MyMz
Anzeige

Erlebnis

Durch die Wildnis von Kanada

Dr. Georg Lindner referierte über eine 120-tägige Reise per Wohnmobil durch den hohen Norden Amerikas und seine Erlebnisse.
Martin Schönhuber

Dr. Georg Lindner hielt die Eindrücke seiner Reise auch auf beeindruckenden Bildern fest. Foto: Lindner
Dr. Georg Lindner hielt die Eindrücke seiner Reise auch auf beeindruckenden Bildern fest. Foto: Lindner

Bad Kötzting.Kanada und Alaska, da gibt’s jede Menge Natur und Einsamkeit, aber auch Abenteuer. Dr. Georg Lindner hat mit seiner Frau Evelyn eine 120-tägige Reise, insgesamt fast 20 000 Kilometer durch Kanada mit Abstechern nach Alaska gemacht. Begonnen hat die Fahrt in Seattle an der Pazifikküste, geendet in Washington, an der Atlantikküste.

Am besten unternimmt man so eine Reise im Wohnmobil, so Lindner. Da die Miete für ein Wohnmobil zwischen 100 und 200 Dollar koste, was bei der Reisedauer sehr teuer geworden wäre, habe er sich entschlossen, am Start ein Wohnmobil zu kaufen und dieses am Ende der Reise wieder zu verkaufen. Auf diese Art und Wiese seien sie mit zwei Drittel der Kosten ausgekommen. Die Reise führte von Seattle über Vancouver Island nach Jasper, dann durch die Rocky Mountains nach Hyder in Alaska, der freundlichsten Geisterstadt Alaskas. Von dort aus gings nach Yellowknife. Yellowknife ist die Hauptstadt der Northwest Territories mit 19.234 Einwohnern. Sie ist zugleich größte Stadt des dünn besiedelten Territoriums. In diesem Gebiet wohnt lediglich ein Einwohner auf drei Quadratkilometer. Zum Vergleich: In Deutschland kommen auf den Quadratkilometer 232 Einwohner.

Yellowknife liegt am Nordufer des Großen Sklavensees. Hier mündet der Yellowknife River in die Yellowknife-Bucht. Das Gebiet rund um die Stadt ist reich an Gold und Diamanten. Diese Strecke führte die Lindners durchs Okanagatal mit dem wärmsten Klima Kanadas in die Rocky Mountains, wo es nachts so kalt wurde, dass die beiden trotz Heizung, sogar das „Schlafzimmerfenster“ mit einer Rettungsdecke isolieren mussten. Häufig lagen die Campingplätze auf rund 1700 Metzern in Sichtweite schneebedeckter Berge.

Wie hier in den „Rockies“ beindruckt auf so einer Reise am meisten die Natur, die man auf einsamen schmalen Straßen sich „erfährt“ oder auf einsamen Wanderwegen „erläuft“. Die Zuschauer hatten also nichts anderes zu tun, als die Bilder von unendlichen Wäldern, schroffen Felsen, schneebedeckten Bergen, großen Gletschern und riesigen Wasserfällen auf sich wirken zu lassen.

Dr. Georg Lindner hat auch bärsen auf seiner Reise hautnah gesehen. Foto: Lindner
Dr. Georg Lindner hat auch bärsen auf seiner Reise hautnah gesehen. Foto: Lindner

Aufgrund der Zeit, die sich die Lindners für ihre Reisen nehmen und dem Transportmittel Wohnmobil, bekam man viele Bilder von Gegenden zu sehen, die völlig abseits der üblichen Touristenrouten liegen. Nicht selten unternahmen die beiden bis zu 20 Kilometerlange Wanderungen, um Orte zu besuchen, zu denen keinerlei Straßen führen. Dafür wurden sie nicht nur mit atemberaubenden Landschaften belohnt, sie trafen auch viele Tiere. Da gab’s Seeadler Schwarzbären, Grizzlies und Bisons oder an der Atlantikküste Wale. Weil besonders die Bären überall auftauchen können, ist es strengstens verboten, im Freien Essbares wegzuwerfen oder liegen zu lassen. Ansonsten seien Bären hauptsächlich Pflanzenfresser und ließen den Mensch in Ruhe, erzählte Dr. Lindner.

Sehr gefährlich seien Kreuzungen zwischen Schwarzbären oder Grizzlies mit Eisbären. Diese seien absolute Fleischfresser, extrem gefährlich und würden deshalb konsequent bejagt. Aber nicht nur diese Begegnungen waren spannend, die Reise führte auch durch ein Waldbrandgebiet. Da die Brände noch nicht erloschen waren, wurden die Fahrzeuge nur in Konvois durch diese Gebiete gelassen. Es sei beunruhigend, wenn abseits der Straße noch Brandnester zu sehen seien und der Rauch Sicht und Atem raubt, schilderte Dr. Linder seine Gefühle.

Einige Ziele der Reise waren nur per Wasserflugzeug zu erreichen. Foto: Lindner
Einige Ziele der Reise waren nur per Wasserflugzeug zu erreichen. Foto: Lindner

Nach dem Abstecher nach Alaska führte die Reise über Saskatoon, Jan Lake Winnipeg zur Thunder Bay. Auf dem Weg lag der „Sign. Post“. Dies ist ein Park mit vier Meter hohen Pfosten, an die jeder, der vorbeikomme ein Schild nageln könne. Dort befinden sich Ortsschilder, Nummernschilder oder selbst gefertigte Schilder, mehr als 65000. Auch ein originales Chamer Nummernschild hätten sie gefunden. Sie selbst hätten Ihre Namen, das Datum und den Heimatort Bad Kötzting in einen Aluteller graviert und angebracht. Ein Erlebnis sei auch der Nahanni Nationalpark gewesen, der nur mit dem Wasserflugzeug zu erreichen sei. Die dort befindlichen Virginia Falls seien doppelt so hoch sind, wie die Niagarafälle. Über Montreal ging’s nach Halifax an der Atlantikküste. (kmi)

Hilfsprojekt

  • Hilfe:

    Der Eintritt zu den Vorträgen ist frei, aber über eine Spende für „seine“ Klinik St. Francis Health-Care-Center in Bugko freut er sich.

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht