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Region Cham
Dienstag, 14. August 2018 24° 4

Ausflug

Drei unterschiedliche Kirchen

Frauenbund besichtigt die Stiftsbasilika in Waldsassen, das verfallende Gotteshaus in Eger und die Loreto-Kirche.

Die Gruppe auf dem Marktplatz in EgerFoto: rse
Die Gruppe auf dem Marktplatz in EgerFoto: rse

MICHELSNEUKIRCHEN.Zu seinem Jahresausflug starteten der Michelsneukirchner Frauenbund. Ziel war die nördliche Oberpfalz und das benachbarte Tschechien. In Waldsassen besichtigte die Gruppe die Basilika. Von außen eher unscheinbar, bietet sich nach dem Eintreten ein unbeschreiblicher Anblick, die frisch renovierte Stiftsbasilika überwältigt den Besucher mit ihrer Pracht.

Die Fremdenführerin Rosemarie Ackermann, die die Gruppe den ganzen Tag begleitete, versorgte die interessierten Damen und Herren mit dem geschichtlichen Hintergrundwissen. Die Stiftsbasilika Waldsassen wurde von 1685 bis 1704 als Klosterkirche der Zisterzienserinnen erbaut. Bedeutende Kirchenbaumeister wie Georg Dientzenhofer und Abraham Leuthner schufen mit dieser Pfeilerbasilika eine der bemerkenswertesten Barockkirchen Bayerns. An der Ausstattung waren Künstler aus ganz Europa beteiligt. Bei der Säkularisation im Jahre 1803 wurde die Klosterkirche der katholischen Gemeinde als Pfarrkirche übergeben. Am 18. Dezember 1863 wurde das Kloster als Priorat der Zisterzienserinnen neu gegründet. 1969 erhob Papst Paul VI. die Stiftskirche zur Basilica minor. Von 2013 bis 2017 wurde die Basilika aufwändig renoviert und erstrahlt nun in neuem Glanz. Zahlreiche Engel und Heiligenfiguren, in der Vergangenheit weiß übermalt, sind nun wieder in Terracotta gefasst. Danach ging es mit dem Bus ins nahegelegene Cheb (Eger). Die Gruppe erkundete zu Fuß die historische Innenstadt und besuchte ein Gotteshaus, das leider seit Jahrzehnten dem Verfall überlassen ist. Der Gegensatz zur prunkvollen Basilika machte alle sehr betroffen.

Nach einem Mittagessen in Königberg an der Eger ging es zur letzten Station des Ausflugs nach Altkinsberg (Starý Hroznatov). Hier wurde die Gruppe von Ulrika Hart begrüßt. Sie ist die Vorsitzende des Vereins zur Erhaltung und Förderung der Wallfahrtskirche Maria Loreto. In beeindruckender Art erzählte sie die Geschichte die Wallfahrtskirche. Seit 1664 war Altkinsberg ein vielbesuchter Wallfahrtsort. Im Jahr 1949 mit Beginn des Kalten Krieges begannen der Verfall und die teilweise Zerstörung. Der Waldsassener Unternehmer Anton Hart, der Vater von Ulrika Hart, gründete in Waldsassen den Förderverein und setzte sich mit aller Kraft für den Wiederaufbau der Wallfahrtsstätte ein.

Die gesamte Familie Hart kämpft bis heute für Maria Loreto, wie Ulrika Hart beeindruckend erzählte. So gelang es ihrer Tante, das Gnadenbild der Maria Loreto aufzuspüren und wieder an den Ursprungsort zurückzubringen. (rse)

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