mz_logo

Region Cham
Donnerstag, 26. April 2018 15° 3

Engagement

Ehre für Chams ehemaligen Feuerwehr-Chef

Der Landesfeuerwehrverband ernannte Johann Weber als Dank für seine „immensen Verdienste“ zum Ehrenmitglied.

Johann Weber (4. v. l.) erhielt die Ehrenmitgliedschaften im Landesfeuerwehrverband und im Verein Bayerisches Feuerwehrerholungsheim. Foto: Heidi Klein

Cham.Johann Weber, der Ehrenkreisbrandrat des Landkreises Cham, ist am Wochenende offiziell aus dem Gremium des Verbandsausschusses des Landesfeuerwehrverbandes Bayern verabschiedet worden. Dabei hat er die höchste Ehrung erhalten, die einem Feuerwehrler zuteil werden kann: Weber wurde zum Ehrenmitglied des Verbandes ernannt. Außerdem erhielt er die Ehrenmitgliedschaft im Verein Bayerisches Feuerwehrerholungsheim.

Der Vorsitzende des LFV Bayern, Alfons Weinzierl, erinnerte an die „immensen Leistungen und Verdienste“ von Weber für die Feuerwehren insgesamt sowie in der Verbandsarbeit auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Weinzierl stellte in seiner Laudatio heraus, dass Weber neben seiner immensen beruflichen Belastung als Vorstandsvorsitzender der Zollner AG seit 1998 als Kreisbrandrat des Landkreises „äußerst engagiert“ ehrenamtlich als Chef von 190 Freiwilligen Feuerwehren mit mehr als 10 000 Aktiven und 188 Jugendfeuerwehren tätig war. Außerdem war er seit 2004 stellvertretender Vorsitzender des Bezirksfeuerwehrverbandes Oberpfalz und somit im Ausschuss des LFV Bayern tätig.

Richtungsweisende Beschlüsse

In seiner Dienstzeit gab es viele Entscheidungen und Neuerungen, die richtungsweisend waren. Beispielhaft wurde sein Engagement in Sachen Integrierte Leitstellen erwähnt. Der Landkreis Cham konnte dadurch als erster in der Oberpfalz die Grundlagen für eine einheitliche Notrufnummer 112 für Rettungsdienst und Feuerwehren schaffen. Mit vielen Ideen sei es Weber gelungen, den Nachwuchs der Feuerwehren zu sichern und die Jugend für die Arbeit dort zu begeistern.

In den 18 Jahren als „Florian Cham 1“ habe Weber in vielen Einsatzszenarien das ganze Spektrum der Feuerwehrarbeit hautnah miterleben müssen. Ganz gleich, ob es sich um einen Kleinbrand, einen Unfall oder Katastropheneinsätze bei Hochwasser und Schnee gehandelt habe. Viele dieser Einsätze seien mit schlimmen Einzelschicksalen verbunden gewesen, wobei Weber nach eigener Aussage „viele einsame Entscheidungen“ treffen musste.

Er war gerührt

  • Dank:

    Sichtlich bewegt dankte Hans Weber allen Beteiligten „für die Ehrungen und die schöne Zeit“, die er in den Gremien mitgestalten durfte. Das Erreichte habe nur gemeinsam geschafft werden können.

  • Zusammenarbeit:

    Auch der Leitende Ministerialdirigent a. D. Alois Lacher erhielt die Ehrenmitgliedschaft im LFV Bayern und im Verein Feuerwehrerholungsheim. Mit ihm hatte Weber viele Jahre kooperiert. (wbf)

Weinzierl stellte fest, dass Weber ihm als LFV-Vorsitzendem mit Herzblut, Engagement und einem Fachwissen bei allen wichtigen verbandlichen Entscheidungen mit Rat und Tat zur Seite stand. „Er war ein ruhender Pol im Verbandsausschuss bei oft hitzigen Sachdiskussionen“, sagte Weinzierl über Weber. Kameradschaft, Freundschaft, Vertrauen und Ehrlichkeit hätten Weber angetrieben.

Vertrauensvolle Mitarbeit

Für den Verein Bayerisches Feuerwehrerholungsheim übernahm Vorsitzender Heinrich Waldhutter die Laudatio. Er sah in Weber einen Modernisierer und zukunftsorientierten Geschäftsmann, der immer Wohl und Wehe von „St. Florian“ im Auge hatte. Diese Namensgebung sei ganz entscheidend auf seinen Antrag hin erfolgt. Waldhutter dankte Weber für dessen vertrauensvolle Mitarbeit, Freundschaft, Unterstützung und das gemeinsame Miteinander. (wbf)

Die Kommentarfunktion steht exklusiv unseren Abonnenten zur Verfügung. Als Abonnent melden Sie sich bitte an oder registrieren Sie sich. Alle anderen Nutzer finden preiswerte Angebote in unserem Aboshop.

Anmelden Registrieren Zum Abo-Shop

Sie sind noch nicht registriert?

Neu registrieren

MessageBox

Nachricht