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Gemeinderat

Dorfweiher wird umgestaltet

Das Projekt kostet rund 130 000 Euro und soll noch im November starten. Auch ein neues Buswartehäuschen wird angeschafft.

Das Umfeld des Dorfweihers in Haag soll umgestaltet und dadurch deutlich aufgewertet werden.  Foto: Markl
Das Umfeld des Dorfweihers in Haag soll umgestaltet und dadurch deutlich aufgewertet werden. Foto: Markl

Rettenbach.Zu Beginn der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Bürgermeister Alois Hamperl Bauingenieur Rainer Bachmeier von den MKS Architekten aus Ascha vor. Das Büro war mit Planungen zur Neugestaltung und Aufwertung des Haager Dorfweihers beauftragt worden, die im Rahmen Dorferneuerung mit Fördermitteln vom Amt für Ländliche Entwicklung umgesetzt werden sollen. Bachmeier erläuterte den Gemeinderäten die vorläufigen Planungen rund um den Dorfweiher.

Der Bauingenieur stellte die Schwerpunkte vor. So sollte bei der Neugestaltung das Rückhaltevolumen des Weihers auf 675 Kubikmeter vergrößert werden, um dadurch eine Niederschlagsentwässerung durch den neu angelegten Regenwasserkanal aus dem oberen Ortsbereich gewährleisten zu können. Der Dorfweiher diene dabei als Pufferspeicher. Dabei spielten aber die beengten Platzverhältnisse aufgrund der Straßenverläufe und des Haager Baches, der aus dem Isartal Richtung Schrollenbach vorbeifließt, eine Rolle für den Planer. Das Gelände um den Weiher soll ferner für spätere Pflegearbeiten durch den Bauhof von mehreren Seiten zugänglich bleiben. „Wir wollen eine Treppe an der südlichen Seite und einen gedrosselten Abfluss an der nördlichen Seite einbauen“, erklärte Bachmeier. Zudem wird das Bachbett in einer etwas höheren Lage um den Weiher herumgeführt, um damit einer Verschlammung entgegenzuwirken. Der Dorfweiher sei nicht als Hochwasserschutz konzipiert. Auf die Frage, warum man den Bach an dieser Stelle nicht verrohre, sagte der Planer, dass sich dies förderschädlich auf die Maßnahme auswirke. Gemeinderat Otto Jäger verwies auf die geologischen Bodenverhältnisse in diesem Bereich. Bei früheren Säuberungsarbeiten sei blauer Granit als Hindernis aufgetreten.

Die Baukosten steigen

Bachmeier sagte, dass während der Bauphase „Möglichkeiten zum Modellieren des Geländes“ vorgesehen seien. Zur Thematik Sicherheit sind Schutzplanken zur Straßenseite eingeplant. Bei den Kosten liege man bei 130 000 Euro, diese hätten sich gegenüber der ursprünglichen Schätzung um 40 000 Euro erhöht. Nachdem der Gemeinderat einstimmig für die Umsetzung votierte, wird das MKS-Büro die wasserrechtlichen Anträge anfertigen und ein Förderantrag vorbereitet. Der Bürgermeister rechnet bis Mitte November mit dem Baubeginn.

In einer früheren Sitzung regte der Gemeinderat an, die Ortsabrundungssatzung für den Ortsteil Ebersroith abzuändern. Gemäß Baugesetzbuch wurde die Änderungsplanung im Rathaus Falkenstein öffentlich ausgelegt. Bürgermeister Hamperl fasste zusammen, dass keine Bedenken seitens des Landratsamtes vorgebracht wurden. Weitere Stellungnahmen trug er ausführlich vor. Die beschlossene Änderung der Ortsabrundung Ebersroith tritt spätestens nach Eingang der Ausgleichszahlungen in Kraft.

Für die Beschaffung eines Buswartehäuschens an der Zumhofer Kreuzung lagen zwei Angebote vor, wobei das Angebot einer Zimmerei aus der Gemeinde mit 3330 Euro für ein Häuschen mit Sichtelementen das günstigste war. Da das Wartehäuschen an der Strecke des ÖPNV liegt, wird es mit 50 Prozent durch die Regierung der Oberpfalz und mit15 Prozent vom Landkreis Cham bezuschusst.

Eine weitere Neubeschaffung tätigt die Gemeinde mit einem Schlauch-Rollcontainer für die Feuerwehr Ebersroith. Angeschafft werden zweimal 500 Meter B-Schläuche. Die Kosten dafür liegen bei 8720 Euro. Der Landkreis beteiligt sich mit 50 Prozent an den Kosten. Das neue Fahrzeug TSF Logistik, auf dem die Schlauchcontainer verstaut werden, soll Mitte Dezember geliefert werden, berichtete Hamperl.

Dorferneuerung in Rettenbach

Weiteres Thema war die Dorferneuerung Rettenbach. Dazu wurden bereits mehrere Veranstaltungen durchgeführt und die Vorschläge diskutiert. Diese gilt es nun in einem Plan aufzunehmen. Dieser Katalog an Maßnahmen wird dem Amt für Ländliche Entwicklung und dem Büro Landimpuls zur Erstellung eines Dorferneuerungsplans vorgelegt. Dazu musste die Gemeinde einen Vertrag mit dem Verband für Ländliche Entwicklung unterzeichnen. Die Kosten dafür betragen 50 760 Euro. Der gemeindliche Anteil dabei beträgt rund 14 600 Euro. Spätestens im März 2020 muss der Gemeinderat einen Beschluss zur Dorferneuerung fassen. Sollte dieser positiv ausfallen, wird die Umsetzung und Finanzierung über eine Teilnehmergemeinschaft geregelt.

Die Erneuerung der Gemeindeverbindungsstraße Langau Richtung Aschau kostet 239 000 Euro. Die Maßnahme wird mit 75 Prozent gefördert. Der Straßenabschnitt Postfelden Richtung Röhrenhof kostet 284 000 Euro und wird mit 55 Prozent gefördert. Die Sanierung der Straße Richtung Hasl-hof kostet 138 600 Euro, die Förderung beträgt 75 Prozent. (rar)

Bauanträge

  • Wohnhaus

    : Genehmigt wurde der Vorbescheid zum Neubau eines Betriebsleiterwohnhauses mit Doppelgarage in Thallern.

  • Carport:

    Der Vorbescheid zum Bau einer Carportanlage und eines Holzzaunes in Holzmühle liegt vor.

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