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Gemeinschaft

Dorfkapelle wird 70 Jahre alt

Das Jubiläum verbinden die Beckendorfer mit der Jahrtagsfeier der Feuerwehr. Am Nachmittag geht ein Festgottesdienst voran.
Von Johann Fischer

Die Dorfkapelle in Beckendorf ist seit mehr als 70 Jahren das Wahrzeichen der Ortschaft.  Foto: Johann Fischer
Die Dorfkapelle in Beckendorf ist seit mehr als 70 Jahren das Wahrzeichen der Ortschaft. Foto: Johann Fischer

Bad Kötzting.Die schmucke Kapelle in Beckendorf besteht 2019 seit 70 Jahren. Die Kapelle würde nicht in so voller Pracht dastehen, wenn sie nicht durch den Kapellenbauverein gründlich saniert worden wäre. Zum erwähnten Gottesdienst ist die gesamte Bevölkerung des Umlandes zur Teilnahme aufgerufen.

Die Kapelle hat als Patrozinium das Namensfest Maria Namen. Die Anfänge zum Bau der „ersten“ Kapelle reichen noch in die 40er Jahre zurück. Im Jahre 1949 haben sich die Bewohner der Ortschaft Beckendorf entschlossen, eine Dorfkapelle zu bauen. Da im Jahr zuvor die Währungsreform stattfand, musste man auf den Holzverkauf aus dem damaligen Orts-Gemeinde-Wald zurückgreifen, der jetzt an die Rechtler aufgeteilt ist.

Der Rohbau der Kapelle lief über den damaligen Maurermeister Franz Weber aus Kötzting. Die Bauleitung übernahm der verstorbene Landwirt Karl Klausner. Die Verputz- und Pflasterarbeiten übernahmen gratis die dorfansässigen, inzwischen auch verstorbenen Maurer Josef Schmid, Johann Hollmeier und Wolfgang Neuberger. Die Eingangstür zur Kapelle hatte der inzwischen verstorbene Schreinermeister Wolfgang Zach aus Beckendorf kostenlos gefertigt.

Da die beiden Brüder des verstorbenen Maurers und Landwirts Josef Schmid gerade aus Amerika da waren, spendierten sie die Kapellen-Glocke. Eigenleistungen und Spenden halfen, den Bau der Kapelle zu vollkommnen. Die Einweihung der Kapelle war damals in Verbindung mit dem Jahrtag der Feuerwehr Sperlhammer. Der damalige Hochwürdige Herr Stadtpfarrer Josef Dietl aus Kötzting segnete die neue Kapelle auf die Himmelskönigin Maria Namen. Der Geistliche ermahnte in seiner Predigt die junge Generation von Beckendorf, sich in Zukunft immer um diese Kapelle zu kümmern und diese in Ehren zu halten, nachdem die Vorfahren diese erbaut haben. Es soll nicht vorkommen, dass die liebe Gottesmutter Maria in der Muttergottesgrotte einmal wie eine verlassene Mutter in ihrem „Austrags-Stübchen“ einsam verweilen müsste.

Der Zahn der Zeit hatte an der Kapelle genagt. Um sie nicht dem Verfall preiszugeben, wurde am 30. Oktober 2009 ein Kapellenbauverein Beckendorf als gemeinnütziger Verein gegründet. Die Segnung der restaurierten Dorfkapelle war am 24. Juni 2012.

Die Feuerwehr Sperlhammer hatte in den letzten Jahrzehnten ihren Jahrtagsgottesdienst immer beim Gerätehaus in Sperlhammer gefeiert. Anlässlich der Tatsache, dass die Dorfkapelle in Beckendorf vor 70 Jahren erbaut wurde, rückt man heuer von dieser Tradition ab und verlegt den Gottesdienst zur Kapelle in Beckendorf. Das war vor 70 Jahren auch schon der Fall.

Diese Eucharistiefeier am Samstag, 14. September, wird Dekan und Stadtpfarrer Herbert Mader halten. Der Rittsteiger Dreigesang sorgt bei der Messe für die gesangliche Umrahmung.

Danach wird nicht gleich weiter zum Gasthaus Kauer gezogen, sondern an Ort und Stelle noch ein wenig das Jubiläum gefeiert. Erst dann wird das vorgesehene Jahrtagsprogramm von der Feuerwehr Sperlhammer fortgesetzt.

Die JubiläumsFeier

  • Organisation:

    Ausrichter der Jubiläumsfeier ist der Kapellenbauverein Beckendorf, der auf Initiative von Erich Miethaner im Oktober 2009 im Gasthaus Kauer ins Leben gerufen wurde. (ksm)

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