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Geschichte

Drei historische Tafeln für Kötzting

An der TCM-Klinik, dem Finanzamt und am Ludwigsberg gibt es nun neue Hinweise zur Geschichte Kötztings.
Von Stefan Weber

Heimatforscher Clemens Pongratz und Stadtmarketings-Vorsitzende Carola Höcherl-Neubauer haben die Tafeln iniitiert, Thomas Kammer vom Finanzamt und dritter Bürgermeister Franz Gregori (v.l.) nahmen ihre für die Außenstelle und den Ludwigsberg mit, während Anton Staudinger und Erich Fuchs (v.r.) an der TCM-Klinik schraubten .Foto: wf
Heimatforscher Clemens Pongratz und Stadtmarketings-Vorsitzende Carola Höcherl-Neubauer haben die Tafeln iniitiert, Thomas Kammer vom Finanzamt und dritter Bürgermeister Franz Gregori (v.l.) nahmen ihre für die Außenstelle und den Ludwigsberg mit, während Anton Staudinger und Erich Fuchs (v.r.) an der TCM-Klinik schraubten .Foto: wf

Bad Kötzting.Wer kennt sie noch, den Gschwandhof, oder das Widtum-Gebäude? Beim Ludwigsberg wird es da schon einfacher – klar, den kennt jeder. Gemeinsam haben alle drei, dass sie eng mit der Geschichte Kötztings verbunden sind. Wie, das erklärte Heimatforscher Clemens Pongratz am Dienstagvormittag im Foyer der Klinik für Traditionelle Chinesische Medizin bei der Übergabe der nächsten drei historischen Tafeln, die in Zusammenarbeit mit dem Verein Stadtmarketing entstanden sind.

Die Klinik stehe an der Stelle von einem der vier Urhöfe, aus denen sich wohl ab dem elften Jahrnhundert die Stadt von heute entwickelt habe. Der werde in alten Unterlagen als Gschwandhof erwähnt, so Pongratz. Zu dem Hof habe nach einer Auflistung aus dem Jahre 1650 ein Gelände gehört, das sich heut von der Ludwigstraße über das ehemalige Haas-Gebäude bis hinauf zum alten Friedhof erstreckt habe. An der Stelle des heutigen Gebäude hätten im Laufe der Jahrhunderte schon ein Wirtshaus gestanden (in dem auch Bürgermeister verprügelt worden seien), es war Waisen- und Kreiskrankenhaus. Seit Anfang der 1990er-Jahre betreibt die neue Besitzer-Familie Staudinger die heutige Klinik darin. Rechts vom Haupteingang verweist nun eine von Designer Erich Fuchs entworfene Tafel auf die Geschichte.

Der QR-Code

  • Informationen:

    Technik: Alle neuen Schilder sind mit einem sogenannten QR-Code versehen, den man mit dem Handy scannen kann.
    Ganz automatisch öffnet sich dann der Online-Blog von Clemens Pongratz mit den jeweiligen Daten zu dem Gebäude – Der Blog ist auch von zu Hause unter: koetzting.blogspot.com zu erreichen. (wf)

Nur wenige Meter entfernt verweist seit Dienstag eine weitere Tafel auf die Historie der heutigen Außenstelle des Finanzamtes. Thomas Kammer nahm für die Behörde eine Tafel für das Widtum entgegen. An dieser Stelle habe in den vergangenen Jahrhunderten einmal der Bauernhof des Pfarrers, der gleichzeitig Prior gewesen sei, gestanden, später habe der Räuber Heigl hier wohl so lange eingesessen, bis er nach Straubing habe überführt werden können, wie Clemens Pongratz erklärte. Viele Kötztinger können sich noch an die Außenstelle des Gesundheitsamtes im selben Gebäude erinnern, bis die Finanzbeamten einzogen. Auch hier verweist nun rechts vom Eingang eine Tafel auf die Geschichte, die natürlich noch umfangreicher ist. Weil das natürlich nicht alles auf eine Tafel passt, sind alle Tafeln mit einem QR-Code versehen, damit weitere Infos gegeben werden können (siehe Info).

Die dritte Tafel ging an dritten Bürgermeister Franz Gregori. Er nahm sie im Namen der Stadt für den Ludwigsberg – den ehemaligen Galgenberg des Marktes – entgegen. Zum Ausflugsziel sei der erst in den 1850er-Jahren geworden, als der Landmann (Landrat) Carl von Paur den Ludwigsturm als Aussichtspunkt errichten ließ. Bis ins 19. Jahrhundert weideten hier auch die Nutztiere der Bürger, heute wird Theater auf hohem Niveau geboten. Gregori dankte dem Stadtmarketing für die Finanzierung der Tafeln und Pongratz für die historische Aufarbeitung der Geschichte von Gebäuden und bekannten Personen der Stadt.

Die wird auch weiter fortgeschrieben, wie Pongratz erklärte. Als nächstes auf Tafeln für die Wuhn, den Friedhof der Kirchenburg und den schon erwähnten Carl von Paur. (wf)

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