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Region Cham
Dienstag, 22. Mai 2018 24° 1

CHAM.

Dr. Karl Vetter zu Gabriele Paulis Abgang: „Wir hatten keine Wahl“

„Ich bedauere den Ausschluss von Gabriele Pauli aus der Fraktion, aber ich habe auch dafür gestimmt. Wir hatten keine andere Wahl.“ Bereits kurz nach der Entscheidung in der Fraktionssitzung der Freien Wähler im Bayerischen Landtag äußerte sich der Chamer Abgeordnete Dr. Karl Vetter auf eine Anfrage des Bayerwald-Echos. Dabei sprach er auch über die interne Diskussion bei den Freien Wählern zum Thema „Partei werden oder nicht?“

Die Debatte in der Fraktion habe in recht gedrückter Stimmung stattgefunden, berichtete Dr. Vetter. Von 20 Abgeordneten hätten 17 für den Ausschluss gestimmt, zwei dagegen, ein Abgeordneter habe sich enthalten. Im Vorfeld sei sehr emotional über das Thema diskutiert worden.

„Überleg’ Dir das nochmal!“

Dr. Vetter zu seiner eigenen Ansicht: „Ich sehe das so: Schade, aber wir hatten keine andere Wahl.“ Gabriele Pauli habe sich im Vorfeld auf keine Diskussionen eingelassen. Man habe ihr das Angebot gemacht: „Gabi, überleg’ Dir das nochmal.“ Doch Gabriele Pauli habe darauf bestanden: „Entweder ihr geht mit, oder ich mache das ohne euch!“ Das sei aber eine Form der politischen Erpressung, die man sich so nicht gefallen lasse. Die Gründung einer Bundespartei sei in dieser Form nicht machbar.

Dabei vertritt der Chamer Abgeordnete in dieser Frage längst nicht die harte Linie vieler seiner Fraktions-Mitglieder. Er kann sich die Freien Wähler als Partei vorstellen, wenn sich herausstellt, dass das die rechtliche Voraussetzung für ein Antreten auf Bundesebene ist.

„Jetzt sind wir nur noch 20“

Dr. Vetter hat persönlich Gabriele Pauli immer als kooperativ und konstruktiv erlebt. Deswegen bedauert er auch die Entscheidung, sie auszuschließen. Vieles von ihrer Parteienkritik sei durchaus richtig. Allerdings habe es für die Freien Wähler in dieser Sache keinen Ausweg mehr gegeben als einen Ausschluss.

Auch den Vorsitz im Ausschuss habe Gabriele Pauli abgeben müssen. „Jetzt sind wir halt nur noch 20“, so Dr.Karl Vetter.

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