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Wahlkampf

„Drei Stadträte wären schön“

Die Wählergemeinschaft Waldmünchen Land zog Bilanz, formulierte Ziele und stellte sich hinter Bürgermeister Ackermann.

Listenführer Anton Ruhland bei seiner Rede Foto: Franz Bucher
Listenführer Anton Ruhland bei seiner Rede Foto: Franz Bucher

Waldmünchen.Die Wählergemeinschaft Waldmünchen Land (WWL) ist in den Wahlkampf gestartet. Und das Interesse an der Auftaktveranstaltung, die am Donnerstag im Aster Pfarrheim stattfand, war so groß, dass weitere Tische und Stühle aufgestellt werden mussten.

Stadtrat Franz Hausner nahm die Begrüßung vor. Unter den Anwesenden waren die Ehrenbürger Ruhestandspfarrer Raimund Arnold und Martina Mathes, die Bürgermeister Markus Ackermann, Helmut Heumann, Ludwig Prögler, Stadträte, Ortssprecher und Kandidaten. „Wir wollen keinen Wahlkampf führen, sondern Wahlwerbung betreiben“, sagte Hausner. Er lobte das gute Miteinander in den kirchlichen und weltlichen Vereinen in Ast. Mit Landrat Franz Löffler und Bürgermeister Ackermann habe man ein gutes Gespann in Waldmünchen. Hausner listete die Projekte auf, die in der zu Ende gehenden Amtsperiode zur Verbesserung der Infrastruktur auf den Weg gebracht wurden. Er selber war 18 Jahre im Gremium, stellte sich aber nicht mehr zur Wahl.

Die Stadt als großes Ganzes

Am 15. März werden die Wähler entscheiden, sagte Listenführer Anton Ruhland. Bei der Wahl müsse das Stadtgebiet als großes Ganzes gesehen werden. Ruhland erinnerte an zahlreiche Maßnahmen. Als Beispiele nannte er die Sanierung des AquaFit, der Schulen, der Turnhalle und die Umwandlung der Wirtschafts- zur Realschule. Man habe den Schuldenstand der Stadt gesenkt.

Großes Lob galt Bürgermeister Ackermann. Er habe ein Gespür für die Erkundung von Förderprogrammen und die Haushaltskonsolidierung, so Ruhland. In Waldmünchen habe es keinen Stillstand gegeben. Alle Projekte seien einstimmig beschlossen worden. Zur positiven Entwicklung der Stadt habe das gute Miteinander im Stadtrat beigetragen. „Alle sind gefordert. Nur gemeinsam mit den Bürgern kann etwas geschaffen werden“, forderte Ruhland.

Er bedauerte, dass die gute alte Wirtshauskultur verloren gegangen sei. Dorf und Heimat müssten mehr in den Focus gerückt werden. Wichtig sei die ehrenamtliche Arbeit. Ein Anliegen waren Ruhland die Zukunft der Dörfer ohne bäuerliche Landwirtschaft, der Klima- und der Umweltschutz. Kritisiert wurde der Bürokratiewahnsinn. „Ohne Fachmann kann bald kein Antrag mehr gestellt werden“, so der Listenführer.

Ruhland forderte zeitgemäße Betreuungsmöglichkeiten. Ein funktionierendes Dorf brauche auch Breitbandanbindung und Mobilfunk. Die Erteilung von Baugenehmigungen in den Dörfern müsse einfacher werden, sonst zögen die Kinder weg. „Das alles sind Gedanken, mit denen wir uns befassen müssen“, forderte er. Die WWL-Liste sei eine Mannschaft, kein Selbstdarsteller. „Drei Stadträte wären schön“, so Ruhland Ackermann solle in bewährter Manier weiterarbeiten.

Bürgermeister Ackermann hob das harmonische Miteinander der Fraktionen hervor. Wichtig sei die Teamarbeit. Jedoch genüge ein Team allein nicht, die Haushaltsmittel für Investitionen müssten vorhanden sein. „Ohne Geld geht nichts“, stellte er fest. In Waldmünchen habe man den Schuldenstand um 70 Prozent reduziert, aber zugleich 45 Millionen Euro in die Gemeinde investiert. Die Zahl der Arbeitsplätze sei gewachsen, die Gewerbesteuereinnahmen seien so hoch wie nie. Matt Optik baue im neuen Gewerbegebiet in der Regensburger Straße ein Produktions-, Logistik- und Ausbildungszentrum: „Das ist wie Ostern und Weihnachten zusammen.“

Wichtig: Existenzgründungen

Existenzgründungen wären wichtig, so Ackermann. Investitionen in Bildung seien die Basis für die Persönlichkeitsentwicklung des Menschen, aber auch zum Funktionieren von Staat und Wirtschaft. „Hätten wir die Realschule nicht, hätte das negative Auswirkungen auf die Wirtschaft“, so Ackermann.

Weitere Themen waren die städtebauliche Situation und die Innenstadtbelebung wie die Sanierung des Gasthauses Kamm, das Bahnhofsgebäude, die Trenck-Tribüne und der Neubau des Kindergartens. In Sachen Infrastruktur seien unter anderem beim Straßenbau Investitionen getätigt worden. Auch in Kanal- und Wasser habe man investiert so wie auch in Sachen Tourismus mit dem Aktivzentrum am Gibacht, der grenzüberschreitenden Wanderwege und E-Bike-Stationen. „Viele Herausforderungen sind abgearbeitet worden, und noch viele warten auf uns“, schloss Ackermann.

Für die Kreistagswahl empfahl Ackermann, die gemeinsame Liste 7 des Altlandkreises Waldmünchen zu wählen. Dann stellten sich die Kandidaten für die WWL-Liste vor so wie auch die Kreistagskandidaten. In der Diskussion kamen Aktivzentrum, Wasserversorgung, Mobilfunk und erneuerbare Energie zur Sprache. (wbf)

Themen beim Auftakt

  • Projekte:

    Listenführer Anton Ruhland erinnerte an zahlreiche erfolgreiche Projekte in Waldmünchen, beispielsweise die Sanierung des AquaFit, der Schulen und der Turnhalle sowie die Umwandlung der Wirtschaftsschule in eine Realschule.

  • Forderung:

    Ruhland forderte Breitbandanbindung und Mobilfunk für funktionierende Dörfer.

  • Schulden:

    Nach den Worten von Bürgermeister Markus Ackermann wurde der Schuldenstand in Waldmünchen um 70 Prozent verringert. Zugleich wurden aber 45 Millionen Euro in die Gemeinde investiert.

  • Einschätzung:

    „Hätten wir die Realschule nicht, hätte das negative Auswirkungen auf die Wirtschaft“, so Ackermann.

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