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Historie

Drei Generationen Bergwacht

Die Becks sind seit mehr als 50 Jahren nicht nur für die Bergwacht Furth im Wald prägend, sondern auch fürs Gaisriegelfest.
Von Christina Schweitzer

  • In den 60er und 70er Jahren betrieb die Bergwacht einen Radi-Stand in der Festhalle, um ihre Hütten sanieren zu können. Von links sind zu sehen: Ludwig Meindl, Rudi Römisch, Karl Beck sen., Alfons Heller, Xaver Baumann.
  • Drachenbesatzung Rudolf Wotruba, Karl Nachreiner, Karl Beck sen., Helmut Dendorfer, Karl Beck jun., Helmut Hörmann.

Furth im Wald.Mehr als 50 Jahre prägen die Becks das Gaisriegelfest vor der Roberthütte, das an diesem Wochenende wieder stattfindet. Beck Karl senior und sein Sohn Karl sind schon seit dem ersten Fest 1967 dabei. Sein Enkel Andreas ist seit vorigem Jahr als Vorstandsmitglied des Bergwacht-Fördervereins verantwortlich für Speis und Trank der Festgäste.

Organisator Andreas Beck legt letzte Hand an den technischen Aufbau fürs Gaisriegelfest bei der Roberthütte.
Organisator Andreas Beck legt letzte Hand an den technischen Aufbau fürs Gaisriegelfest bei der Roberthütte.

An der Ecke Glaserstraße-Nordgaustraße wohnte der „Olt Beck“ mit seiner Familie in den 60er Jahren in einem Behelfsheim. Hier wuchs sein Sohn Karl in den 50er Jahren auf und kam bald in Kontakt mit den Bergwachtlern um Max Falter, Wenz Kaufmann und Helmut Hörmann. Zusammen mit seinen Freunden Walter Hruschka, Josef Franz, Herbert Kastner und Helmut Dendorfer verbrachte er in dieser Zeit so manches Wochenende auf der Dieberghütte. Dort traf er auf Hans Mückl und Josef Kellner, den „Ladl Sepp“, die bereits bei der Bergwacht waren. Im September 1961 entschloss sich der erst 17-jährige Karl Beck, der Bergwachtbereitschaft i beizutreten. 1966 bis 77 übernahm er die Aufgabe des Fahrers auf dem grauen und später roten VW-Bus, vor allem beim vierjährigen Wintereinsatz am Eck. Von Anfang an kümmerte er sich auch um die Roberthütte und das Gerätehaus. Für seinen mehr als 50-jährigen unermüdlichen Einsatz erhielt er 2008 die Leistungsauszeichnung in Bronze und 2013 ernannte ihn die Bereitschaft zum Ehrenmitglied.

Vater Beck Karl sen. begleitete den Weg seines Sohnes mit großem Wohlwollen und folgte ihm 1962 als 50-Jähriger in den Kreis der Bergwachtler. Schon drei Jahre später übernahm er Verantwortung als stellvertretender Bereitschaftsleiter und trug sie zwölf Jahre lang. In dieser Zeit war er auch über fünf Jahre Hüttenwart.

Konfrontiert mit dem Ausgabendruck durch den Ausbau der Hütten am Dieberg und am Voithenberg und seit 1963 auch in Althütte suchten er und seine Kameraden nach finanziellen Quellen. Ein Glückshafen und ein Radistand während der Drachenstichwoche und der Einsatz als Drachenbesatzung reichten nicht aus. Deswegen kam die Bereitschaft zusammen mit Stadtrat Beck-Vater und seinem Sohn auf die Idee, zur Johannifeier vor dem Teehäusl ab 1967 Freunde und Gönner zu bewirten. Das Gaisriegel-Bergfest war geboren und hat sich bis heute zu einem der größten Waldfeste der Umgebung entwickelt. Nun konnte die Sanierung der Hütten gestemmt werden. Sohn Beck ist seither an den drei Festtagen der Organisator in der Roberthütte. 1989 mussten die Kameraden den „Olten Beck“ 77-jährig unter großer Anteilnahme zu Grabe tragen.

1976 wurde Sohn Andreas in die Bergwachtfamilie des Karl Beck hineingeboren. Nicht verwunderlich, dass auch Andreas 1993, ebenfalls mit 17 Jahren, den Weg in die Bergwacht einschlug. Schnell übernahm auch er Verantwortung: 1995-2005 als Revisor und von 1997-2009 als Funkwart. Außerdem unterzog er sich ab 1997 einer intensiven Ausbildung am Hubschrauber, als Winterausbilder und als Bergwacht-Einsatzleiter. Für sein Engagement erhielt er 2008 die BRK-Ehrennadel in Silber. Wie sein Großvater stellte auch er sich als stellvertretender Bereitschaftsleiter zur Verfügung. Ab 2013 wechselte er in die Führung des Fördervereins. Seit vorigem Jahr kümmert er sich um den Einkauf, die Musik und alle rechtlichen Angelegenheiten.

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Das Bergfest

  • Das Bergfest

    beginnt am Freitag um 19 Uhr. Samstag geht es um 17 Uhr weiter.

  • Der Sonntag

    wird um 9 Uhr mit einer Bergmesse eröffnet. An allen drei Tagen spielen bekannte Kapellen.

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