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Eschlkam/Großaign

Durch Großaign rollen wieder

Die rund dreimonatige Baumaßnahme an der Penzenbrücke in Eschlkam brachte eine kurzzeitige Beruhigung des internationalen Schwerlastverkehrs durch die Gemeinde Eschlkam und über den Grenzübergang nach Tschechien.

Ein Messgerät zeichnet in der Ortsmitte von Großaign alle Fahrzeugdaten auf. Foto: Josef Altmann
Ein Messgerät zeichnet in der Ortsmitte von Großaign alle Fahrzeugdaten auf. Foto: Josef Altmann

Eschlkam.Nach Abschluss der Baumaßnahme vor rund vier Wochen steigt der internationale Schwerlastverkehr aber wieder an. Eine weitere Steigerung des Schwerlastverkehrs ist mit der neuen Maut in Tschechien seit Januar zu befürchten, davon ist die Deutsch/Tschechische Bürgerinitiative überzeugt.

Während der Baumaßnahme an der Eschlkamer Penzenbrücke war die Verkehrssituation zufriedenstellend, so das Echo der Bürgerinitiative. Der internationale Schwerlastverkehr wurde großräumig umgeleitet, nur der regionale Schwerlastverkehr nutzte die direkte Verbindung über Eschlkam nach Tschechien. Mit dieser Situation könnte man leben, so die Aussage der Deutsch-tschechischen Bürgerinitiative. Dadurch steigt auch die Lebensqualität wieder an, wenn die schweren und lauten Lastwägen von der engen Straße durch Großaign und Vseruby weg sind. Die Einwohner fühlen sich sicherer, wenn sie auf den Gehwegen spazieren gehen können und keine breiten Lastwägen mehr vorbeifahren oder entgegen kommen. Auch die Kinder, die täglich zur Bushaltestelle gehen müssen, haben dadurch eine weitaus größere Sicherheit.

Mit Unterstützung der Marktgemeinde Eschlkam konnte vor einigen Wochen ein neues Messgerät in der Ortsmitte von Großaign installiert werden. Der Verkehr wird mit diesem Gerät statistisch erfasst und kann so auch genau ausgewertet werden. Es werden alle Fahrzeuge täglich gezählt und nach der Fahrzeugklassifizierung eingeteilt. Auch die Fahrgeschwindigkeit wird erfasst. Ein PKW-Fahrer ist vor einigen Tagen durch Großaign gerast und mit 140 Stundenkilometern gemessen worden.

Die deutsch-tschechische Bevölkerung steht voll hinter den Forderungen der Bürgerinitiative, die Straße über den Grenzübergang Eschlkam/Vseruby für den internationalen Schwerlastverkehr zu sperren. Auch die Politik auf deutscher und tschechischer Seite hat sich mit diesem Verkehrsproblem in gemeinsamen Besprechungen beschäftigt. Es wurden und werden Lösungen gesucht, die diese Verkehrssituation sowohl auf deutscher und tschechischer Seite in Zukunft regeln sollten. Die Hoffnung bleibt, so die deutsch-tschechischen Bürgerinitiative, dass eine einigermaßen gute Lösung zugunsten der deutsch-tschechischen Bevölkerung in der nächsten Zeit erreicht wird. (kja)

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