene Rätsel sollte bis 31. März gelöst und bei Franz Danzer im Waffenschleifweg abgegeben werden. Bei der Hutschastubn am 16. April werden die Gewinner ermittelt.

Nachdem Schröpfer angekündigt hatte, dass bei der Hutschastubn im Januar Reinhard Tietze über „Ahnenkult und Geisterglaube in Papua-Neuguinea“ in einem Diavortrag erzählen wird, gab er die Bühne frei für die „Hauskapelle“ – Hans Deml mit seiner Drehorgel – und die Besucher erlebten eine adventliche Sitzweil der besonderen Art. Sie war mit Geschichten besinnlichem und auch lustig-hintersinnigem Inhalt angefüllt, untermalt von schönen Weisen von der Drehorgel. Deml entlockte seinem Instrument „Jingle bells“, „O Tannenbaum“ und „ihr Kinderlein kommet“ aber auch „Stille Nacht“.

Passend dazu hatte der stellvertretende Vorsitzende und Schriftleiter des „Heimatboten“, Peter Leopold, die Entstehungsgeschichte des wohl bekanntesten Weihnachtsliedes der Welt zu Gehör gebracht. „Stille Nacht, heilige Nacht“ erklang zu Weihnachten 1818 zum ersten Mal in der Kirche St. Nikolaus in Oberndorf in der Nähe von Laufen an der Salzach und wurde in rund 300 Sprachen übersetzt.

In den weiteren Geschichten, vorgetragen von Renate Weinzierl, Elfriede Pöppl, Dieter Hohmann und Elisabeth Ruhland, ging es um Geschenke für die Frau, um Besinnung auf das Wesentliche des Weihnachtsgeschehens und vor allem auch um Erfahrungen daraus, die man auch ins neue Jahr hinübernehmen sollte. Zum Beispiel „Wovon wir leben, können wir nicht selbst herstellen: Freundschaft, Liebe, Vergebung. Die wesentlichen Dinge, die unser Herz berühren, bekommen wir geschenkt.“ Elisabeth Ruhland hatte für Karlheinz Schröpfer ein Weihnachtsgeschenk parat, sie übergab ihm für seine Sammlung das neueste Jahrbuch des Landkreises Limburg-Weilburg, zu dem Waldmünchens Partnerstadt Elz gehört. (wir)

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