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Kommune

Ein alter Bus in neuem Glanz

Der neue Event- und Businessbus mit mobilem Jugendtreff erhielt den kirchlichen Segen. Die Soundanlage sorgte für Staunen.
Von Thomas Mühlbauer

  • Kaplan Martin Seiberl segnete im Beisein von (v. l.) Manfred Janker, Tobias Reidl und Bürgermeister Franz Reichold den Partybus. Fotos: Thomas Mühlbauer
  • Die Damen machten es sich gleich bequem im Bus.

Roding.Am Freitagabend wurde ein Projekt gesegnet, das bei den Gästen für großes Staunen sorgte. Denn die Stadt Roding stellte den mobilen Jugendtreff in Form eines Event- und Businessbusses in Betrieb. Dazu konnte Bürgermeister Franz Reichold auf dem Hof der Verkehrsbetriebe zahlreiche Ehrengäste willkommen heißen.

Ein besonderer Gruß galt Kaplan Martin Seiberl, der dem Bus den kirchlichen Segen erteilte. Wie der Kaplan sagte, hält der Bus viele verschiedene Dinge bereit. Als der Bus noch im aktiven Dienst war, habe er viele Menschen – überwiegend Schulkinder – sicher von A nach B befördert.

Nach der Segnung erinnerte der Bürgermeister an die Entstehungsgeschichte des Partybusses. Am 15. April 2016 startete das Projekt, indem ein Bus aus der eigenen Betriebsflotte außer Dienst gestellt wurde. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Gelenkzug von Mercedes Benz aus dem Jahr 1993.

Zunächst wurde das Fahrzeug vom Werkstatt-Team komplett gereinigt, zerlegt, entkernt und für seinen neuen Einsatz vorbereitet. Dabei wurde das Inventar teilweise entsorgt oder einer anderen Bestimmung zugeführt. Wie Reichold wissen ließ, fanden alle ausgeführten Arbeiten am Bus neben dem alltäglichen Werkstattbetrieb statt und waren so als Zusatzarbeiten zu sehen.

Im Juni 2017 folgten schließlich erste Gespräche und Umbaumaßnahmen. Dann gab es Besprechungen mit den Fachplanern der bautechnischen Gewerke, die die aufwendigen Innenausbauten (Holzbau, Elektrik, Heizen-Lüften-Kühlen, Lackieren und Schankanlage) ab diesem Zeitpunkt begleiteten. In den folgenden 18 Monaten wurde das Fahrgestell im Grunde neu aufgearbeitet, so Reichold. Die Arbeiten wurden dabei vom TÜV Süd sorgfältig begleitet.

Im Februar 2019 wurde das Projekt bei den Jugendvertretern der örtlichen Vereine bekannt gemacht. Bei dieser Besprechung wurden neue Erkenntnisse und Anregungen gewonnen, die man anschließend in die Planung und Umsetzung des Projektes einfließen ließ. Nach der Auftragsvergabe an die einzelnen Firmen, erfolgte im März der Beginn der aufwendigen Außen- und Innenarbeiten. Im September begann schließlich die heiße Phase, denn im Zuge der letzten Feinarbeiten wurden Lack- und Farbfehler ausgebessert, die Fahrzeugausstattung auf Mängel überprüft, die Schankanlage in Betrieb genommen und das Fahrzeug durch den TÜV endgültig abgenommen.

Werkstattleiter Tobias Reidl sagte bei der Einweihung: „Dieses Projekt hat mir viele schlaflose Nächte bereitet. Es war nicht einfach, es war nur mit dieser Teamarbeit zu schaffen.“ Das Fahrzeug verfügt auch über eine Soundanlage, die gleich vorgeführt wurde. So kam Reidl zu seinem Fazit: „Das Teil kann was.“ Nun hatten alle Gäste die Möglichkeit, den Partybus zu besichtigen.

Das Projekt

  • Einsatz:

    Anmeldung erfolgt bei den Rodinger Verkehrsbetrieben. Voraussetzung ist eine geeignete An- und Abfahrt, ein gerader Stellplatz, Stromanschluss 32 A, Wasser- und Abwasserentsorgung, schriftliche Übergabe mit Einweisung einer verantwortlichen Person.
    Verwirklicht wurde das Projekt von April 2016 bis September 2019. Höhepunkt war am Freitag die kirchliche Segnung durch Kaplan Martin Seiberl.

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